Wenn ich Sie jetzt fragen würde, wo Sie große Teile Ihres Lebens verbringen, würde bei vielen Menschen die Antwort vermutlich lauten: An meinem Arbeitsplatz. Im Schnitt verbringt dort jeder Arbeitnehmer 1.400 Stunden im Jahr.

Sollte es da nicht selbstverständlich sein, dass dieser so ausgerichtet ist, dass er für Sie bestmögliche Arbeitsbedingungen bietet? Schließlich soll Ihr Arbeitsplatz Ihrer Gesundheit nicht schaden. Dabei ist es zunächst einmal egal, ob Sie einen Bürojob haben, in der Produktion arbeiten oder viel unterwegs sind. Das Ziel ist es, dass Sie auch in Zukunft gesund sind – oder sogar gesünder?  Genau zu diesem Zweck gibt es die sogenannte „betriebliche Gesundheitsförderung“.

Für mich ist Gesundheit kein Zustand, den man erreichen kann – Gesundheit ist vielmehr ein Prozess, für den es gilt, ein Leben lang einzutreten. Als Verantwortlicher der betrieblichen Gesundheitsförderung von MANN+HUMMEL Deutschland  sehe ich meine Aufgabe vor allem darin, die Mitarbeiter zum Thema Gesundheit bestmöglich zu informieren, zu sensibilisieren und zu motivieren. Dabei spornt mich vor allem meine eigene Gesundheit an. Ernährung, Bewegung und Entspannung sind für mich gleichermaßen für einen ausgewogenen Lebensstil wichtig. Deshalb trete ich aktiv für meine Gesundheit ein, treibe viel Sport und achte auf eine gesunde Ernährung.

Wozu braucht man eine betriebliche Gesundheitsförderung?

Die Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts ist durch einen tiefgreifenden Wandel gekennzeichnet – Arbeitsverdichtung, Stress, Fehlbelastungen im Beruf sowie körperliche und psychische Gesundheitsschäden machen eine Reaktion auf Seiten der Unternehmen nötig. Ich spreche hier von einer umfassenden Gesundheitsförderung durch den Arbeitgeber, die alle Faktoren einbezieht, um langfristig Gesundheit und Wohlbefinden der Arbeitnehmer zu gewährleisten und zu fördern.

MANN+HUMMEL tut dies schon länger mit konkreten Maßnahmen, etwa unseren Betriebssportgruppen, bei denen zum Beispiel Yoga, wandern oder Zumba angeboten wird, unseren jährlichen Gesundheitstagen und vielen weiteren Aktivitäten.

Nun gehen wir noch einen Schritt weiter: für die betriebliche Gesundheitsförderung haben wir in Kooperation mit HR, Personal- und Organisationsentwicklung sowie Employer Branding ein Konzept erarbeitet, das alle Maßnahmen und Tätigkeiten rund um das Thema betriebliche Gesundheitsförderung umfasst und einordnet, um eine deutschland- sowie langfristig auch weltweite Implementierung zu ermöglichen: das 5-Säulen-Modell „gesund@MANN+HUMMEL“ 

Das Säulenmodell „gesund@MANN+HUMMEL“

Die Grundidee zum Säulenmodell entstand aus der Überlegung heraus, an welcher Stelle sich die Interessen von uns als Unternehmen und unseren Mitarbeitern überschneiden. Gesundheit, Zufriedenheit und Motivation waren die Kernbegriffe.

Darauf aufbauend greifen die 5 Säulen des betrieblichen Gesundheitsmanagements von MANN+HUMMEL ineinander, um unter dem Dach „gesund@MANN+HUMMEL“ eine bestmögliche Stärkung und Aufrechterhaltung der Mitarbeitergesundheit zu erreichen.

Jeder Säule wurde ein entsprechender Säulenverantwortlicher zugeordnet – so bin ich zum Beispiel für die Säulen „gesund sein“ und „gesund bleiben“ verantwortlich, die ich Ihnen im Folgenden ein bisschen näher erläutern möchte.

Gesund sein

Diese Säule beschäftigt sich mit präventiven und zielgruppenspezifischen Gesundheitskonzepten, die am Puls der Zeit liegen. Das Ziel dieser Maßnahmen ist es, unseren Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben eigenverantwortlich ihre Gesundheit und damit auch ihre Leistungsfähigkeit zu sichern und zu fördern. Ein schönes Beispiel hierfür ist unser mit dem Human Resources Excellence Award ausgezeichnetes Gesundheitsförderungsprogramm für Auszubildende YOLO@MANN+HUMMEL.

Zudem sind ab Juni 2015 Sportwissenschaftler an den MANN+HUMMEL Standorten in Ludwigsburg, Marklkofen und Speyer tätig, die unsere Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz besuchen, um direkt vor Ort Optimierungen vorzuschlagen und gesundheitsförderliche Arbeitsplatzprogramme umzusetzen. Gerade im Bereich der Muskel-Skelett-Erkrankungen soll dabei die Gesundheitskompetenz der Mitarbeiter gestärkt werden. Alle weiteren deutschen Werke folgen in 2016.

Gesund bleiben

Von der demographischen Entwicklung der Gesellschaft bleiben natürlich auch die Unternehmen nicht unberührt: Bis 2024 sind beispielsweise am Standort Marklkofen nahezu 50% der Arbeitnehmer älter als 50 Jahre. An anderen Standorten sind diese Werte noch  höher. Studien zufolge erkranken ältere Arbeitnehmer zwar nicht häufiger als jüngere, im Krankheitsfall dauert eine Genesung aber um ein Vielfaches länger. Für uns als Unternehmen stellt sich die Frage, wie wir darauf reagieren können: Wie sollte man in einer älter werdenden Belegschaft mit dem Thema Gesundheit umgehen? Auf diese Fragen möchten wir innerhalb der Säule „gesund bleiben“ praxisorientierte Antworten finden.

Ein Beispiel: Am Standort Marklkofen soll ein 4-Stunden-Schichtmodell zur Belastungsreduzierung für einzelne Mitarbeiter als alternatives Schichtsystem pilotmäßig getestet werden. Andere Konzepte sollen gerade ältere Beschäftigte präventiv dabei unterstützen, gesundheitsförderliche Faktoren bei der Arbeit zu verstärken, sowie sie – beruflich wie privat – zu einer gesünderen Lebensweise zu motivieren.

Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen, die die Stelle als Verantwortlicher für die betriebliche Gesundheitsförderung mit sich bringen. Lassen Sie uns gemeinsam bei MANN+HUMMEL daran arbeiten, weiter eine Unternehmenslandschaft aufzubauen, die von Gesundheit und Wohlbefinden geprägt ist!

Sie möchten noch mehr zum Thema gesund arbeiten und leben wissen? Dann lesen Sie doch auch meinen Blogbeitrag zum Thema Work-Life-Balance bei MANN+HUMMEL.