Heute möchte ich Ihnen einmal vorstellen, was es eigentlich heißt, ein „Ausbildungsleiter“ für alle Auszubildenden – technisch wie kaufmännisch – zu sein. Denn diese Tätigkeit umfasst weit mehr als die Arbeit mit den Auszubildenden und Studenten: Personalbetreuung, Kontaktpflege, Bewerbermarketing, Budgetverantwortung, Öffentlichkeitsarbeit und immer mehr auch die Rolle eines Coaches sind nur ein paar Beispiele.

Für uns als globales Unternehmen ist es wichtig, unsere Auszubildenden und dualen Studenten optimal auf das Arbeitsleben vorzubereiten und ihnen einen perfekten Einstieg in ihre Berufslaufbahn zu bieten. An dieser Stelle fungiere ich als Vermittler, der die Anforderungen von MANN+HUMMEL als Arbeitgeber an die Ausbildung zielgerichtet umsetzt und umgekehrt auch die Erwartungen und Bedürfnisse der Azubis aufgreift. Im Rahmen der Ausbildung vermittle ich nicht nur fachliches Wissen, sondern auch die Kernkompetenzen für den späteren Erfolg im Berufsleben – basierend auf meinen eigenen Erfahrungen und meinen Fähigkeiten.

Der Ansprechpartner bei der Arbeit

Zu meinen Auszubildenden habe ich ein enges und professionelles Verhältnis, welches auf gegenseitigem Vertrauen aufbaut. Sie wissen, dass sie jederzeit mit Problemen und Fragen zu mir kommen können – meine Tür steht immer offen. Und das, obwohl ich noch gar nicht lange in dieser Position tätig bin. Dazu trägt natürlich auch bei, dass ich vom ersten Tag des ersten Lehrjahres an mit allen eng zusammenarbeite und mich für ihre Fragen und Ideen interessiere. Das finde ich wichtig, um unser Vertrauensverhältnis von Anfang an zu stärken und den entsprechenden Teamgeist aufzubauen. Meine Schützlinge sollen Spaß an der Ausbildung haben und immer auf mich zugehen können – egal worum es geht. Dies ist für mich die Voraussetzung für herausragende Leistungen im Betrieb und in der Berufs- beziehungsweise Hochschule.

Dazu muss ich natürlich für meine Azubis ständig erreichbar sein. Deshalb war es uns wichtig, dass bei uns in Marklkofen alle Azubis eine eigene Emailadresse haben. Um die Kontaktaufnahme noch leichter zu machen, haben wir uns überlegt, wie Jugendliche untereinander kommunizieren – und natürlich ist das Handy immer und überall mit dabei. Deshalb können sie sich auch einfach per SMS oder über Whatsapp bei mir und den Ausbildern melden. Egal wann, ob am Wochenende oder am Abend, wir sind immer für unsere Azubis da. Für besondere Projekte, wie den Azubiaustausch zwischen Marklkofen und Ludwigsburg, eröffnen wir eine gemeinsame Whatsapp-Gruppe, die immer sehr gut angenommen wird. Zum Ausbildungsbeginn 2015 haben wir erstmals von Anfang an eine Informationsgruppe bei Whatsapp gegründet, in der die Ausbilder und ich über wichtige Termine und Neuigkeiten informieren.

Zentrale Stelle für alle Angelegenheiten

Zu dieser durchgehenden Betreuung der Auszubildenden und Studenten kommen die anderen Pflichten eines Ausbildungsleiters. Vor allem: die Organisation und Koordination von Personal und Ressourcen. Ich möchte Ihnen das einmal ganz einfach am Beispiel der Bewerbungs- und Einstellungsphase erklären: Alles beginnt damit, die Stellenausschreibungen zu erstellen und zu überarbeiten – und sie schließlich auf den Bewerberportalen zu veröffentlichen. Dazu gehört natürlich auch die Öffentlichkeitsarbeit, sowohl ganz klassisch, als auch im Bereich Social Media – denn es ist für mich eminent wichtig, wie man potentielle Bewerber erreicht und sie für MANN+HUMMEL begeistern kann. Anschließend folgt das Bewerbermanagement mit Einstellungsverfahren, Gesprächen und Auswahltests.

Um nur eine Zahl zu nennen: Für unsere 26 Ausbildungsplätze in Marklkofen führe ich bis zu  100 Bewerbungsgespräche. Bis die neuen Auszubildenden dann schließlich bei uns anfangen, ist noch einiges an Arbeit nötig, denn ich bin die Schnittstelle zu unserer HR Services Abteilung – das heißt, ich unterstütze auch bei organisatorischen Fragen. Wenn es dann endlich soweit ist, geht es für die neuen Auszubildenden mit der Einführungswoche los. Für mich heißt das: Ruhe bewahren und den Überblick nicht verlieren, denn wenn die neuen Auszubildenden zum Ausbildungsbeginn am 01. September da sind, koordiniere ich bis zu 90 Personen in unserer Ausbildungsabteilung und den Versetzungsstellen Danach geht es dann direkt weiter mit der Koordination der Auszubildenden und Studenten sowie dem Aufstellen der Ausbildungspläne. Dabei müssen natürlich sämtliche Termine wie Events, interne Schulungen, die Berufsschule und Prüfungen berücksichtigt werden – und idealerweise auch die individuellen Wünsche der jungen Menschen.

In meinen Aufgabenbereich fällt auch, als Ansprechpartner für die internen Fachbereiche da zu sein und sie bei allen Themen, die die Ausbildung betreffen, zu unterstützen. Dazu gehört beispielsweise die Koordination interner Schulungen. Manchmal holen wir auch externe Partner hinzu, die die Ausbildungsbeauftragten der Abteilungen für den Umgang mit Auszubildenden schulen. Ende des Jahres planen wir zum Beispiel eine Weiterbildung zum Thema „Arbeitsrecht für Ausbilder“, die von einem Juristen abgehalten wird.

Sie sehen, dass die Aufgaben eines Ausbildungsleiters einiges umfassen. Im zweiten Teil meines Blogbeitrags lesen Sie, wie wir durch Erfahrungsaustausch, Netzwerke und weltweite Standards unsere Ausbildung kontinuierlich optimieren.