Wenn ich Freunden und Kollegen von meinem Hobby „Hindernislauf“  erzähle, ist die erste Reaktion meist eine Mischung aus Verwunderung, Mitgefühl und dem leisen Zweifel, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe. 😉 Dass ich bei den „Adventure Runs“ freiwillig über 2,5 m hohe Holzwände klettere, durch Schlamm robbe oder bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in eiskalte Bäche hüpfe, ist nicht jedermanns Sache. Doch es geht darum, ambitionierte Ziele zu verfolgen – im Sport ebenso wie im Job.

Läuferisch war ich schon immer viel unterwegs. Zum Hindernislaufen bin ich eher zufällig gekommen. Freunde von mir haben mich vor zwei Jahren mal zu einem Training mitgenommen, seither bin ich von dieser Sportart fasziniert. Im Frühjahr 2017 habe ich meinen ersten Adventure Run in Holland bestritten. Inzwischen plane ich jedes Jahr zehn bis zwölf Läufe ein.

Zieleinlauf

Zieleinlauf Anfang April nach >20 Hindernissen und 8,5km Strecke beim Auftaktrennen der Spartan-Serie im Olympia Stadion München

Wir lassen keinen zurück

Bei Hindernisläufen zählt das Gemeinschaftserleben mindestens ebenso so viel wie das Durchkommen. In der Gruppe achtet jeder auf den anderen. Schwächere Teilnehmer werden bei den Hindernissen unterstützt. Das Credo bei den Wettkämpfen ist: „Wir lassen keinen zurück“. Wir helfen uns gegenseitig – und zwar unabhängig, ob jemand zur eigenen Gruppe gehört oder einzeln unterwegs ist. Die Herausforderung gilt der Mannschaft, und am Schluss genießen wir, es zusammen geschafft zu haben. Ich habe zudem das Glück, dass meine Frau bei den Läufen mitmacht.

„Chain Carry“ Hindernis beim Spartan Race Oberndorf/Tirol

„Chain Carry“ Hindernis beim Spartan Race Oberndorf/Tirol. Bepackt mit 32kg Zusatzgewicht durch den hüfttiefen Morast – eine der Hürden auf den 28 Kilometern.

Es ist erstaunlich, was der Körper alles mitmacht, wenn er muss. Letzten Endes ist es der Geist, der Wille, der einen antreibt: „Komm, jetzt, hol nochmal das letzte aus dir raus“. Für mich ist es eine interessante Erfahrung, bei den Hindernissen an den Rand des körperlich und mental Machbaren zu gehen.

Vor einer Mammutaufgabe nicht zurückschrecken

Manches Hindernis scheint auf den ersten Blick unüberwindbar. Doch wenn ich es annehme – und im übertragenen Sinne – „an mein Thema glaube“, dann kann ich auch im Job vieles bewegen. Aus diesem Geist heraus ist auch das folgende Video entstanden, das 2017/18 Teil einer internen Kampagne bei MANN+HUMMEL war. Ihr Ziel ist es, die Mitarbeiter stolz zu machen, auf das was wir erreicht haben, und ihnen auch die Zuversicht zu geben, dass wir gemeinsam künftige Herausforderungen meistern können.

Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich im Wandel. Wir alle sind mit kleineren und größeren Hindernissen konfrontiert, die wir zusammen – in der Sportgruppe ebenso wie mit den Teamkollegen – angehen müssen und können, vor denen man nicht zurückschrecken darf. Durch die Erfahrung mit den Hindernisläufen habe ich ein gewisses Selbstbewusstsein erhalten, das mich auch vor einer Mammutaufgabe nicht zurückschrecken lässt. Ich weiß, jede Aufgabe ist machbar und gehe mit einem positiven Flow an die Sache heran.

Nachhaltigkeit und FreciousPlus

Innenraumfilter gibt es schon seit den 80er Jahren. Mit FreciousPlus haben wir einen neuen Meilenstein gesetzt. Wir haben versucht, in Automotive-Segment etwas anzubieten, was es bis dato noch nicht gab, mit Funktionalitäten, die man bis dahin noch nicht kannte. Das war vor vier Jahren. Wir als Team haben an das Produkt geglaubt. Rückwirkend können wir sagen, dass es ein voller Erfolg war, weil wir den Markt der Innenraumfilter auf ein neues Niveau heben konnten.

Innenraumfilter

Nicht jeder war anfangs von der Idee begeistert. Es bedurfte entsprechender Vorbereitung und eines langen Atems. Wir mussten viele im Unternehmen mitnehmen. An dieser Aufgabe zu arbeiten und dann zu erfahren, dass unser Produkt erfolgreich ist, macht uns im Nachhinein stolz und bringt unglaublich viel Spaß. Der Wandel ist mein Antrieb: Gibt es ein neues Thema? Können wir es gemeinsam pushen, Hindernisse überwinden und am Ende gemeinsam jubeln? Na, dann los!