Seit Anfang 2018 tüfteln wir MANN+HUMMEL Azubis von fünf verschiedenen Standorten in Deutschland an einem gemeinsamen Projekt. Bisher wurde hier auf dem Blog schon einiges über die Entstehung des Azubi-Projektes und über die Planungsphase berichtet. In der Zwischenzeit hat sich allerdings viel getan, weshalb es mal wieder Zeit für ein Update ist.

Was machen wir eigentlich im Detail?

Da Luftqualität und deren Messung ein sehr aktuelles Thema ist, haben wir uns dazu entschlossen etwas herzustellen, um verschiedene Messwerte in der Luft aufzuzeichnen. Am Ende soll unsere Apparatur Daten über Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck sowie CO2- und Feinstaubgehalt in der Luft erheben. Dazu haben wir uns Sensoren ausgesucht, die in der Lage sind, solche Kriterien zu messen und die wir in ein standortübliches Gehäuse einbauen können. In Ludwigsburg stellt MANN+HUMMEL beispielsweise viele Kunststoffteile im Spritzgussverfahren her, weshalb wir ein Kunststoffgehäuse verwenden. An anderen Standorten wird mehr mit anderen Materialien gearbeitet und deswegen wird die gleiche Messtechnik dort, unter anderem, in ein Blechgehäuse eingebaut.

optisches Signal  Azubi-Projekt  Azubi-Projekt

Bei unserem Projekt geht es aber vor allem auch darum, nicht nur Zahlen zu liefern. Wir wollen die Messwerte visualisieren, indem wir ein Display oder LEDs, die je nach Luftqualität grün oder rot aufleuchten, einsetzen. Ein optisches Signal soll also angeben, ob z.B. die Menge an CO2 oder Feinstaub im Raum kritisch ist. Außerdem haben wir auch einen Filter integriert, der die Luftqualität bei entsprechend schlechten Werten wieder verbessern soll. Um das umzusetzen besteht ein beachtlicher Teil unserer Arbeit aus der richtigen Programmierung der Messsensorik.

Stand der Dinge

Das ist natürlich leichter gesagt als getan! Bei der Umsetzung gibt es vieles zu beachten und zu planen, aber wir sind schon ein ganzes Stück vorangekommen.

Bei unserem letzten Besuch in Marklkofen waren wir noch mit der Planung beschäftigt und haben die Bauteile bestellt, die wir brauchen, um unser Projekt in die Tat umzusetzen. Daraufhin kamen wir noch einmal alle in Ludwigsburg zusammen, um die Messtechnik zu montieren. Und jetzt sind wir sogar schon dabei die Messsensorik an den einzelnen Standorten in die jeweiligen Gehäuse einzubauen. Mal schauen, ob wir uns über einen reibungslosen Ablauf freuen und das Projekt, bei unserem nächsten Treffen in Himmelkron, abschließen können.

 

Meine persönlichen Eindrücke

Damit neigt sich langsam eine aufregende und lehrreiche Zeit dem Ende zu, die allerdings auch die eine oder andere Herausforderung mit sich brachte:

So war es natürlich eine zusätzliche Verpflichtung zu den eigentlichen Ausbildungsinhalten, in die man erst einmal ein wenig hineinwachsen musste. Trotzdem konnte man immer problemlos Zeit für das Projekt einrichten, da es an den einzelnen Standorten auch sehr gefördert wird. Es war lediglich sehr viel Koordinierungsarbeit notwendig, um Termine mit allen beteiligten Azubis zu finden.

Eine weitere kleine Hürde stellte zu Beginn auch die Verständigung dar. Da nicht alle MANN+HUMMEL-Standorte die gleichen Ausbildungsberufe anbieten, trafen Azubis aus unterschiedlichen Fachbereichen aufeinander und man musste versuchen sich gegenseitig komplexe Themen nahe zu bringen. Das war zwar nicht immer einfach und beanspruchte viel Zeit, andererseits war es aber auch eine gute Übung. Und nachdem wir uns in Fachbereiche, also mechanische und elektrische Herstellung, unterteilt haben, arbeiten wir als gut eingespieltes Team mit verschiedenen Spezialgebieten zusammen.

Azubi-Projekt

Für mich überwiegen aber ganz klar die Vorteile. Wir hatten durch das Projekt die Möglichkeit andere MANN+HUMMEL-Standorte kennenzulernen und zu sehen welche Produkte dort hergestellt werden. Das wäre uns sonst vermutlich im Rahmen unserer Ausbildung nicht möglich gewesen. Dadurch bot sich auch die optimale Gelegenheit, um sich zu vernetzen, vielleicht auch für Themen, die nach der Ausbildung anstehen könnten.

Ich bin jedenfalls sehr froh darüber, dass ich an diesem Projekt mitwirken kann, von dem ich bisher nicht nur auf beruflicher Ebene profitiert habe. Es sind auch Freundschaften entstanden, da man bei den Standortbesuchen auch nach der Arbeit viel Zeit miteinander verbringt. Es gab gemeinsame Volksfest- und Weihnachtsmarktbesuche und sogar schon Geburtstagseinladungen. Teamarbeit schweißt eben zusammen!