Für einen Nachmittag Erzieherin seinIch habe schon immer gern Zeit mit Kindern verbracht. Als ich in der zehnten Klasse war, habe ich ein halbes Jahr lang jeden Freitag nach der Schule im Kindergarten mitgeholfen und das Kinderkrippenspiel in der Gemeinde, in der ich wohne, mitorganisiert. Ich habe sogar mit dem Gedanken gespielt, eine Ausbildung zur Erzieherin zu machen. Ich habe mich dann allerdings für eine ganz andere Richtung entschieden: für ein duales BWL-Studium bei MANN+HUMMEL.

Die Entscheidung für das Studium habe ich nie bereut. Klar, BWL kann manchmal trocken und langweilig sein, aber es gibt auch viele sehr interessante Fächer. Sowohl bei MANN+HUMMEL als auch an der DHBW habe ich mich mittlerweile gut eingelebt und tolle Leute kennengelernt, mit denen sogar 5 Stunden Mathe sehr gut auszuhalten sind.

„aufwind“ in der Kinderklinik Ludwigsburg

Als dann vor einiger Zeit bei allen Azubis und Studenten rumgefragt wurde, wer bereit wäre, bei einem Fest in der Kinderklinik Ludwigsburg mitzuhelfen, das von aufwind e.V. verantaltet wird. Ich habe mich natürlich sofort gemeldet. Zusammen mit Melanie Baier, der Organisatorin,  vier weitere Kolleginnen, die sich genauso auf den Nachmittag freuten wie ich, und Hummeli machten wir uns auf den Weg in das Klinikum Ludwigsburg. Dort wurden wir von Frau Boldt begrüßt, die 2. Vorsitzende von aufwind  e.V. MANN+HUMMEL hat seit einiger Zeit eine Kooperation mit aufwind und unterstützt den gemeinnützigen Verein mit Spenden und verschiedenen Aktionen. Der Verein kümmert sich um Frühgeburten und Kinder, die krank sind oder waren und Nachsorge benötigen, und unterstützt deren Familien.

Ein turbulenter Spaß

Nach einer kurzen Einweisung legten wir los mit Luftballons aufblasen, Stationen aufbauen und Hummeli „einkleiden“. Dann trafen auch schon die kleinen Gäste mit ihren Eltern ein. Ab diesem Zeitpunkt hatten wir keine ruhige Minute mehr: Im Bällebad spielen, umgeworfene Kegel wieder aufstellen, aufpassen dass niemand vom Trampolin fällt. Kurz gesagt: 10 Jungs und Mädels im Alter von 4 Monaten bis 3 Jahren können einen ganz schön auf Trab halten. Aber auch wenn es turbulent zu ging und es nur kurze Verschnaufpausen gab, hatten wir alle großen Spaß. Am Ende, als die Kleinen müde vom Toben waren, blieb dann auch noch Zeit für eine Unterhaltung mit den Eltern. Für uns steht jetzt schon fest: Nächstes Mal sind wir wieder dabei.

An diesem Nachmittag sind mir zwei Dinge bewusst geworden. Erstens: Es könnte sein, dass Hummeli aus der Perspektive einer Zweijährigen nicht ganz so süß und lieb wirkt, wie es eigentlich ist. Und Zweitens: Nur weil man BWL studiert, ist man nicht 5 Tage die Woche mit Daten und Fakten beschäftigt – manchmal ist man für einen Nachmittag lang Erzieherin.