Endlich ist es wieder soweit: am Wochenende des 28. und 29. Mai 2016 findet das legendäre ADAC Zurich 24h-Rennen am Nürburgring statt. Seit Wochen fiebern Teams, Fahrer und Motorsportbegeisterte auf der ganzen Welt auf dieses Megaevent hin. Auch für mich ist das 24h-Rennen am Nürburgring jedes Mal ein echtes Highlight, obwohl ich regelmäßig bei Langstreckenrennen überall auf der Welt am Start bin.

Warum dieses Rennen so eine einzigartige Anziehungskraft hat, möchte ich in diesem Blogbeitrag erklären.
Einige Stimmen des MANN-FILTER Team ZAKSPEED und Impressionen unseres gelb-grünen Mercedes-AMG GT3 aus dem VLN Lauf 3 können Sie sich auch in diesem Video zum 24h-Rennen ansehen:

 

Tradition.

Das 24h-Rennen hat sich zu einem echten Klassiker und zu einer festen Größe nicht nur des deutschen, sondern auch des internationalen Motorsportgeschehens entwickelt. Maßgeblich dafür ist unter anderem seine über 40-jährige Tradition. Viele Motorsportlegenden haben ihren Bekanntheitsgrad auf den Rennstrecken des Nürburgrings erlangt.

MANN-HUMMEL_70

Auch mein Vater Hans Heyer, der selbst ein erfolgreicher Rennfahrer war, ist bereits in der „Grünen Hölle“ an den Start gegangen. Beim 24h-Rennen 1992/93 war er Teil des BMW „Senioren-Teams“, das nur aus ehemaligen Rennfahrern der Generation 50plus bestand. Ein lustiger Zufall ist, dass der Teamchef dieses Senioren-Teams kein geringerer als Erich Zakowksi war, der Gründer des Team ZAKSPEED, mit dem ich selbst in diesem Jahr an den Start gehe. Auf diese Weise sind viele bekannte Namen, Teams, Erfolge und auch Misserfolge untrennbar miteinander und mit dem Nürburgring verbunden.

Irgendwann kreuzen sich die Wege hier, denn dieses einmalige Event lässt sich niemand freiwillig entgehen!

Mythos.

1927 wurde inmitten der Eifel eine Rennstrecke eröffnet, die ihren Namen von der nahen Nürburg erhielt: Die Geburtsstunde des Nürburgrings.

Die Strecke ist gekennzeichnet von schwer einsehbaren Kurven, großen Höhenunterschieden und ständig wechselnden Wetterverhältnissen, was sie zu einer der anspruchsvollsten Rennstrecken überhaupt macht. Dazu kommt, dass beim 24h-Rennen am Nürburgring so viele Teilnehmer an den Start gehen wie bei keinem anderen Langstreckenrennen. Während es sonst in der Regel einige wenige Favoriten gibt, ist das Niveau beim 24h-Rennen am Nürburgring so hoch, dass wirklich jeder Hersteller ein Fahrzeug ins Rennen schickt, das aufs Podium fahren könnte. 24 Stunden lang konstante Höchstleistungen zu erbringen und sich nicht den kleinsten Fehler zu erlauben – das bedeutet echte Klasse. Daher ist ein Sieg auf dieser Strecke – und seine Bedeutung für die Fahrer, das Team und den Fahrzeughersteller – auch mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen.

 

Das macht den „Mythos Nordschleife“ aus: Spaß und Gefahr, Herausforderung und Nervenkitzel, Erfolge und Frust – nirgends gibt es davon so viel wie auf dem heute rund 26 Kilometern langen Nürburgring.

Legende.

Aus der Tradition der „Grüne Hölle“, aus dem Mythos rund um die Nordschleife, aus Erfolgen und Misserfolgen von Motorsport-Größen, die den Nürburgring bezwungen oder an ihm gescheitert sind, hat sich im Laufe der vergangenen Jahre ein regelrechter Hype um das 24h-Rennen gebildet, der immer größer zu werden scheint. Das öffentliche Interesse an der Veranstaltung ist enorm, tausende pilgern Jahr für Jahr zum Ring um die einmalige Atmosphäre aufzunehmen, die Rennboliden über die Strecke fliegen zu sehen und jeden zu treffen, der im Motorsport Rang und Namen hat.
Legendäre Stimmung, legendäre Menschen und ein legendäres Motorsport-Event.

Auch wenn ich inzwischen mehr als zwei Hände brauche, um abzuzählen, wie oft ich beim 24h-Rennen am Nürburgring gestartet bin, und auch schon diverse Top-10 Platzierungen erzielen konnte, ist es für mich Jahr für Jahr eine ganz neue Herausforderung.

Ich starte in diesem Jahr erstmals mit dem Team ZAKSPEED, auch die Konstellation aus meinen Fahrerkollegen Sebastian Asch, Luca Ludwig, Daniel Keilwitz und mir ist neu, mit dem Mercedes-AMG GT3 haben wir ein neues Auto, mit dem wir in dieser Saison noch nicht viele Kilometer zurücklegen konnten. Dazu kommen alte und neue Konkurrenten und natürlich der unberechenbare Nürburgring.
Ich freue mich daher umso mehr, dass ich mit MANN-FILTER nun seit einigen Jahren einen starken Partner an meiner Seite habe!

Somit bleibt mir nur noch zu sagen:
Ich bin bereit – wir sehen uns am Wochenende des 28. und 29. Mai am Nürburgring!