Die Feinstaubbelastung in ChinaAls Chinesin bin ich, so wie viele meiner Landsleute, besorgt über die Feinstaubbelastung in meinem Land. Erst kürzlich war das Problem in den nördlichen Landesteilen sowie in der Hauptstadt Peking so groß, dass weltweit in den Medien darüber berichtet wurde.

Feinstaubbelastung in China

Freunde von mir leben in Peking. Ich habe mit ihnen telefoniert, da ich mir Sorgen um ihre Gesundheit machte. Ich fragte, wie sie sich schützen und mit der Situation umgehen. Doch meine Freunde sind sehr pragmatisch und vermeiden es, bei Smog vor die Tür zu gehen, wenn es nicht absolut notwendig ist. Darüber hinaus tragen sie spezielle Schutzmasken und versuchen, durch Training im Fitnessstudio ihr Immunsystem zu stärken.

Feinstaubbelastung-ShanghaiMittlerweile haben wir die Feinstaubbelastung auch hier in Shanghai. Es tritt, im Gegensatz zu den nördlichen Landesteilen aber nur im Winter und Frühjahr auf. Manchmal ist die Luft zäh wie Nebel. Man riecht nichts, kann die Verschmutzung aber mit bloßem Auge sehen.

Die hiesige Umweltschutzbehörde ist mittlerweile dazu übergegangen, die lokalen Feinstaubwerte zu veröffentlichen, damit sich die Menschen auf höhere Belastungen einstellen und beispielsweise spezielle Masken tragen können. Steigen die Werte zu stark an, dürfen Schulkinder auch nicht mehr im Hof spielen.

Aktionsplan gegen die Feinstaubbelastung

Vor kurzem hat unsere Regierung einen Aktionsplan vorgestellt, um die Luftverschmutzung einzudämmen. In Peking durften an einigen Tagen nur Fahrzeuge mit einer bestimmten Kennzeichenkombination fahren. Zudem nutzen immer mehr Menschen öffentliche Transportmittel, fahren also mit Bus und Bahn umweltfreundlich zur Arbeit. Selbst beim chinesischen Frühlingsfest wurden dieses Jahr deutlich weniger Feuerwerkskörper abgeschossen, um die Luftqualität nicht noch stärker zu beeinträchtigen. Auch die Privatwirtschaft und die Industrie arbeiten mittlerweile aktiv an Lösungen und innovativen Technologien, um das Feinstaubproblem in den Griff zu bekommen.

Technology Innovation Award

Unser neuer Feinstaubinnenraumfilter reduziert die Belastung im Fahrzeug um bis zu 90 Prozent im Bereich von 0,3 bis 2,5 Mikrometer. Diese Technologie haben wir der chinesischen Öffentlichkeit und den Medien bereits im letzten Jahr vorgestellt und dafür große Resonanz erhalten.

Vor allem Partikel deren Durchmesser geringer ist als 2,5 Mikrometer gelten als potentiell gefährlich, da sie tief in die Lunge eindringen und in den Blutkreislauf gelangen können.

Unsere Innenraumfilter sind deutlich effizienter

Unser neuer Innenraumfilter schützt die Fahrzeuginsassen vor den „hidden killers“. Stündlich gelangen über das Lüftungssystem eines Autos bis zu 540.000 Liter Außenluft in die Fahrgastzelle. Verglichen mit Filtersystemen anderer Hersteller in China, reduziert unser Filter die Feinstaubbelastung deutlich schneller und effizienter.

Als Teil der MANN+HUMMEL Familie bin ich sehr stolz darauf, dass unsere Technologie für saubere Luft im Auto sorgt. Ich hoffe, dass noch mehr Chinesen von unseren Anstrengungen profitieren werden.

Aufgrund der starken Luftverschmutzung trug London zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts den Beinamen „Stadt des Nebels“ – heutzutage hat die Metropole das Problem längst überwunden. Ich hoffe, dass wir von London lernen und die frische Luft zurück nach China bringen.