Angesichts des Mangels an ausgebildeten Formen- und Werkzeugbauern richtete MANN+HUMMEL Purolator 2015 in Fayetteville (North Carolina, USA) ein entsprechendes Ausbildungsprogramm ein. Das interne Programm ist auf vier Jahre angelegt und wird in Partnerschaft mit der Ausbildungsagentur des Bundesstaates North Carolina und dem örtlichen Community College für Erwachsenenbildung angeboten. Schulabsolventen können sich hier zum Formen- und Werkzeugbauergesellen ausbilden lassen.

Unser Ziel ist es, das Interesse junger Menschen an mechanischen, elektrischen und ingenieurstechnischen Berufen zu wecken. Das Ausbildungsprogramm bietet ihnen die Möglichkeit, eine Qualifikation zu erwerben und einen gut bezahlten Beruf zu erlernen, ohne sich für ein Studium hoch verschulden zu müssen. Als Koordinator der Partnerschaft arbeite ich eng mit den Behörden und dem örtlichen Ausbilder bzw. Mentor zusammen. Durch diese Zusammenarbeit gewährleisten wir, dass alle Programmkriterien und Ausbildungsvoraussetzungen erfüllt werden.

Derzeit nehmen sieben Auszubildende am Programm teil. Ich habe mit Ke’Monte Fisher (24) gesprochen, der derzeit sein drittes Lehrjahr absolviert, und ihn zu seinen bisherigen Erfahrungen befragt.

Wie haben Sie von dem Ausbildungsprogramm bei MANN+HUMMEL erfahren?

Ich habe als Zeitarbeiter bei MANN+HUMMEL in der Produktion gearbeitet, um mir etwas fürs College dazuzuverdienen. Dann sah ich den Flyer. Ich dachte, das wäre doch eine tolle Chance, meine Fähigkeiten zu verbessern und einen angesehenen Beruf zu erlernen. Außerdem war das Unternehmen bereit, für die Ausbildung zu zahlen, und ich sollte mehr Gehalt bekommen.

Wie schwer ist es, Berufsschule und Arbeit unter einen Hut zu bringen?

Die ersten zwei Jahre waren schwierig, haben sich aber gelohnt. Ich hatte morgens vier Stunden Unterricht am Community College, und dann arbeitete ich acht Stunden lang in der zweiten Schicht. Verteilt über fünf Tage die Woche, ist das ein ziemlich umfangreiches Programm. Außerdem hatte ich am Wochenende alle Hände voll mit schriftlichen Arbeiten und Hausaufgaben zu tun. Aber jetzt habe ich die Berufsschule hinter mir, dieses Jahr ist daher nicht so stressig. Ich muss noch ein paar Aufgaben und Projekte abarbeiten. Danach bekomme ich meinen Gesellenbrief und bin dann ein ausgebildeter Formen- und Werkzeugbauer.

Auszubildener in den USA

Wie viel Unterstützung bekommen Sie von Ihrem Mentor?

Mein Ausbilder bzw. Mentor ist mir eine große Hilfe. Durch die Kombination aus Theorie am College und Praxis in der Berufsausbildung lerne ich sehr viel. Mein Mentor zeigt mir, wie ich Gelerntes in konkreten Produktionsumgebungen anwenden kann. Zum Beispiel führe ich zurzeit praktische Wartungsarbeiten aus und stelle handwerklich Teile für Formen her.

Was gefällt Ihnen an der Ausbildung am besten?

Wie gesagt habe ich ursprünglich bei MANN+HUMMEL gearbeitet, um mir mein College-Studium zu finanzieren. Ich wollte Chemie als Hauptfach studieren. Aber die Aussichten auf einen riesigen Schuldenberg, um vier Jahre College-Studium und die Lebenshaltungskosten zu finanzieren, haben mich abgeschreckt. Die Berufsbildung heißt für mich, dass ich während des Studiums arbeiten und Geld verdienen kann. Das ist einfacher und angenehmer, da ich mich für meine Qualifikation nicht zusätzlich verschulden muss.

Welche Pläne haben Sie für die Zeit nach der Berufsausbildung?

Ausgebildete Formen- und Werkzeugbauer sind sehr gefragt. Obwohl mich MANN+HUMMEL nicht unter Druck setzt, nach meiner Ausbildung hierzubleiben, möchte ich meine Laufbahn gerne im Unternehmen fortsetzen. MANN+HUMMEL ist ein guter Arbeitgeber, und da einige meiner Kollegen in den Ruhestand gehen, sehe ich gute Chancen, mich hier erfolgreich weiterzuentwickeln.