Raleigh SkylineRaleigh in North Carolina ist die derzeit am schnellsten wachsende Stadt der USA. Erst im November 2013 hat MANN+HUMMEL hier einen Forschungsstandort eröffnet. In Raleigh haben sich in den letzten Jahren viele Pharma-, Technologie- und Automotive-Unternehmen angesiedelt. Inzwischen sind es über 170, die zusammen mehr als 40.000 Arbeiter beschäftigen.

Gemeinsam mit den Städten Chapel Hill und Durham bildet Raleigh das so genannte Research Triangle. Die Idee, die dahinter steckt, ist die stärkere Vernetzung von Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten. Genau wie in Frankreich, bei unserer Kooperation mit der Ecole de Nantes, werden im Research Triangle unter dem Stichwort „sharing environment“ Forschungsergebnisse, Labors und Werkstätten geteilt und gemeinsam genutzt.

Raleigh Skyline

Erst eine Woche vor meiner Ankunft sind die Kollegen meiner zuständigen Abteilung von Portage nach Raleigh gezogen. Für mich war das super, weil alle den Drang hatten, die Umgebung zu entdecken und wir oft zusammen unterwegs waren. Das hat uns zusammengeschweißt.

Eines der schönsten Ausflugsziele war das „Historical Triangle“. Es besteht aus den Städten Williamsburg, Yorktown und Jamestown. Dort sind damals die ersten Siedler angekommen. In jeder Stadt gibt es deshalb ein Freilichtmuseum, in dem Indianersiedlungen oder Boote in Originalgröße nachgebaut wurden. Es sind auch Schauspieler vor Ort, mit denen man in Dialog treten und denen man Fragen stellen kann. In Williamsburg ist das Museum  sogar wie eine Kleinstadt aufgebaut, mit zwei kilometerlangen Straßen und Läden.

Raleigh Lincoln Memorial

In Raleigh arbeitete ich im „Product Management“ und half Sandra Schembera, die mich über meinen gesamten Auslandsaufenthalt unterstützt und sich um mich gekümmert hat. Zu meinen Aufgaben zählten unter anderem die Überarbeitung und Erweiterung des MANN-FILTER Produktkatalogs und diverse Vorbereitungen für die AAPEX-Messe in Las Vegas. Wir haben ein neues Standkonzept entworfen, um Purolator zu integrieren. Dazu haben wir eng mit der Marketingabteilung in Deutschland zusammengearbei

tet, in der ich vor meinem Aufenthalt gearbeitet habe. Das hat mir sehr geholfen, mich in die Corporate-Themen reinzudenken. Richtig Spaß gemacht hat auch das Schneiden von einem Videoclip, der dann auf der AAPEX in Las Vegas gelaufen ist. Das war zwar richtig zeitintensiv, aber eine gute Abwechslung zur Arbeit am Produktkatalog.

Raleigh Wasser

Die offene und freundliche Art der Amerikaner, hat mich wirklich überrascht. Einmal kam im Fitnessstudio eine Frau auf mich zu und meinte, wie toll ihr mein T-Shirt gefalle. Dann hat sie gelächelt und ist einfach weitergelaufen. Zur Frau eines Kollegen, der auch erst nach Raleigh gezogen war, habe ich noch heute Kontakt. Sie hat mich oft eingeladen, so habe ich den „American Way of Life“ mitbekommen und wir lachten oft über Kulturunterschiede und Klischees – die sich doch ab und zu bestätigen. Zum Abschied haben eine weitere deutsche Studentin und ich unseren neuen amerikanischen Freunden einen Zwiebelkuchen gebacken, der richtig gut ankam.

Einen Auslandsaufenthalt kann ich nur empfehlen. Drei Monate sind eine gute Zeit, um einen ersten Eindruck von einem Land zu erhalten. Und die Zeitspanne ist überschaubar, dann kann das Heimweh nicht zu groß werden. Danach weiß man, ob einem das Leben und Arbeiten im Ausland liegt oder ob man doch lieber in Deutschland bleibt. Ich kann es mir nach meiner Zeit in Raleigh gut vorstellen, für ein paar Jahre im Ausland zu arbeiten.