Outdoor-Activity4Ich bin Sabrina Herrmann, duale Studentin bei MANN+HUMMEL in Ludwigsburg. Gemeinsam mit meinem Kollegen Philipp Hohl, der bei MANN+HUMMEL eine Ausbildung zum Fachinformatiker macht, erzähle ich hier von unserer ersten Woche bei unserem neuen Ausbildungsbetrieb MANN+HUMMEL in Ludwigsburg – der Einführungswoche 2014.

 Tag 1: Kreative Gruppenpräsentationen

Am 01. September 2014 begann unsere Ausbildung bei MANN+HUMMEL – und damit ein neuer Lebensabschnitt für uns beide. Natürlich ist man an diesem Tag ganz besonders nervös und aufgeregt – und natürlich voller Erwartungen.

Doch diese Nervosität sollte uns schnell genommen werden.

Nach einer kurzen Begrüßung durch unsere Ausbildungsleiterin Frau Fritz und der allgemeinen Unternehmenspräsentation von Frau Albrecht, Group Vice President Human Resources, ging es dann auch schon los:

Mit Herrn Lohfink, unserem Trainer für die nächsten Tage, machten wir uns an die gegenseitige Vorstellung. Um diese Vorstellungsrunde etwas abwechslungsreicher zu gestalten und das Eis gleich zu Beginn zu brechen gestalteten wir „kreative Gruppenpräsentationen“.
Das hat (nach kleinen anfänglichen Unsicherheiten) auch ganz gut geklappt.

Und es kamen auch wirklich lustige Ergebnisse dabei raus: Eine Gruppe hat beispielsweise nach dem Motto „Anonyme Süchtige“ eine Art Therapiesitzung veranstaltet. Jedes Mitglied hat dann erzählt, nach was es „süchtig“ ist (zum Bespiel Handballspielen). Philipps Gruppe hat sich „7 Zwerge“ zum Thema genommen: Ein Erzähler hat dabei wie im Märchen alle sieben „Zwerge“ vorgestellt.

7 Zwerge

Zum gemeinsamen Mittagessen in der Lehrwerkstatt war die Stimmung dann schon etwas aufgelockert. Die meisten verwickelten sich bereits in Gespräche und es bildeten sich erste Grüppchen.

Nachmittags ging es weiter mit einer Präsentation über die FILTER-Werte. Dazu haben wir dann auch eine Gruppenarbeit gemacht, bei der wir in Teams jeweils einen der Werte erklären und überlegen sollten, was wir uns darunter vorstellen und wie wir sie künftig im (Berufs-)Alltag nutzen können.

Sabrina Herrmann Vortrag

Schon wieder eine Gruppenarbeit, denken Sie jetzt vielleicht. Und es sollte auch nicht die Letzte sein. Doch dieses Prinzip war für uns genau richtig, denn die Teams wurden immer wieder durchgemischt, sodass man am Ende der Woche mit jedem mindestens einmal zusammengearbeitet hat.

Der erste Tag war wirklich toll – und vor allem beruhigend, da wir jetzt wussten, dass wir bei MANN+HUMMEL super aufgenommen werden.

Tag 2: Im FOKUS stehen die FILTER-Werte

Am nächsten Morgen ging’s direkt weiter mit den FILTER-Werten. Die haben wir in dieser Woche so oft gehört, dass wir sie inzwischen wirklich im Schlaf können – und erkannt haben, dass sie nicht nur im Berufsleben von Bedeutung sind, sondern eigentlich unser ganzes Leben und die Zusammenarbeit mit anderen bestimmen sollten.

In einer weiteren Gruppenarbeit haben wir an diesem Tag etwas über die Rollen in einem Team gelernt. Im Fokus stand  dabei die zentrale Rolle des Moderators.
Dazu haben wir das wahrscheinlich lustigste Spiel der ganzen Woche gemacht: Von den Gruppen wurden zwei zu den Moderatoren ernannt. Diese hatten eine bestimmte Aufgabenstellung, zum Beispiel einen neuen Direktor für eine Erdölplattform einzustellen, der bestimmte Anforderungen wie Sprachkenntnisse erfüllen sollte. Wir, die anderen Gruppenmitglieder, hatten verschiedene „Bewerberbögen“ vor uns liegen – sollten allerdings nicht mitarbeiten, sondern uns querstellen und Quatsch machen. Während die beiden Moderatoren also wirklich gearbeitet haben, um eine Tabelle aufzustellen und den geeigneten Kandidaten auszuwählen, haben wir die ganze Zeit nur Blödsinn gemacht – und das hat natürlich wahnsinnig viel Spaß gemacht.
Außerdem gab es einen Beobachter, der aufgeschrieben hat, wie die Moderatoren sich verhalten haben, welche Methoden (z.B. anschreien, ignorieren, argumentieren…) sie angewendet haben um uns Informationen zu entlocken – und was davon funktioniert hat.

An sich war die Übung sehr witzig, hat uns aber auch gezeigt, wie wichtig ein Moderator für funktionierende Teamarbeit ist und welche Taktik funktioniert, um auch in so einem Extremfall die Aufgabenstellung erfolgreich zu lösen.

Nach dem leckeren Mittagessen ging es zur Erlebnispädagogik auf einen Spielplatz in Neckarweihingen.

An diesem Nachmittag drehte sich alles um den FILTER-Wert TEAMWORK:
Dazu haben wir viele Spiele gemacht, die nicht nur logisches Denken, sondern auch Zusammenarbeit und Kommunikation erforderten.
Für ein Spiel bekam beispielsweise jeder ein Seil. Alle diese Seile waren an einem Ring befestigt, auf dem ein Ball lag. Ziel war es, denn Ball mit verbundenen Augen zu transportieren und abzulegen, ohne dass er vom Ring fällt. Dabei kann natürlich jeder Millimeter entscheidend sein.

Outdoor-Activity4

Schnell zeigte sich dabei, wer welche Rolle im Team einnimmt und wer in „Krisensituationen“ einen kühlen Kopf bewahren kann.

Dieser Tag hat super viel Spaß gemacht und war trotz Regen ein voller Erfolg.
Den Abend haben wir beim Grillen auf dem Spielplatz gemeinsam ausklingen lassen.

Tag 3: Halbzeit –  Von KVP und POP

Am dritten Tag drehte sich alles um das POP (= „Prozessoptimierendes Planspiel“).
In diesem Planspiel haben wir eine „Firma im Kleinformat“ dargestellt, mit allem, was dazugehört.

In der ersten Runde teilte Herr Lohfink uns auf und gab uns feste Regeln und einen Plan. Er spielte dann unseren „Kunden“ und bestellte zum Beispiel zehn rote Atemschutzfilter, die wir aus Pappe, Taschentüchern und so weiter „produzierten“.

Das totale Chaos begann: Die Abläufe waren unkoordiniert, keine wusste, wann er was zu tun hatte und was die anderen Abteilungen eigentlich machen, jeder fing einfach an. Das Ergebnis war, dass der „Kunde“ mit dem Ergebnis sehr unzufrieden war.

Vor der zweiten Runde haben wir dann alles ganz ausführlich besprochen und herausgefunden, welche Prozesse wie optimiert werden können.

Sabrina Herrmann Vortrag

Wir haben beispielsweise meine Abteilung, die Qualitätssicherung, aufgelöst und sie in die Produktion integriert. Ich habe dann sozusagen als „Aufseher“ fungiert und den Mitarbeitern in der Produktion direkt gesagt, wie alles aussehen muss. Dadurch konnten viele Fehler gleich von Anfang an vermieden werden.

Trotzdem kamen auch in dieser Runde neue Probleme hinzu, obwohl alles schon deutlich besser und koordinierter ablief – sowas ist eben ein KVP (= „kontinuierlicher Verbesserungsprozess“).
Auf Krankheitsausfälle von Mitarbeitern und Einflüssen von außen mussten wir dann jeweils flexibel reagieren.

Was wir aus diesem Planspiel vor allem mitgenommen haben ist, dass es unerlässlich ist, miteinander zu kommunizieren und Arbeitsabläufe flexibel aufeinander abzustimmen.
Außerdem ist der kontinuierliche Kundenkontakt wichtig, um sicherzustellen, dass alles den gewünschten Anforderungen entspricht.

Neugierig geworden? Teil 2 der Einführungswoche, erzählt von meinem Kollegen Philipp Hohl, folgt in Kürze…