Grillfeste, Weihnachtsfeiern oder sonstige Feste haben bei uns eines gemeinsam: irgendwann haben wir immer angefangen gemeinsam zu musizieren und haben dabei immer sehr viel Spaß. Der Wunsch mal so richtig in Form einer Band zusammen zu spielen wurde immer größer, jedoch fehlte die Motivation und das Ziel.

Im Zuge der Organisation des letztjährigen Global Purchasing Summit‘s war die Herausforderung ein Team-Event für die gesamte Einkaufsführungsmannschaft zu organisieren und dies mit möglichst geringen Kosten. Und da war die Idee geboren: Wir gründen die PU Band und spielen am Abend ein Konzert! PU stand als Abkürzung für Purchasing.

Wir waren sofort Feuer und Flamme und hatten schnell eine geeignete Besetzung zusammen. Als wir unseren Chef, Hanno Höhn, davon berichteten war auch er sofort begeistert und hat uns Unterstützung zugesagt sowie uns verbindlich für den Abend gebucht. Umgehend entwickelten wir einen Plan, terminierten die Proben, diskutierten die Hit-Liste, organisierten uns einen Proberaum und standen uns schließlich das erste Mal im Proberaum gegenüber. Natürlich spielten wir einfach mal drauf los und waren alle sehr erstaunt, denn es passte super zusammen und hörte sich echt gut an. Das Außergewöhnliche war, dass wir alle wussten, dass es nahezu unmöglich sein wird 21 Songs in nur 7 Proben einzustudieren. Aber wir glaubten an uns und hofften darauf dass unsere Kollegen ein Auge zudrücken werden falls doch etwas schiefgehen sollte. Wir entwickelten in dieser Zeit einen wirklich tollen Team-Spirit und hatten einfach jede Menge Spaß.

Eine Woche vor dem Summit erhielten wir dann die Nachricht, dass einer unserer Bandmitglieder überraschend ausfiel. Dies war dann schon ein tiefer Schlag, denn ohne Bassisten konnten wir eigentlich nicht auftreten. Aber wir hatten schnell eine Idee und fragten unseren Kollegen Sebastian Scharmach ob er nicht Lust hat, nach 2 Proben mit uns ein Konzert zu spielen. Er sah uns tief in Augen, dann fing er an zu lächeln und sagte: „das ist so verrückt, da bin ich mit dabei“. Und so war dann die endgültige Bandbesetzung fix: Tobias Wörner (Gitarre und Gesang), Jürgen Jenner (Schlagzeug), Tabea Bannert und Nina Weber (Gesang) und Sebastian Scharmach (Bass).

An unserem großen Tag waren alle Teilnehmer des Summit‘s dann doch gespannt was es mit der PU Band auf sich hatte, denn wir hatten alle dicht gehalten. Selbst Hanno Höhn wusste „noch“ nicht auf was er sich da eingelassen hatte, aber er vertraute uns. Dann ging‘s endlich los und wir waren doch etwas nervös. Aber es lief vom ersten Ton an super, unsere Kollegen waren sofort begeistert und unsere Hit-Liste traf genau den Geschmack, sodass sich schnell eine richtig gute Atmosphäre aufbaute und ein toller Abend seinen Lauf nahm. Der erste Teil war eher „moderat“ gehalten und beinhaltete beispielsweise Songs von Status Quo, den Beach Boys, ZZ-Top, CCR oder den Toten Hosen.

Nach einer kurzen Pause gaben wir dann so richtig Gas und unsere Tabea leitete den zweiten Teil mit ihrem Solo-Stück „Good Ridance“ von Greenday ein. Da das ein echter Kracher war und „Verdamp lang her“ von BAP die Zuschauer dann so richtig in Stimmung brachte, waren spätestens zu Helene Fischer’s „Atemlos“ alle Kollegen, egal ob aus Tschechien, Brasilien, Indien, Korea, den USA oder sonst wo her, völlig aus dem Häuschen. Den Höhepunkt bildeten „Highway to Hell“ von ACDC und „Westerland“ von den Ärzten. Mit der 2. Zugabe „Knockin‘ on heavens door“ von Gun’s’Roses beendeten wir dann das Konzert und wurden mit tollem Applaus verabschiedet. Viele gratulierten uns zu unserer Idee, aber auch zu der tollen Umsetzung. Schließlich waren wir uns gewiss, dieser Abend wird in die Geschichte eingehen… „the best summit team event ever“ …

Tobias Wörner

… nachdem wir in der Zwischenzeit doch einige Anfragen für weitere Auftritte erhielten, mussten wir ernsthaft darüber sprechen wie wir weitermachen wollten. Schließlich hatten wir uns einstimmig dafür entschieden, dieses für uns unvergessliche Erlebnis als „Einmalaktion“ zu sehen und keine weiteren Auftritte mehr zu spielen! So lösten wir die PU Band wieder auf. Allerdings sind wir doch nochmal den Überredungskünsten unseres Chefs erlegen und haben zugestimmt nochmals aufzutreten. Allerdings in veränderter Form, wie … ? Das erfahren Sie vielleicht in einem weiteren Blog Beitrag…