Hallo, mein Name ist Matthias Stöttner und ich bin Auszubildender bei MANN+HUMMEL im zweiten Lehrjahr. Mein Lehrberuf ist der des Industriemechanikers, d.h. ich mache alles, was mit Metall zu tun hat. Heute möchte ich euch über ein richtig cooles Projekt berichten, dass wir Azubis aus Marklkofen mit den Azubis aus den anderen MANN+HUMMEL-Standorten in Deutschland zusammen durchführen.

Ihr müsst euch das so vorstellen: Das Azubiprojekt war ein Vorschlag unserer Ausbilder. Die Ausbildungsleiter der sechs Standorte treffen sich regelmäßig – und bei einem dieser Treffen hatten sie die Idee, dass die Azubis von MANN+HUMMEL in Deutschland ein Projekt miteinander machen könnten – und zwar übergreifend über alle sechs Standorte. Das heißt, wir teilen die Aufgaben unter uns auf, kommunizieren über Skype, M+H Connect und E-Mail und arbeiten gemeinsam an einem Ziel.

Matthias Stöttner

Feinstaubmesssensorik im Filtergehäuse

Die einzige inhaltliche Vorgabe war, dass unser Azubi-Projekt einen Bezug zu MANN+HUMMEL haben sollte. Was wir aber genau machen, konnten wir selbst entscheiden. Wir haben uns dann als erstes über Skype in Verbindung gesetzt und überlegt, was wir tun könnten. Und wer welche Rolle übernimmt. Momentan sind wir auf dem Trichter, dass wir etwas mit Feinstaubmessung und Luftqualität machen möchten. Am liebsten würden wir eine Feinstaubmesssensorik in ein Filtergehäuse von MANN+HUMMEL einbauen. Da gibt es vieles zu bedenken: Welche Messsensorik? Wie wird die programmiert? Wie bringt man sie im Filtergehäuse unter? Mittlerweile sind wir in der Planungsphase. Die Kollegen in Ludwigsburg testen bereits verschiedene Sensoren, die ihnen die Entwicklungsabteilung zur Verfügung stellt, und wir sind am basteln.

Unter den Azubis bin ich der Gesamtprojektverantwortliche für Deutschland. Meine Aufgabe ist es, die einzelnen Komponenten zu koordinieren. Außerdem bin ich der Ansprechpartner für die Projektverantwortlichen der anderen Standorte. Bis April war ich zwei bis drei Stunden täglich mit dem Projekt beschäftigt. Seitdem ich nicht mehr in der Ausbildungswerkstatt, sondern draußen im Werk im Einsatz bin, kann ich dem Projekt nicht mehr ganz so viel Zeit widmen. Deshalb haben wir ein paar Aufgaben verteilt.

Projektarbeit von Auszubildenden

Wir sind auf uns selbst gestellt

Am besten an dem Azubiprojekt finde ich, dass wir ganz auf uns gestellt sind. Wir dürfen alles selbst organisieren. Natürlich können wir uns an die Ausbilder wenden, wenn es Fragen oder Probleme gibt. Doch ansonsten wird uns freie Hand gelassen. Die Ausbilder vertrauen uns. Und wir haben finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekommen. Wenn ich Freunden davon erzähle, oder was ich aus der Berufsschule mitbekomme, scheint mir das ziemlich einmalig zu sein.

Durch das Azubi-Projekt kriege ich auch mit, was an den anderen MANN+HUMMEL-Standorten in Deutschland los ist. Welche Ausbildungsberufe es dort gibt und welche Produkte die einzelnen Werke herstellen. Hier in Marklkofen bilden wir vor allem Industriemechaniker und Mechatroniker aus, aber auch Elektroniker sind dabei. Ich mache die Ausbildung zum Industriemechaniker und bin im zweiten Lehrjahr. Die Ausbildung hier ist super. MANN+HUMMEL ist neben BMW der größte Industriebetrieb hier in der Gegend um Marklkofen. Das Unternehmen hat einen echt guten Ruf, was die Ausbildung betrifft. Die Stimmung hier ist sehr familiär. Jeder bietet Dir sofort das „Du“ an. Das fand ich schon während des Praktikums sehr beeindruckend, und es war mit einer der Gründe, warum MANN+HUMMEL meine erste Wahl bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle war.

Azubis recherchieren im Internet

Ich wollte schon immer etwas mit Metall machen. In den Ferien habe ich mir vor meiner Ausbildung im Metallbaubetrieb eines Bekannten etwas Taschengeld hinzuverdient. Industriemechaniker ist ein Metallberuf, bei dem mehr drin steckt als man denkt, zum Beispiel Pneumatik, was ich sehr interessant finde. Bei dem Azubi-Projekt kann jeder seine Stärken einbringen und Aufgaben übernehmen, die ihm liegen.