Genauer gesagt, willkommen im Capital Federal. Buenos Aires, eine Stadt die niemals schläft, in deren Metropolregion rund 13 Millionen Menschen leben. Eine Stadt, deren Einwohner stolz auf ihre Herkunft, aber gleichzeitig weltoffen und gastfreundlich sind. Eine Stadt, in der Menschen aus Südamerika und auch den anderen Kontinenten zusammenleben.

Doch was genau führt mich hierher? Ich bin duale Studentin in der Fachrichtung International Business bei MANN+HUMMEL in Ludwigsburg. Der Grund dafür, dass ich mich zurzeit für drei Monate im Ausland befinde, ist, dass dies im Rahmen meines Studiums vorgesehen ist. Dass diese drei Monate für mich Buenos Aires bedeuten, habe ich der Gastfreundschaft und Bereitschaft aus Argentinien zu verdanken. Eine Mail von mir im Februar mit der Anfrage, ob ein Praktikum möglich ist hat ausgereicht. Danach ging alles ganz schnell – von den Kollegen vor Ort in Argentinien kam die Zusage, die Flüge wurden gebucht und Ende Mai fand ich mich dann im Flugzeug nach Buenos Aires wieder.

Angekommen im Alltag

Vor Ort spürte ich genau die Gastfreundschaft und Herzlichkeit, die mich schon in den Vorbereitungen begleitet hatten. Von der Organisation der Unterkunft, dem Weg zur Arbeit bis hin zur Urlaubs- und Wochenendplanung oder kleineren Alltagsproblemen, in Argentinien hatte ich immer mindestens ein offenes Ohr. Mein Einsatz in den Abteilungen wurde von den Kollegen vor Ort geplant und gestaltet, wodurch ich meine Zeit zunächst komplett im HR verbrachte und jetzt für meine letzten Wochen auch im Controlling eingesetzt bin. In beiden Abteilungen wurde ich mit offenen Armen aufgenommen und unterstützt – z.B. wenn die spanischen Wörter dann doch ausgehen.

Dazu sollte ich sagen, dass ich seit sechs Jahren Spanisch lerne. Trotzdem habe ich am Anfang wenig verstanden. Mein Fazit dazu nach nun gut sieben Wochen: Übung macht den Meister und mit Hilfe von Handzeichen lässt sich zum Glück auch einiges erklären. Gerade im Alltag in der Stadt sind grundlegende Spanischkenntnisse definitiv von Vorteil und diese haben mich dann früher oder später auch immer zum Ziel geführt.

Dadurch dass unser Standort hier sehr nah am Stadtzentrum selbst liegt, habe ich auch direkt dort, im Stadtteil San Telmo, gewohnt. Mit Bus, U-Bahn und Taxi kommt man im Zentrum immer ans Ziel. Auch ohne Fahrpläne oder Durchsagen – dafür gibt es heutzutage zum Glück GPS und hilfsbereite Busfahrer.

Leben in Buenos Aires bedeutet leben in einer Stadt, die mich die ersten Tage überwältigt hat mit ihrer Größe, ihren Menschen und ihrer Vielfalt. Man entdeckt auch in der eigenen Nachbarschaft immer wieder neues, zwischen den kleinen Kioscos, alten und neuen Fassaden und Parrillas, den argentinischen Grills.

Zwischen Rückblick und Ausblick

Während ich diesen Artikel fertigstelle, hängen meine Gedanken noch an einem Wochenende bei den Iguazú Wasserfällen, ein Wochenende weit weg von der großen Stadt. Ich werde auch am Ende noch gut zwei Wochen durch das Land reisen, was eine unglaubliche Vielfalt an Landschaft und Kultur mit sich bringt. Ein Land, welches mittlerweile auch Zuhause für mich bedeutet. Ich hoffe mein Beitrag kann Ihnen genau dieses Gefühl von Zuhause, von Wohlfühlen und von Dankbarkeit für die Zeit hier in Buenos Aires vermitteln.

Zum Abschluss möchte ich Danke sagen an alle meine Kollegen, die mich in der Zeit hier begleitet haben und kann nur jedem ans Herz legen, Chancen wie diese zu nutzen. Ich war bereits letztes Jahr für vier Monate in Schottland zum Studieren und hoffe, dass es für mich in nicht allzu ferner Zukunft wieder ins Ausland geht. In ein neues Abenteuer mit neuen Erfahrungen. Bis dahin, werde ich die verbleibenden Wochen hier noch nutzen und mich dann in Deutschland wieder einleben.

In diesem Sinne, „saludos cordiales“ aus Buenos Aires und bis bald Deutschland!