In meiner Blogserie „Was macht eigentlich…?“ stelle ich (Arne Bauer) Berufsbilder bei MANN+HUMMEL vor. Als „rasender Reporter“ schaue ich den Mitarbeitern an den deutschen Standorten über die Schulter. Block und Fotoapparat im Gepäck, begleitete ich in Speyer Markus Scheerle, der als Werkleiter große Verantwortung trägt und immer ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter hat.

Werkleiter Scheerle im Gespräch

Was macht eigentlich der Werkleiter in Speyer?

Mit schnellen Schritten erklimmt Markus Scheerle die wenigen Stahlstufen zum Eingang der Produktionshalle und betritt den ersten Produktionsbereich. „Optimal aufgeräumt“, lobt er Andreas Christ, der ihm morgens in der Regel als erster begegnet. Auf seiner Runde schüttelt Scheerle viele Hände, der intensive Austausch ist dem Werkleiter enorm wichtig. Nicht nur, um sich persönlich einen Überblick zu verschaffen, sondern auch, um den Mitarbeitern seine Wertschätzung auszudrücken: „Der Grundstein des Unternehmenserfolges wird hier in der Produktion gelegt.“

Ein herzlicher Handschlag mit dem Werkleiter

Schon beim Aussteigen aus dem Auto auf dem Parkplatz beginnt die Arbeit für den Werkleiter. Mit einem Blick in Richtung Wareneingangsbereich prüft Scheerle, ob die Wege frei sind und die Arbeitssicherheit gewährleistet ist. „Wir sind seit über 400 Tagen unfallfrei“, informiert er stolz. Markierungen auf dem Boden wie Gehwege und Zebrastreifen steuern die Mitarbeiter. Scheerle: „Unser Anspruch muss sein, dass die Leute morgens gesund kommen und abends gesund wieder heimgehen können.“

Das Ziel: Beste Arbeitsbedingungen

Die stetige Verbesserung der Arbeitsbedingungen liegt dem Werkleiter am Herzen. Regelmäßig lässt er sich von Frank Reichert über alles informieren, was in dessen Bereichen Health, Environment & Safety anfällt. Auch für den Austausch mit dem Betriebsrat nimmt sich Scheerle viel Zeit. Als Werkleiter will er die MANN+HUMMEL Kultur leben, ansprechbar sein und zuhören: „Ich will, dass sich jeder einbringen kann.“ Über 1.400 Vorschläge für Verbesserungen im Werk im vergangenen Jahr zeugen vom Erfolg dieses Anspruches.

Als Werkleiter hat man viele Aufgaben

Beim Werkleiter laufen die Fäden zusammen

Die DOM-Runde (Daily Operations Meeting) am Vormittag ist für den Werkleiter ein wichtiges Instrument. Elf Führungskräfte scharen sich um einen Stehtisch, alle wichtigen Kennzahlen und Vorgänge kommen auf den Tisch. „Wir müssen morgen verstehen, warum wir hier abweichen“, macht Scheerle klare Ansagen. Bei ihm laufen die Fäden zusammen, er gewichtet die Themen und legt den Finger in die Wunden. Denn seiner Verantwortung als Werkleiter ist er sich bewusst: „Ich sehe meine Aufgabe darin, ein Umfeld zu schaffen, indem hier mehrere hundert Leute einen sicheren Arbeitsplatz haben.“

Als Leiter des Produktionswerkes in Speyer ist Scheerle Mitglied im Leitungsteam für den Geschäftsbereich Industriefiltration. Gemeinsam mit Eveline Ticoalu (Finance & Controlling Geschäftsbereich IF)  bereitet er deshalb eine Präsentation zur Liefersituation und Bestandsentwicklung weltweilt vor. Hinter ihm an der Bürowand hängen massenhaft Diagramme und Tabellen. Kaum verlässt Frau Ticoalu das Büro, tritt auch schon Logistikleiter Jean-Marc Erieau über die Schwelle – zur Vorplanung eines Logistiktermins.

In der Welt der Zahlen

Gemeinsam mit Controller Gabriel Cil taucht Scheerle wenig später tief in die Welt der Zahlen ein, um Ineffizienzen des vergangenen Monats aufzuspüren. Nach Diskussionen über Leistung, Umsatz, Personalkosten, Verkaufskosten und Berechnungsmethoden zieht Cil ein positives Fazit: „Ich denke, wir haben einen guten Job gemacht.“ Auch die Leistungen der einzelnen Produktionsbereiche prüfen die beiden kritisch. Scheerle: „Wir müssen verstehen, warum eine Leistung nach oben oder nach unten geht.“

Werkleiter Markus Scheerle im Gespräch

Seit über 30 Jahren ist Scheerle MANN+HUMMLER und macht keinen Hehl aus seiner Meinung: „Ich finde, MANN+HUMMEL ist eine geile Company.“ Die Größe und Internationalität auf der einen, die sympathische Atmosphäre und Nähe auf der anderen Seite haben es ihm angetan: „China, Mexiko, Singapur – wir können unseren Mitarbeitern globale Herausforderungen anbieten. Und wenn ich heute Unterstützung benötige, bekomme ich morgen einen Termin bei der Geschäftsführung.“ Von der Bewältigung von Alltagsproblemen über die stetige Verbesserung der Arbeitsbedingungen  bis hin zur Wirtschaftlichkeit – als Werkleiter bringt Scheerle alles unter einen Hut. Nicht selten steht das weiße Auto mit seinem Kennzeichen deshalb von früh bis spät vor dem Firmengebäude.