Gernot Zauner beim Ludwigsburger CitylaufSelbst beim Ludwigsburger Citylauf teilnehmen? Vor 2 Jahren hätte ich mir das noch nicht vorstellen können. Eigentlich bin ich erst durch meinen Sohn so richtig zum Laufen gekommen: Als ich ihn 2012 beim Schülerlauf im Rahmen des „Trollinger Marathon“ begleitet und angefeuert habe, habe ich in sehr viel glückliche Gesichter geblickt: so viel, dass ich mir dachte, am Laufen müsse doch etwas dran sein.

Diese Erfahrung war für mich der Impuls, ernsthaft mit dem Training zu beginnen. In den Jahren zuvor hatte ich halbherzige Versuche unternommen, die aber bald wieder im Sande verliefen. Im Mai 2012 war alles anders: Aus dem eher „unsportlichen Papa“, wie mich mein Sohn beim ersten gemeinsamen Training nannte, sollte nicht gerade „Ironman“ Gernot Zauner werden, aber doch ein halbwegs ernstzunehmender Läufer.

Nicht mehr zu bremsen

Ab diesem Zeitpunkt trainierte ich deshalb regelmäßig ein- bis zweimal pro Woche – mal ging ich joggen, mal walken. Außerdem schloss ich mich einer Laufgruppe in Facebook an, um mich durch den Austausch mit Gleichgesinnten zu motivieren. Der Ludwigsburger Citylauf 2012 wäre als Ziel utopisch gewesen, also steuerte ich den Termin 2013 an. Im Winter bin ich leider nur sehr wenige Kilometer gelaufen und habe deshalb zusätzlich mit dem Schwimmen angefangen um die Kondition aufrecht zu erhalten. Aber das bereitet einen doch nur sehr beschränkt aufs Laufen vor, da Sehnen und Bänder kaum belastet werden.

Ab März 2013 war ich nicht mehr zu bremsen, zumal ich mich auch kurz danach der neuen Anfänger-Laufgruppe von MANN+HUMMEL anschloss. MANN+HUMMEL bietet neben der Laufgruppe auch noch viele weitere Sportgruppen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements an. Für mich war es perfekt, neben dem privaten Training, einmal pro Woche mit einem Profi zu trainieren und Tipps zum Laufen und zur gesunden Ernährung zu erhalten. Das gilt umso mehr, da die Gruppe zunächst aus fünf und später nur noch aus drei Personen bestand und die Betreuung dadurch sehr intensiv war.

Die Stunde der Wahrheit

Letzten Samstag war es dann endlich soweit, meinen ersten 10 Kilometer Wettkampf zu bestreiten. Die Wetterbedingungen waren perfekt und MANN+HUMMEL ging beim mittlerweile 15. Ludwigsburger Citylauf mit fast 270 Läuferinnen und Läufern an den Start.

MANN+HUMMEL Team beim Ludwigsburger Citylauf

Teil der größten Mannschaft zu sein, das grün-gelbe MANN-FILTER Outfit überall um sich herum zu sehen, von Kolleginnen und Kollegen angefeuert zu werden, im Ziel vom richtig schnellen Firmenchef begrüßt zu werden – das alles ist ein ganz besonderes Erlebnis.  Noch besser wird es dadurch, dass ich mein persönliches Ziel, unter einer Stunde anzukommen, ebenfalls erreicht habe.

Zauner gibt alles beim Ludwigsburger Citylauf.Auf den letzten Metern, also in dem Moment, in dem ich wusste, dass ich die Distanz schaffe, habe ich den „Runners‘ High“ erlebt: Die Endorphine, die dabei im Hirn ausgeschüttet werden, die Begeisterung des Publikums, die Stimmung im Zieleinlauf – das alles sorgt dafür, dass einem nichts weh tut. Egal, wie man sich ein paar Kilometer vorher gefühlt hat: Vergessen sind in diesen Momenten die Anspannung vor dem Start und natürlich die Strapazen aus der Vorbereitung.

Mich hat es jetzt erst richtig gepackt und ich möchte noch mehr von derartigen Erlebnissen: Der Citylauf 2014 ist fest eingeplant, die 2013er Zeit von 58,07 Minuten der Benchmark und der erste Halbmarathon zumindest angedacht.

Ausgleich zum Büroalltag

Allen Noch-Nicht-Läufern kann ich übrigens nur raten, es selbst zu versuchen. Es gibt für mich keine bessere Möglichkeit, fit zu werden und einen Ausgleich zum Büroalltag zu finden. Allerdings darf man sich nicht selbst überfordern: Der Kopf will im Zweifelsfall immer mehr, als Beine und Kreislauf hergeben. Dass Laufen ein vergleichsweise preiswerter Sport ist, der von MANN+HUMMEL auch noch vielfältig gefördert wird, ist nur das Sahnehäubchen auf dem Eisbecher, den man sich als Läufer mit gutem Gewissen gönnen kann.