Wenn im Sommer mehr als 50 Erwachsene auf kleinen roten Bobbycars die Bernhardstraße in Sonneberg runtersausen, bringt das nicht nur jede Menge Spaß. Die Veranstaltung hatte überdies noch einen guten Zweck: Der Erlös aus Teilnehmergebühren und Bratwurstverkäufen kam einer fünfköpfigen Familie zugute, die sich auf diese Weise den Traum von einem neuen gebrauchten Auto erfüllen konnte. Und das kam so:

Anfang August 2018 hörte ich im hiesigen Lokalradio, wie zu einer Charity-Aktion für eine Sonneberger Familie aufgerufen wurde: Ein Bobbycar-Rennen in der Stadt? Das hörte sich nach ziemlich viel Spaß an. Dazu kam die Aussicht, ein soziales Projekt unterstützen zu können – was wir hier am Standort Sonneberg traditionell ohnehin sehr gerne machen. Ich bin also am nächsten Tag gleich durch unsere Büros und die Produktionshallen gegangen und konnte 14 Freiwillige rekrutieren, die am Nachmittag des 9. August mit eigenen oder geliehenen Bobbycars zum Ort des Geschehens kamen. Da auch viele andere Sonneberger den Aufruf gehört hatten, waren schätzungsweise 50 bis 70 Teilnehmer am Start. Die Teilnahmegebühr von fünf Euro wurde in unserem Fall von MANN+HUMMEL übernommen und großzügig aufgestockt.

die Teilnehmer holen ihre Anmeldung ab

Die Bernhardstraße in Sonneberg ist ziemlich abschüssig und eignet sich deshalb hervorragend für so ein Gaudi-Rennen. Sie war an diesem Nachmittag eigens dafür abgesperrt worden und am Straßenrand hatten sich jede Menge Schaulustige eingefunden. Das Rennen war medienwirksam inszeniert, Lokalpresse und Lokalradio waren zugegen. Zudem wurde es von Dreharbeiten des Privatsenders RTL 2 begleitet. Denn die gesamte Charity-Aktion war Teil der Sendung „Mein neuer Alter“.

Spendenaktion Teil einer Fernsehsendung

Das Konzept der Sendung ist schnell erklärt: Ein Moderatorenteam sucht über Zwischenhändler und kreative Spendenaktionen einen passenden Gebrauchtwagen für Familien mit wenig Geld. In diesem Fall ging es um eine fünfköpfige Familie aus Sonneberg, deren Auto Anfang des Jahres den Geist aufgegeben hatte. Die Familie hatte wirtschaftlich nicht die Mittel, sich ein neues Auto zu kaufen, war jedoch auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen. Daher hatte sie sich bei der Sendung beworben.

das Bobby Car Rennteam

Das Bobbycar-Rennen war nun der letzte Schritt zum „neuen Alten“ der Familie. Obwohl der Charity-Gedanke im Vordergrund stand, ist jeder Teilnehmer mit Sportsgeist an die Sache rangegangen. Jeder wollte schneller sein als der Gegner, wobei es unterschiedlichste Strategien gab, auf dem kleinen Plastikuntersatz den Berg herunter zu kommen: klassisch sitzend oder experimentell auf dem Bauch liegend mit dem Kopf nach vorne die Straße hinab. Familie und Freunde feuerten die Teilnehmer an. Der eigentliche Sieger war aber die Sonneberger Familie, die natürlich auch unter den Zuschauern war und schon ein wenig gerührt war ob der Resonanz.

Soziale Einstellung bei MANN+HUMMEL

Ein großes Lob möchte ich meinen Kolleginnen und Kollegen aussprechen: Wir haben hier in Sonneberg gerade richtig viel zu tun, weil die Auftragslage so gut ist – und die Mitarbeiter haben trotz des Drucks, unter dem sie stehen, immer noch Sinn für ein soziales Projekt und engagieren sich. Ich finde das einfach klasse und kann nur sagen: Hut ab!