Nächstes Jahr wird unsere Firma MANN+HUMMEL 75 Jahre alt und ich bin mir sicher, dass schon bei der Gründung ein Bankkonto vorhanden war. Auf dieses Konto gingen Kundengelder ein, auch wenn es bar am Kundenschalter eingezahlt wurde. Lieferanten bekamen ihr Geld und wir Mitarbeiter unsere „Lohntüten“. All das Geld ging und kam vom Bankkonto, wobei ich nicht ausschließen möchte, dass sich Geld auch in einem Tresor in der Obhut von Herrn Dr. Hummel befand.

Eines unserer ältesten Bankkonten hat die MHDE bei der Kreissparkasse Ludwigsburg. Es hat die Nummer 17, wobei mir unsere Sparkassen-Kontaktperson gesagt hat, dass die 7 nur eine Prüfziffer sei und die eigentliche Kontonummer somit die 1 ist. So waren wir damals schon die Nr. 1, was sich gut verbinden lässt mit unserer heutigen Position als Marktführer in Filtration.

Seit der Gründung bis heute ist MANN+HUMMEL national, international und global gewachsen. Das hat wiederum dazu geführt, dass auch die Anzahl der Bankkonten im In- und Ausland ebenfalls angestiegen ist. Aus diesem einen Bankkonto bei der Kreissparkasse Ludwigsburg wurden inzwischen über 200 Bankkonten, aus einer Bank wurden mehr als 50 weltweit. Aus meiner Erfahrung kann ich berichten, dass es einfacher ist, ein neues Bankkonto zu eröffnen (da es gebraucht wird), als eines zu schließen (da man nicht weiß, ob es nicht doch noch gebraucht wird).

Wir in der Abteilung Treasury beanspruchen für uns, „zu wissen, was wir tun“. Dazu gehört unter anderem, die Transparenz über alle Bankkonten und dem darauf befindlichen Geld zu haben. Bankkonten und Bankkontensalden sind das eine. Dazu gehören aber noch weitere personenbezogene Themen, wie z.B.

  • wer ist unterschriftsberechtigt? (das führt zu einem sogenannten Unterschriftenprobeblatt)
  • wer darf mit wem Zahlungen freigeben? (niemand darf dies alleinberechtigt tun)
  • haben wir eine Passkopie? (Bei Bedarf für die Bank zwecks Unterschriftenabgleich bzw. Legitimation)

Über lange Zeit konnte die Bearbeitung unserer Bankkonten manuell bewerkstelligt werden. Aber wir kamen an Grenzen, zentral in Ludwigsburg all die Informationen zu sammeln, die lokal entstehen und immer mehr wurden. Eine Lösung musste her, die allen Beteiligten das Leben leichter machen und unseren Ansprüchen hinsichtlich „Bankkontenmanagement“ genügen sollte.

Nach einem Software-Auswahlprozess, übrigens unter Anleitung einer damaligen DHBW-Studierenden, haben wir uns für eine „Cloud“-Lösung der Firma TIS (Treasury Intelligence Solutions) entschieden. Ein Novum im Finanzbereich, befindet sich die Software nicht physisch bei uns, sondern liegt „in der Wolke“. Das ging aber nur, nachdem vorher der Corporate Information Security Officer die Firma, deren IT und das neue System auf Herz und Nieren geprüft hatte. Näheres dazu kann auch in der beigefügten TIS-Erfolgsgeschichte nachgelesen werden.

TIS_150001_Erfolgsstory_MANN_HUMMEL

Die Einführung und der weltweite Rollout wurden zentral von uns gesteuert und war zum Glück für alle Beteiligte eine gelungene Sache. Erfolgsfaktor war, dass wir zu Beginn ca. 80 % der Bankkonteninformation bereits zentral aufbereiten und hochladen konnten. Somit konnte viel Zeit gespart werden, welche wir lieber in Trainingsmaßnahmen investiert haben. Im Anschluss an die Trainings waren die lokalen Kollegen dann in der Lage, die restlichen 20 % selbst im neuen System zu erfassen. Gesagt, getan und die weltweite Einführung konnte zügig umgesetzt werden.

Mit der neuen Lösung haben wir einen Quantensprung nach vorne getan. Lokal werden die Bankkonteninformationen verantwortet und zentral durch uns gesteuert. Wir arbeiten täglich damit und bekommen all die Änderungen, die in diesem Bereich stattfinden, im Vergleich zu früher sozusagen hautnah mit. Auch bestehende Kontakte zur Internen Revision wurden an der Stelle ebenfalls intensiviert. Die Prüfer können die Bankkonteninformationen ebenfalls einsehen und bei Vorortprüfungen nutzen.

Bankkontenmanagement schlank und effizient durchführen zu können ist heute Realität für uns. Auch über die Zukunft und unserem weiteren Wachstum brauchen wir uns keine Gedanken an der Stelle zu machen, da wir nicht begrenzt sind in der Erfassung weiterer Bankkonten und Banken. Wir sind sicher, dass sie kommen werden. Aber gleichzeitig sind wir entspannt, dass wir sie auch so managen können, wie wir es wollen.