Mein Name ist Luca Landenhammer und ich bin dualer Student des Wirtschaftsingenieurwesens mit der Fachrichtung Maschinenbau bei MANN+HUMMEL und an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

Ein duales Studium bei MANN+HUMMEL bedeutet nicht nur viel Praxiserfahrung in verschiedenen Abteilungen zu sammeln, spannende Projekte durchzuführen und mit viel Eigenverantwortung arbeiten zu können, sondern beinhaltet häufig auch ein Auslandspraktikum.

Diese Chance wollte ich unbedingt nutzen – deshalb habe ich für zwei Monate das tschechische MANN+HUMMEL Werk in der Nähe der Stadt Třebíč (gesprochen: Trebitsch) unterstützt.

MANN+HUMMEL Tschechien - Okrisky

Zusammenarbeit steht im Fokus

Die Abteilung, in der ich während meines Praktikums eingesetzt wurde, heißt „Projektmanagement Serienbetreuung“. Dort werden technische Änderungen begleitet oder der Lebenszyklus eines Produkts analysiert. In den acht Wochen begleitete ich ein Rationalisierungsprojekt an der Serienfertigung eines Kunden. Zunächst sammelten wir im Team Ideen und bewerteten diese nach bestimmten Kriterien. Der nächste Schritt war der Start der technischen Änderungen im internen System. Nach dem Durchlaufen verschiedener Phasen ist das Ergebnis letztendlich die Kalkulation der Einsparung. Diese Kalkulation ist für den Vertrieb die Basis für die Erstellung des Angebots.

Besonders Spaß gemacht haben mir die Teamsitzungen, in denen wichtige Schritte abgestimmt und Aufgaben verteilt wurden. Die Arbeitssprache variierte zwischen Deutsch, Englisch und Tschechisch. Einige Mitarbeiter sprechen Englisch, andere wiederum Deutsch. Mit einem Mix aus allen drei Sprachen kommt man in der Regel gut klar.

Von der schwäbischen Metropole in die tschechische Kleinstadt

Während meines Auslandsaufenthalts habe ich für zwei Monate in einem Apartment direkt im Zentrum von Trebic gelebt. Die Stadt ist nicht besonders groß; um einen zentralen Platz herum gibt es dort viele kleinere Läden. Größere Supermärkte und ein Einkaufszentrum findet man Luca Landenhammer Pragaußerhalb der Stadt. Wenn man es gewohnt ist, in einer Großstadt wie Stuttgart zu leben, ist das schon eine Umstellung. Jedoch kann man in Trebic viele schöne Orte entdecken, wie zum Beispiel den Weg am Fluss Jihlava oder den Park in der Nähe der Basilika (Unesco-Welterbe).

Das Leben in einer kleineren Stadt hat mir tatsächlich ganz gut gefallen. In Trebic gibt es einige nette Restaurants oder Bars, in denen man den Feierabend genießen kann. Auch sehr empfehlenswert sind die Städte Prag, Brünn und Pilsen. Es gibt jeweils viele Sehenswürdigkeiten und dank der Tipps der Kollegen konnte man auch Plätze finden, die nicht direkt am Touristenstrom liegen. Beispielsweise das „Naplavka“ in Prag, das ist eine Straße direkt am Fluss, in der es mehrere schöne Bars und Restaurants gibt.

Um in Tschechien mobil zu sein und die Umgebung erkunden zu können, fuhr ich in der zweiten Woche mit meinem Privatauto nach Tschechien. An meinem ersten Tag hatte mein Chef Tiago Da Silva, der aus der Nähe von Ludwigsburg kommt, mich um 4 Uhr morgens mit in Richtung Tschechien genommen.

Die Menschen in Tschechien haben mir die Umstellung leicht gemacht. Was mir gleich zu Beginn aufgefallen ist, ist ihre warme und gastfreundliche Art. Die Kollegen vor Ort nahmen mich mit offenen Armen in das Team auf.
Eine Besonderheit ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Wenn ein Mitarbeiter in einigem Abstand vor dir einen Raum betritt, wartet er immer auf dich und hält die Türe auf. Es ist zwar nur eine kleine Geste, jedoch erkannt man daran die nette Art der Menschen.

Mit Teamwork zum Erfolg

Wenn ich jetzt auf diese Zeit zurückblicke, kann ich sagen, dass mir diese Erfahrung sehr viel wert ist und wirklich Spaß gemacht hat. Es war zwar eine Herausforderung, ohne eine gemeinsame Sprache als Team zusammen zu arbeiten – letztendlich hat es aber toll funktioniert. Besonders spannend war deshalb auch der Moment, an dem wir die ersten Kalkulationen über mögliche Einsparpotentiale erhalten haben und an den Vertrieb weiterleiten konnten. Teamwork über nationale, kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg – ein echter Erflog!

Einen Auslandsaufenthalt würde ich jeden empfehlen, denn er hilft nicht nur im Berufsleben, sondern trägt auch zur persönlichen Entwicklung bei.

Vielen Dank nochmals an meine Kollegen, die mir mit einer überraschenden Abschiedsfeier und Geschenken wie einem Buch über Tschechien oder einem Poloshirt eine große Freude bereitet haben.

Luca Landenhammer Abschlussfeier