埃琳娜-diese 3 Zeichen stellen in chinesischer Schrift meinen Vornamen dar. Das war eines der ersten von vielen interessanten Dingen die ich lernte, als ich Ende Juni in Singapur ankam, um dort im Rahmen meines dualen Studiums bei MANN+HUMMEL zwei Monate zu leben und zu arbeiten.

Während Auslandspraktikum mit Delfinen schwimmen

Mit Delfinen schwimmen – ein Traum wurde wahr

Und es sollte nicht das Letzte gewesen sein: Singapur hat 5 Millionen Einwohner. 75% von ihnen sind Chinesen, die restlichen 25% setzen sich aus vielen verschiedenen ethnischen Gruppen zusammen (hauptsächlich Malaien und Inder aber auch 1,2 Millionen Gastarbeiter und Ausländer anderer Herkunft). Außerdem hat der Stadtstaat vier offizielle Amtssprachen (Englisch, Chinesisch, Malaiisch und Indisch). Hier zu wohnen vermittelt einem ein Gefühl der Internationalität, wie ich es selten irgendwo anders erlebt habe.

Elena Kösters Auslandspraktikum

Kultur kennen lernen im Auslandspraktikum

Während meiner acht Wochen habe ich die Möglichkeit, bei einer Kollegin zu wohnen. Das ist auf viele Arten von Vorteil. Sie gibt mir immer wieder gute Tipps, wie ich meine Zeit hier bestmöglich nutzen kann. Zum anderen bekomme ich einen guten Einblick in die Lebensweise eines typischen „Singapurers“ (so heißt es tatsächlich!). Was mich dabei besonders fasziniert ist, dass die wenigsten von ihnen regelmäßig kochen. Jede Häusergruppe hat hier ihren eigenen FoodCourt zusätzlich zu den FoodCourts in den unzähligen Shopping Malls. Die verschiedenen Gerichte dort sind so billig (ca. 2€), dass es sich gerade für Alleinstehende oder Paare kaum lohnt, selbst zu kochen. Außerdem sind die Singapurer eines der diszipliniertesten Völker, die ich bis jetzt kennen gelernt habe. Wenn man hier auf die S-Bahn wartet, stehen alle in Reih und Glied hintereinander und ohne Gedrängel werden zuerst alle Fahrgäste rausgelassen, bevor man selbst einsteigt. Das funktioniert sogar in der Rush Hour.

Kulinarische Blickwinkel

Meine Kollegen hier haben mich mit einer Herzlichkeit empfangen, wie man sie sich größer nicht wünschen kann! Ich wurde sofort in eine kleine „Lunch Gruppe“ miteinbezogen –  auf diese Weise lernte ich schnell alle möglichen typischen  Speisen und Getränke kennen, da es sich keiner nehmen ließ, mir zu jedem Lunch ein besonderes Gericht zu empfehlen oder mir ein kleines Dessert zu spendieren. Ich war überrascht, wie gut mir das Essen schmeckte!

Familie während Auslandspraktikum

Meine Arbeitszeiten sind ähnlich wie in Deutschland, nur etwas nach hinten verschoben. Wir starten hier zwischen halb neun und neun und arbeiten bis halb sechs/sechs Uhr. Meine Aufgaben belaufen sich auf verschiedene unterstützende Tätigkeiten für  „Finance Controlling Asia-Pacific“, aber auch auf einige selbstständige Arbeiten. Unteranderem habe ich in den ersten Wochen ein Training organisiert und dieses dann auch gehalten.

Singapur ist eine Stadt, die sehr auf Besucher ausgelegt ist, daher ist es wirklich einfach, sich die Zeit zu vertreiben. Da es am Äquator aber schon um acht Uhr komplett dunkel ist, fallen die Wochentage für touristische Aktivitäten meistens flach (ein Besuch am Pool ist bei konstanten 32° aber allemal drin). Dafür habe ich die Wochenenden aber sehr gut ausgenutzt. Auf der Freizeitinsel Sentosa kann man unter anderem mit Delfinen schwimmen – diese Möglichkeit konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, da das schon seit jeher ein großer Traum von mir ist! Außerdem nutzte ich ein verlängertes Wochenende, um die Hauptstadt Malaysias – Kuala Lumpur – zu besuchen. Es hat sich wirklich gelohnt, da auch diese Stadt sehr viel zu bieten hat.

Über die Hälfte meiner Zeit hier ist schon wieder rum und wie so oft wenn man sich wohl fühlt, geht es viel zu schnell. Ich habe noch drei Wochen übrig und habe vor, diese wirklich komplett auszunutzen.  Was ich aber jetzt schon sagen kann ist, dass ich nach Ende meines Praktikums wiederkommen werde! Jeder der die Chance hat, sollte Singapur unbedingt ein paar Tage seiner Zeit widmen. Die Stadt wird es einem danken! 😉