Automechanika 1971Bald trifft sich die Automobilindustrie wieder auf der weltgrößten Fachmesse für den Aftermarket – der „Automechanika“– sie findet in Frankfurt statt – und das zum 23. Mal. Wann war eigentlich die erste Automechanika, wie hat alles angefangen, wann hat MANN+HUMMEL zum ersten Mal ausgestellt und wie haben sich unsere Messestände in den Jahren entwickelt. Interessiert? Dann lesen Sie weiter.

Im Januar 1971 wurde die IAA Pkw von ihrem Veranstalter dem VDA (Verband der Automobilindustrie) kurzerhand abgesagt. Der Vereinspräsident argumentierte, dass die Automobilindustrie aufgrund hoher Kosten Sparmaßnahmen ergreifen müsse – dies waren schon Vorboten der Ölkrise.

Etwa zwei Monate später gab dann die Messe Frankfurt bekannt, dass stattdessen eine Ersatz-Ausstellung unter dem Namen „Automechanika“ stattfinden sollte. Die Initiative hierfür kam von den Verbänden des Kraftfahrzeuggewerbes und des Tankstellen- und Garagengewerbes, da diese ihre Produkte dennoch ausstellen wollten. So fand die erste Automechanika also am 18.9.1971 in Frankfurt statt und die Premiere damals ist, laut Presseberichten, mehr als gelungen. Mit rund 500 Ausstellern und über 75.000 Besuchern aus 63 Ländern war sie ein voller Erfolg, der wiederholt werden sollte.

Seit 1972 findet die Messe alle zwei Jahre im Wechsel mit der IAA statt. Sie hat sich seither zu einer der erfolgreichsten Fachbesuchermessen entwickelt und ist die weltgrößte Fachmesse für den Automotive Aftermarket.

Erste Fotos und Aufzeichnungen von einem MANN+HUMMEL Messestand auf der Automechanika haben wir vom Jahr 1980. Ein Stand in der damaligen Halle 8 mit ca. 50 m² Fläche. Er wurde von Mitarbeitern der damaligen Werbeabteilung selbst gebaut und war mit Produktschaukästen ausgestattet.

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Mitte der 80er Jahre zog MANN+HUMMEL ins Erdgeschoss der Halle 5 um. Der Messestand war jetzt gelb mit grünen Akzenten.

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Ende der 80er war er weiß und mit schicken grün/gelben Steifen dekoriert.

Automechanika 1990

Der Standplatz reichte schon bald nicht mehr aus für die vielen Fachbesucher und man suchte einen größeren Standplatz. In Halle 5 war leider nichts zu machen, sie war ausgebucht – die Vertriebsabteilungen wollten aber unbedingt dort bleiben, weil das Umfeld und die anderen Aussteller passten.

Als Alternative hat die Messe dann einen zusätzlichen, zweiten kleinen Messestand in der Nähe mit 20m² angeboten. Das war vorübergehend eine machbare Lösung, unsere beiden Verkaufsabteilungen VE (Ersatzteilverkauf Deutschland) und VX  (Ersatzteilverkauf Ausland) teilten sich auf und konnten vorerst damit leben.

In diesem Jahr – 1992 – war ich das erste Mal mit von der Partie. Wir waren eine neu gegründete Abteilung, die aus drei  Personen bestand und Produktwerbung Automobil, VZ5 hieß und waren für die Messen Automechanika und IAA zuständig.

Das Standdesign wurde jetzt neu überarbeitet und modernisiert und erstmalig haben wir einen Messebauer, die Firma Stark, mit dem Standbau beauftragt. Auch das Fotokonzept wurde neu entwickelt und es gab großformatige Fotos als Wanddeko.

Das Messemotto lautete: „Könner kennen Lösungen“.

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1994 gelang der Druchbruch, nach langem Drängen bekamen wir endlich einen Standplatz mit 200 m² in Halle 6 und bauten dort unseren neuen Messestand. In diesem Jahr besuchte auch  schon Matthias Wissmann unseren Stand – damals Vorsitzender der CDU Nordwürttemberg.

Automechanika 1994

Von 1996 bis 2004 waren wir in dieser Halle 6 vertreten, das Standdesign und Messebauer wechselten und unser Stand sah jedes Mal anders, stylischer aus.

1996:

Automechanika 1996

1998:

Automechanika 1998

 2000:

Automechanika 2000

2002:

Automechanika 2002

2004:

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Ab 2004 veranstalteten wir Standpartys mit unterschiedlichen Aktionen – z.B. forderte ein Croupier der Spielbank Bad Homburg die Gäste zum Black-Jack-Spiel auf. Es gab immer eine große Bar mit speziell gemixten Cocktails und eine Relaxing-Zone mit leisen Feng Shui-Klängen. Außerdem hatten wir eine Fläche in einem Werkstattzelt im Hof für unsere Werksattkunden.

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Marylin MonroeDort gab es Aktionen, wie z.B. ein Fotoshooting  zusammen mit einem Marylin Monroe Double, eine Skifahrt-Simulation oder „Hau den Lukas“ u.v.m.

Im Jahr 2006 änderte sich alles. Nach reichlichen Überlegungen, Abwägungen und Besichtigungen vor Ort, zogen wir in die neu gebaute Halle 3 – die Standfläche bestand aus zwei zusammengefügten Standflächen mit ca. 350 m².

Natürlich musste hier ein ganz neues Konzept und ein neuer Messestand her. Erlebbarkeit und Emotionalisierung wurde durch die MANN-FILTER World Tour und die größte MANN-FILTER Schachtel der Welt auf dem Stand vermittelt.

Es gab ein Messegewinnspiel, Regionen-Vitrinen, Schuhputzservice, einen Walk of Fame, abendliche Standpartys mit Livemusik und einer charmanten Zauberin im weißen Anzug, von der vor allem die männlichen Besucher angetan waren. Außerdem Basketball-Korbwerfen im Außenbereich direkt vor der Halle usw.

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Die Messestände wurden nun von Jahr zu Jahr erlebnisreicher: 2008 hatten wie zusätzlich ein großes Aquarium mit echten Fischen, sogenannte gelbe Zitronenflossen-Doktorfische.

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2010 gab es einen langen Flowtable mit Touchscreen (eine Art großes Tablet) mit Infos über Produkte und Unternehmen.

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Seit 2012 werden unsere Messestände für die Automechanika vom Brandmanagement des Geschäftsbereiches Automobil Ersatzgeschäft realisiert. Das Motto hieß „Discover more“. Damit gab es noch mehr Attraktionen: Barista mit Showkaffee, Standparty mit Drum Café als Stimmungs-kick-off; VIP Frühstück im Messeturm.

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Ein Eyecatcher – jeder Besucher erhielt einen grün/gelben Trolley.

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Es gab ein Career Brunch für Studenten und einen zusätzlichen kleineren Messestand in Halle 8 für Werkstattkunden.

Wir dürfen gespannt sein, was uns dieses Jahr alles erwartet.

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