Wenn ich heute zurückblicke kommt es mir so vor, als wären die letzten drei Jahre wie im Flug vergangen. Vor drei Jahren habe ich bei MANN+HUMMEL meine Ausbildung zum Mechatroniker begonnen und seitdem ist viel passiert. Aber vielleicht sollte ich ganz von vorne beginnen und erstmal erklären, wie ich überhaupt bei MANN+HUMMEL gelandet bin.

Berufswunsch Mechatroniker

Mir war schon relativ früh klar, dass ich später einmal etwas mit Mechatronik machen möchte. Schon als kleiner Junge habe ich regelmäßig mit meinem Onkel an Traktoren und Autos herumgeschraubt und spätestens, nachdem ich in der Oberstufe an dem Programm SIA (Schüler-Ingenieur-Akademie) von BBQ teilgenommen habe, wusste ich wo die Reise hingehen soll. Allerdings fasste ich nach dem Abitur erst einmal ein duales Studium ins Auge und bekam auch einen Platz bei einem Betrieb in Bad Cannstatt. Leider musste ich feststellen, dass mir das Studieren nicht besonders gut lag, da der Lernstoff häufig nicht allzu viel mit den praktischen Aufgaben im Betrieb gemein hatte und ich mir die Inhalte so nicht gut aneignen konnte. Im dritten Semester entschied ich mich deshalb dazu auf eine Ausbildung zum Mechatroniker umzusatteln und hatte das Glück in das Ausbildungsprogramm von MANN+HUMMEL aufgenommen zu werden, da ich gerne bei einem Autozulieferer bleiben wollte.

Drei Jahre Vollgas

Da die Ausbildung für mich wie eine zweite Chance war, wollte ich von Anfang an Gas geben, um einen guten Abschluss zu bekommen und die Ausbildung auch als Karrieresprungbrett nutzen zu können. Ich wollte mir einen großen Wissensschatz aneignen und setzte mir das Ziel mich für ein Stipendium der IHK zu qualifizieren. Doch auch in einer Ausbildung begegnet man natürlich so mancher Herausforderung.

Tochterunternehmen

Dazu gehörte beispielsweise ein Projekt, für das wir von MICRODYN-NADIR, der MANN+HUMMEL Marke für Wasserfiltration, beauftragt wurden. Am Standort in Wiesbaden wurden zwei Azubis gebraucht, die bei der Instandhaltung der Maschinen unterstützen sollten. Das hört sich zunächst nicht weiter schwierig an, allerdings war es für meinen Kollegen und mich eine enorme Umstellung. MICRODYN-NADIR beschäftigt in Wiesbaden ca. 100 Mitarbeiter und hat damit ganz andere Prozessabläufe und Unternehmensstrukturen als wir bei MANN+HUMMEL in Ludwigsburg. Dort war auch öfter mal ein wenig Improvisationstalent gefragt. Das war allerdings auch eine Erfahrung, die uns viel gebracht hat und durch die wir einen Einblick in ein anderes Unternehmensumfeld bekommen haben.

Am Ende gab es jedenfalls kein Hindernis, das nicht überwunden werden konnte und am meisten in Erinnerung geblieben sind mir auch die schönsten Momente während meiner Ausbildungszeit.

Ein erfolgreicher Ausbildungsabschluss

Ausbildung bei MANN+HUMMEL

Es war ein tolles Gefühl alle Prüfungen bestanden zu haben und für meine Leistungen auch noch von der IHK und der Carl Schaefer Schule ausgezeichnet zu werden. Immerhin hatte ich im Theorieteil sogar gedacht, ich hätte es ziemlich „versemmelt“, auf gut deutsch. Ich muss sagen ich war schon ein bisschen stolz, als ich für den besten Abschluss in meiner Ausbildungskategorie einen Preis und eine Urkunde erhielt und somit das Ziel, das ich mir im ersten Ausbildungsjahr in den Kopf gesetzt hatte auch tatsächlich erreichen konnte. Mit meinem Notenschnitt konnte ich mich sogar für das angestrebte Stipendium der IHK bewerben, bei dem die Auswahl der Stipendiaten allerdings noch offen steht.

Ein Blick in die Zukunft

Nach dieser aufregenden Zeit bin ich froh zunächst bei MANN+HUMMEL bleiben zu können und mich in der zentralen Prüftechnik um die Instandhaltung und Wartung der Prüfstände zu kümmern. Auf meiner To-Do-Liste steht jetzt auf jeden Fall erst mal Berufserfahrung zu sammeln und mein Wissen zu erweitern. Es gibt viele Weiterbildungsmaßnahmen, denen ich nachgehen kann und daraus möchte ich so viel wie möglich mitnehmen. Denn man lernt nie aus!