Unser großer Tag startete anders, als ich es erwartet hatte. Ich dachte, dass mir mein Ausbilder kurz vor Ausbildungsstart lediglich sagt, in welcher Abteilung ich arbeiten werde. Doch stattdessen bekam ich eine E-Mail, in der stand, dass ich mit den anderen Azubis einen Kennenlerntag verbringen werde.

Der Kennenlerntag in Himmelkron

Aufgeregt machte ich mich an meinem ersten Arbeitstag auf den Weg nach Himmelkron. Ein Azubi nahm mich in Empfang und brachte mich zu den anderen Auszubildenden. Als ich meinen Platz einnahm, schwand die Aufregung langsam, trotzdem war ich noch hibbelig. Schließlich wusste ich nicht, was alles auf mich zukommen würde.
Der Kennenlerntag in Himmelkron

Zu Beginn wurde uns die Tagesplanung offenbart – angefangen bei einem Kennenlernspiel bis hin zur Werksbesichtigung in Gefrees und Himmelkron. Im Anschluss stellten zwei ältere Azubis die Firma in einer Kurzpräsentation dar. Beim Kennenlernspiel mussten wir uns gegenseitig interviewen, ein Porträt des Gegenübers zeichnen und anschließend die gesammelten Informationen der Gruppevorstellen. Natürlich kamen hierbei die lustigsten Porträts heraus, aber man erkannte, wer es sein sollte und wir lernten einander etwas kennen. Das Schönste war, dass auch die Ausbilder am Spiel teilnahmen. Als nächstes bekamen die neuen Azubis einige Unterlagen. Ausbildungsrelevante Dinge wurden anschließend in der Runde besprochen. Ich fragte mich, wie man sich das alles merken sollte. Es braucht sicherlich Zeit, um sich alles einzuprägen. Nach einer Mittagspause wurden wir in Gruppen aufgeteilt. Während sich eine Gruppe auf den Weg nach Gefrees machte, besichtigte die andere das Werk in Himmelkron. Hier erfuhren wir, wo man die Abteilungen findet und wofür sie zuständig sind. Des Weiteren wurden uns die Produktionshalle und die Herstellung der Filter gezeigt.

Es war toll, alles zu sehen, aber gleichzeitig ganz schön viel Information auf einmal. Die Gebäude sind riesig, es gibt viele Namen und Abteilungen – einfach überwältigend. Aber ich bin mir sicher, dass ich den nächsten Wochen und Monaten lerne, wo ich welche Abteilungen finde. Die Eindrücke, die ich an diesem Tag gewonnen habe, sind nur schwer in Worte zu fassen. Es war klasse, dass wir nicht einfach ins kalte Wasser geschmissen wurden. Wir konnten Kontakt zu den anderen Auszubildenden knüpfen und wurden vorsichtig auf das Arbeitsgeschehen vorbereitet. Die Aufregung vor dem ersten Tag war also vollkommen umsonst – alles verlief reibungslos und hinterließ definitiv einen positiven Eindruck.

Konzentration und Teamwork

Einige Tage später machten wir mit unseren Ausbildern einen Ausflug nach Weidenberg (Landkreis Bayreuth). Unser „Teamtrainer“, Herr Eckert, stellte uns den Tagesablauf vor und teilte uns in Gruppen auf. Er gab mir und meiner Partnerin die Tagesaufgabe, die Gruppe bei den anstehenden Aufgaben zu beobachten und zu überlegen, was Teamwork bedeutet. So erhielt jede Gruppe einen der MANN+HUMMEL Werte, um herauszufinden, wofür diese stehen.

Der Kennenlerntag der Azubis in Himmelkron
Gleich zu Beginn wurde uns eine Aufgabe gestellt, bei welcher wir zusammenarbeiten und sich jeder mit einbringen musste. Wir versuchten viel, scheiterten oft – doch plötzlich fanden wir die Lösung. Im Anschluss erhielten wir eine Karte, mit der wir zu einem angegebenen Punkt finden sollten. Dort angekommen erwartete uns die nächste Aufgabe: Wir sollten ein Meer mithilfe von Eisschollen überqueren. Auf den Eisschollen wurde es schnell kuschelig, da drei oder vier Leute darauf standen. Trotzdem ließ sich diese Aufgabe schnell meistern. Jeder verließ sich auf jeden. Jeder half jedem.

Nächste Herausforderung war: wir mussten in zwei Gruppen jeweils eine Brückenhälfte bauen. Anfangs probierte jeder für sich. Schnell wurde uns klar, dass wir so nicht weiterkommen. Schließlich gelang es uns, eine standhafte Brückenhälfte zu bauen. Als letzte Schwierigkeit mussten wir die zwei Hälften miteinander verbinden. Aber damit nicht genug, die nächste Aufgabe wartete bereits auf uns. Dieses Mal sollten wir ein Medikament aus einem giftigen See holen, ohne diesen zu berühren.
Wir spannten ein Seil zwischen zwei Bäumen über dem See, sodass einer das Medikament – am Seil hängend – an Land bringen konnte.

Die letzte Aufgabe erwies sich als die Komplizierteste: Jeder musste einen verseuchten See mithilfe von ein paar Holzbalken überqueren. Anfangs dachte ich, dass die Aufgabe schnell lösbar ist. Doch so einfach war das nicht. Erst mit konzentrierter Arbeit gelang uns die Aufgabe. Später gingen wir in den benachbarten Kletterpark, wo jeder seinen Spaß hatte.