Den gut ausgebildeten Fachkräften gehört die Zukunft. Das betrifft nicht nur MANN+HUMMEL, sondern die meisten Unternehmen in Europa. Am Standort Sonneberg in Südthüringen tragen wir unseren Teil dazu bei – mit Auszubildenden, die bestmöglich qualifiziert und auf die Arbeitswelt vorbereitet werden. Was ist dafür nötig? Der Blick über den Tellerrand und enge Bildungspartnerschaften.

Unsere Ausbildungsbilanz in Sonneberg kann sich sehen lassen: In den vergangenen zehn Jahren haben wir sieben Mal als Auszeichnung der IHK den „Bildungsfuchs“ für den besten Auszubildenden im jeweiligen Beruf in Südthüringen erhalten. 7 Mal wurden unsere Azubis „Schulbester“. 2014 haben wir im Rahmen des MuT-Preises (Mittelstand und Thüringen) der IHK Südthüringen den Sonderpreis „Fachkräfte sind Zukunft“ erhalten.

Schwerpunkt Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuktechnik

Diese guten Ergebnisse möchten wir fortsetzen. Anfang September 2015 haben neun junge Leute ihre Ausbildung zum Verfahrensmechaniker, Mechatroniker, Industrie- beziehungsweise Werkzeugmechaniker bei uns begonnen. Die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuktechnik bildet unseren Schwerpunkt. Die Grundausbildung findet in unserer hauseigenen Lehrwerkstatt statt. Hier führen die Azubis nicht nur Probearbeiten, sondern auch echte Kundenaufträge durch. Sie sollen früh, sprich schon im ersten Lehrjahr, Verantwortung übernehmen und sehen, dass die MANN+HUMMEL Werte auch in der Ausbildung gelebt werden.

Nach der Grundausbildung versetzen wir die jungen Leute in die Fachabteilungen, damit sie möglichst rasch in der Produktionswelt Fuß fassen. Dort werden sie von arbeitspädagogisch geschulten Facharbeitern angelernt und betreut. Wir arbeiten mit Versetzungsplänen, um zu gewährleisten, dass die Auszubildenden die für sie wichtigen Fachabteilungen durchlaufen. Dabei sollen die Jugendlichen auch in die Nachbarabteilungen rein schnuppern, um das Räderwerk bei MANN+HUMMEL kennenzulernen. Hier gehen wir bewusst über den gesetzlich geforderten Ausbildungsrahmenplan hinaus.

Als Ausbildungsleiter stehen Ralf Eichhorn und ich in engem Kontakt mit den Ausbildungsabteilungen, um möglichst früh mitzubekommen, wenn es bei einem Auszubildenden einmal nicht so rund läuft. In diesem Fall möchten wir frühzeitig unterstützend eingreifen, statt bis zur Prüfung zu warten und dann unter Umständen ein nicht so gutes Ergebnis zu haben. Unser Ziel ist es, unsere Auszubildenden optimal zu qualifizieren, sie auf die Prüfung und ihren späteren Arbeitsalltag bestmöglich vorzubereiten.

Austausch mit Bildungseinrichtungen

Dazu gehört nicht nur die engmaschige Betreuung der Jugendlichen, sondern auch der kontinuierliche Austausch mit den Institutionen, die an der Ausbildung beteiligt sind. In Sonneberg arbeiten wir eng mit einem überregionalen Ausbildungsträger, dem Sonneberger Ausbildungszentrum (SAZ), zusammen, der u.a.  Spezialisierungen und Zusatzlehrgänge anbietet. Darüber hinaus sitze ich als Vertreter von MANN+HUMMEL im Vorstand des Ausbildungsverbundes, unter dessen Dach über 100 Unternehmen sowie mehrere Bildungsträger, darunter auch das SAZ, zusammengefasst sind. Dank dieses bildungspolitischen Engagements sind wir als Ausbildungsbetrieb immer auf dem aktuellen Stand, was die Ausgestaltung der Lehrberufe angeht, und wissen auch, wie andere Unternehmen hier in der Region die Sache angehen.

Enge Kontakte pflegen wir auch zur IHK Südthüringen und zu den vier Berufsschulen in Sonneberg. Über die Mitwirkung in den IHK-Prüfungsausschüssen bleiben wir zum Beispiel am Ball, was die aktuelle Prüfungsvorbereitung und die Prüfungen selbst angeht. Von den Fachlehrern erfahren wir, wenn einer unserer Auszubildenden zum Beispiel Nachhilfe in Naturwissenschaft benötigt. Gegebenenfalls bieten wir auch ausbildungsbegleitende Hilfen während oder nach der Arbeitszeit an.

Anschlussvertrag bei gutem Ergebnis

MANN+HUMMEL bildet bedarfsorientiert aus. Bisher konnten wir jedem Auszubildenden, der ein gutes Ergebnis abgelegt hat, einen Anschlussvertrag anbieten. Das ist keine Übernahmegarantie, fördert jedoch die Zielstrebigkeit und Motivation der jungen Leute. Bestleistungen wie Schulbester oder „Bildungsfuchs“ werden bei uns zudem finanziell prämiert. Wir belohnen gute Leistungen aber auch durch gezielte berufliche Förderung.

Werbefotografie

Machen wir uns nichts vor: Der demografische Wandel findet statt, nicht nur in Südthüringen, sondern in ganz Deutschland. In Sonneberg beispielsweise sinkt die Zahl der Schulabgänger in Sonneberg kontinuierlich, gerade im für uns wichtigen Bereich der Realschule. Viele junge Leute zieht es zudem in die großen Ballungszentren. Daher bilden wir trotz Um- und Restrukturierungsmaßnahmen weiterhin auf hohem Niveau aus. Auch in 2016 werden wir wieder acht bis neun Auszubildende einstellen. Qualifizierte Fachleute haben bei uns immer eine Chance.