In der Weihnachtszeit besitzt Paris eine außergewöhnliche Magie. Nicht ohne Grund wird Paris auch „Stadt der Lichter“ genannt – das gilt allzumal für das schönste Fest des Jahres. Auch das Geläut der Glocken versetzt uns wie jedes Jahr in freudige Stimmung. Wenn die Tage am kürzesten sind, herrscht in Paris einfach ein besonderes Flair. So ist in dieser Zeit das Ufer der Seine hell erleuchtet, und bei einem Bummel durch die Straßen schmeckt ein Becher Glühwein (vin chaud) besonders gut. Ich habe ein paar Impressionen zusammengestellt, die man bei einem mehrtägigen Aufenthalt in Paris in der Vorweihnachtszeit auf keinen Fall verpassen sollte.

Auf geht‘s zu einem Rundgang durch das vorweihnachtliche Paris – ein unvergessliches Erlebnis!

In der Weihnachtszeit, wenn die schönsten Bauwerke der Stadt festlich illuminiert sind, ist Paris noch eindrucksvoller als sonst.  Fast jeder Ort hat etwas zu bieten: von der Eislaufbahn am Eiffelturm über das Kinderkarussell und das Riesenrad an der Place de la Concorde bis zu den Weihnachtsmärkten, die allerorten die Straßen säumen.  Elegante Lichter und schöner Festschmuck zieren nicht nur über 130 Straßen, sondern ebenso die großen Kaufhäuser.

Riesenrad an der Place de la Concorde

Riesenrad an der Place de la Concorde

Wir beginnen an der schönsten Allee der Welt. Die Champs Elysées erstrahlen von der Place de l‘Etoile bis zur Place de la Concorde in weihnachtlicher Beleuchtung. In diesem Jahr werden sogar rund 200 Bäume entlang der Allee festlich funkeln, wie ich gelesen habe. Außerdem findet man rings um die Champs Elysées über 200 Holzbuden.  Übrigens: Wussten Sie schon, dass die Tradition der Weihnachtsmärkte bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht, als im Elsass die ersten Märkte dieser Art stattfanden? Als Nächstes besuchen wir die Place Vendôme, deren magische Illumination jeden Besucher in ihren Bann zieht. Zur Weihnachtszeit ist dieser elegante Platz stets stimmungsvoll beleuchtet. Es lohnt sich also, innezuhalten und die prachtvolle Architektur zu bestaunen! Weiter geht‘s zur Avenue Montaigne, die für ihre Luxusboutiquen und vornehmen Häuser bekannt ist.

Hier sollten Sie sich einmal zum Eiffelturm umdrehen … ja, genau, so nah ist er!

Eiffelturm in Paris

Eiffelturm

Im Weihnachtsdorf auf dem Champ de Mars kann man direkt unterm Eiffelturm Schlittschuh laufen – genauer gesagt in 57 Metern Höhe auf der ersten Aussichtsplattform. Dieser Ort erfreut sich daher vor allem bei Kindern größter Beliebtheit. Und während sich die Kleinen auf dem Eis austoben, können die Erwachsenen den herrlichen Ausblick auf die Seine genießen. An vielen Holzbuden kann man hier auch hervorragende regionale Produkte und Geschenke für die Bescherung erstehen.

Die nächste Etappe unseres Rundgangs ist die Opéra Garnier in der Nähe der berühmtesten Pariser Kaufhäuser, die jeden Winter mit fantasievoll gestalteten Schaufenstern und schönen Dekorationen das Auge erfreuen, darunter das Printemps Haussmann, das Bazar de l’Hôtel de Ville und viele mehr.

Unbedingt besuchen sollte man dieses Jahr die Galeries Lafayette, die mit einer besonders originellen Weihnachtsdekoration aufwarten – meiner Meinung nach ein Spiegelbild von Paris. Der diesjährige Weihnachtsbaum ist der imposanteste, den es in den Galeries Lafayette je zu sehen gab.  Schon beim Betreten des Kaufhauses sieht man, wie sich der riesige Baum unter der Glaskuppel bewegt – genau genommen sind es zahllose witzige gold-, türkis-, violett- und rosafarbene „Gebäckstücke“, die auf und ab „tanzen“. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!

Weihnachtsbaum in der Galerie Lafayette

Weihnachtsbaum in dee Galerie Lafayette

Französische Weihnachtstraditionen

In nahezu jedem französischen Haushalt findet man zu dieser Jahreszeit eine Krippenszene. Das Weihnachtessen heißt réveillon de Noël und wird am 24. Dezember verspeist. Wie sieht ein französisches Heiligabendmenü aus?

Auf der Speisekarte stehen Austern, Hummer und Krabben. Als Entrée werden Stopfleber (foie gras) und Brot gereicht, dazu ein lieblicher Wein. Zum ersten Gang gehören auch Schnecken (escargots) und Jakobsmuscheln (coquilles Saint-Jacques). Außerdem werden am Tisch verschiedene Arten Geflügel oder Wildgeflügel serviert. Darauf folgt eine Käseplatte und schließlich das berühmte Weihnachtsgebäck bûche de Noël. Auf keiner französischen Weihnachtstafel fehlen darf selbstverständlich spritziger Champagner. Übrigens, wie spät ist es jetzt?  Es ist bereits der erste Weihnachtsfeiertag, etwa 3 Uhr morgens – die Zeit, zu der sich die Franzosen „Joyeux Noël“ – frohe Weihnachten – wünschen.

Am Heiligabend warten die Kinder in Frankreich darauf, dass der Père Noël, wie der Weihnachtsmann dort heißt, ihre Schuhe mit Geschenken füllt. Viele Pariser gehen abends in die Kathedrale Notre-Dame oder die Kirche La Madeleine, um Weihnachtslieder zu hören. Wenn sie wieder nach Hause kommen, hat Père Noël bereits die Geschenke unter den Baum gelegt. Am Morgen bekommen die Kinder noch Süßigkeiten und kleine Spielzeuge, die am Baum aufgehängt wurden.

Und wie feiert MANN+HUMMEL Frankreich in Paris Weihnachten? Auch wir haben wie jedes Jahr einen eigenen Weihnachtsbaum, sogar in unseren Unternehmensfarben!

Tannenbaum von MANN-FILTER