Seit Anfang 2018 führen die Auszubildenden bei MANN+HUMMEL parallel zu ihren „normalen“ Ausbildungsinhalten ein standortübergreifendes Projekt durch. Die Idee dazu hatten Nils Florian Kranich, Ausbilder in Ludwigsburg, und ich im Herbst vergangenen Jahres. Unser Ziel ist es, den standortübergreifenden Austausch von Erfahrungswerten bei unseren Azubis zu fördern.

Sensor

Im Rahmen des Onboarding- und Performance-Programms  von MANN+HUMMEL finden jeweils zu Beginn und während der Ausbildung drei standortübergreifende Module für unsere Lehrlinge statt. Im vergangenen September hatten Nils Kranich,  Ausbilder in Ludwigsburg, und ich am Rande der Veranstaltung über neue ausbildungs- und standortübergreifende Projekte gesprochen. In der Vergangenheit gab es schon das ein oder andere gemeinsame Projekt – und wir suchten nun nach einem weiterführenden Konzept für unsere Auszubildenden.

Unsere Grundidee war es, den standortübergreifenden Austausch von Erfahrungswerten bei unseren Azubis zu fördern. Die jungen Leute sollen früh mit dem Aufbau von Netzwerken beginnen – und dabei moderne Kommunikationskanäle wie Skype-Konferenzen oder unsere interne Teamplattform MH-Connect nutzen. Unsere einzige Vorgabe: Das Projekt muss mit MANN+HUMMEL zu tun haben.

junge Menschen arbeiten gemeinsam an einem Projekt

Wir haben unser Konzept dann den Ausbildern an den Standorten in Deutschland vorgestellt – und sind auf sehr gute Resonanz gestoßen. In der Vergangenheit gab es diese standortübergreifende Zusammenarbeit in Form von Azubi-Projekten nicht, und auch die kleineren Standorte, an denen Ausbildung stattfindet, hatten sehr großes Interesse. Die Auszubildenden sind zum Großteil gleich angesprungen, wobei die Teilnahme an dem Projekt freiwillig sein sollte. Aus dieser Idee haben unsere Azubis dann sehr selbständig ein eigenes Projekt entwickelt. Sie haben sich organisiert, über Skype kommuniziert, Ideen entwickelt, verworfen und weitergetrieben. Jeder Standort hat einen Projektverantwortlichen benannt. In Marklkofen ist das beispielsweise Matthias Stöttner, der hier schon über das Azubi-Projekt berichtete.

An Lösungen von morgen mitwirken

Projektidee der Azubis ist es, eine Feinstaubmess-Sensorik zu entwickeln und diese in eines der Standortüblichen Filtergehäuse von MANN+HUMMEL einzubauen. Damit arbeiten sie quasi an der Lösung aktueller Herausforderungen mit, denn die Feinstaubreduktion ist seit langem ein Innovationsprojekt von MANN+HUMMEL. Für die Auszubildenden hat dieses Projekt mehrere Vorteile: Sie lernen andere Standorte kennen. Sie sehen, wie die Ausbildung dort läuft, was es für Herausforderungen gibt und wie gearbeitet wird. Sie lernen, über den Tellerrand zu schauen! Damit legen sie die Grundlage dafür, an einen anderen Standort wechseln zu können, sollten sie später einmal Interesse daran haben. Sie werden unterm Strich flexibler und können sich nach ihrer Lehre ganz anders darstellen.

Als Ausbilder können wir diesen Prozess unser Azubis fördern. Wir können bei Fragen unterstützend eingreifen, ihnen bei der Entwicklung von Ideen unter die Arme greifen, sie mit Informationen versorgen oder Kontakte zu verschiedenen Abteilungen anbahnen. Wir können ihnen die Scheu nehmen, mit ausgewachsenen Ingenieuren und Technikern zu sprechen – und ihnen dabei helfen, sich zu behaupten. Sie sollen merken, dass wir alle Kollegen sind, die sie in ihrer Sache unterstützen.