Im Rahmen meines internationalen Schulpraktikums ging es für mich ins Land der Elche, der stylischen Möbel und trendigen Klamotten- nach Göteborg in Schweden! Als Wirtschaftsgymnasiastin der Eduard-Breuninger Schule in Backnang mit dem Profilfach „internationale Wirtschaft“ wusste ich schon seit der Eingangsklasse, dass in der Jahrgangsstufe 1 ein Praktikum in einem Unternehmen ansteht. Ich entschied mich bewusst dafür, dieses nicht in Deutschland zu machen, da ich einen entsprechenden internationalen Bezug wollte. Dabei fiel meine Wahl auf Schweden, weil ich das Land sehr spannend finde, hauptsächlich aufgrund der eindrucksvollen Natur, der schönen roten Holzhäuser und weil man sich dort auch gut auf Englisch verständigen kann. So konnte ich ein Land, das seit langem ein Wunschreiseziel von mir ist erkunden und dabei sogar noch eine wertvolle praktische Erfahrung in einem internationalen Umfeld sammeln.

Schweden

Nachdem meine Bewerbung in Göteborg akzeptiert wurde, gab es für mich einiges zu organisieren. Ich buchte auf eigene Faust meine Flüge und suchte nach einer Unterkunft für meinen dreiwöchigen Aufenthalt. Das war gar nicht so einfach. Im Endeffekt musste ich in drei verschiedenen Airbnb-Zimmern wohnen. Aber das hatte auch seine Vorteile. So lernte ich nicht nur unterschiedliche Stadtteile von Göteborg kennen, sondern machte auch Bekanntschaften mit herzlichen schwedischen Gastgeberinnen und Gastgebern, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen und auch den ein oder anderen Geheimtipp für meine Freizeitgestaltung vor Ort hatten. Mit den wichtigsten schwedischen Alltagsfloskeln im Gepäck ging es dann im Mai endlich los in mein kleines Auslandsabenteuer.

MANN+HUMMEL in Göteborg

Göteborg ist Schwedens zweitgrößte Stadt nach Stockholm und zugleich einer der zwei Standorte, an denen MANN+HUMMEL in Schweden vertreten ist. Das MANN+HUMMEL – Team in Göteborg besteht aus folgenden Kollegen: Swantje Berking, Goran Gajic und Mike Schmid. Gleich zu Beginn meines Praktikums habe ich mich dort sehr gut aufgehoben gefühlt, was mitunter sicher daran lag, dass ich von Anfang an in alles miteinbezogen wurde. So durfte ich beispielsweise direkt an Teambesprechungen und Telefonkonferenzen teilnehmen, was für mich als Schülerin eine ganz neue Welt war. Da ich nur für so kurze Zeit im Team war, konnte ich leider nicht viele eigenständige Aufgaben übernehmen, aber jeder im Team hat sich viel Mühe gegeben, um mir den bestmöglichen Einblick in die gängigen Geschäftsabläufe zu gewähren. Besonders interessant wurde es für mich, wenn ich eine Parallele zwischen dem im BWL-Unterricht vermittelten Wissen und den dort in der Praxis angewendeten Abläufen erkennen konnte. Dadurch wurde der Theorie etwas Leben eingehaucht und ich wusste, wofür das ganze Büffeln gut war. Für einen Tag durfte ich auch die Geschäftsstelle in Svenljunga besuchen, wo ich einen Einblick in den Arbeitsalltag von Ivanka Poljak bekommen habe. Dort konnte ich die Produktionsstätte genauer unter die Lupe nehmen und MANN+HUMMEL Schweden noch von einer anderen Seite kennenlernen.

Skyline von Göteborg, Schweden

 

Die schwedische Lebensweise

Auch neben dem Praktikum nutzte ich die Zeit ausgiebig, indem ich unter anderem für einen Tag die dänische Hauptstadt Kopenhagen besuchte, die durch die Öresundbrücke direkt mit Schweden verbunden ist. Und natürlich durfte auch eine Rundfahrt mit dem Schiff durch den Schärengarten Göteborgs nicht fehlen, was wirklich ein einzigartiges Erlebnis war. Aber auch in meinem Alltag entdeckte ich beim Herumschlendern nach der Arbeit viele neue Flecken und wurde auf einige kulturelle Unterschiede aufmerksam. Auch mit meinen Kollegen verbrachte ich gerne Zeit und erhielt so Eindrücke von der schwedischen Lebensweise. Ich erfuhr unter anderem, dass sich in Schweden Arbeitnehmer im Sommer problemlos vier bis fünf Wochen frei nehmen können, um Urlaub zu machen und konnte oft feststellen, dass sobald die Sonne scheint alle Schweden ins Freie gehen um Vitamin D zu tanken, da der Winter hingegen von viel Dunkelheit geprägt ist. Eine gute Work-Life-Balance hat für die Schweden also einen hohen Stellenwert. Auch von der schwedischen Gelassenheit konnte ich mir eine Scheibe abschneiden. Allgemein hatte ich das Gefühl, dass die Menschen in Schweden das Leben leichter nehmen und einfach offener sind, als man es in Deutschland gewohnt ist. Und natürlich darf das Radfahren bei jedem Wetter auch nicht unerwähnt bleiben! Fahrräder sind in Schweden das wohl beliebteste Fortbewegungsmittel und das mit gutem Grund: Immerhin sind sie umweltfreundlich, platzsparend für die Städte und man integriert ganz einfach sportliche Betätigung in seinen Alltag. Die meisten Unternehmen haben auch Duschen und Umkleidekabinen, damit man sich nach einem morgendlichen Rad-Work-out wieder frisch machen kann.

Auslandspraktikum  Auslandsaufenthalt

Durch mein Praktikum in Schweden habe ich viele Einsichten in die Berufspraxis gewonnen und der Begriff „Internationalität“ hat für mich, in Bezug auf mein Profilfach, eine handfeste Bedeutung bekommen. Außerdem hat sich mein Berufswunsch, später etwas im kaufmännischen Bereich zu machen, gefestigt. Aber ich habe nicht nur ein tieferes Verständnis für internationale wirtschaftliche Zusammenhänge erlangt, sondern konnte auch eine andere Kultur kennenlernen. Ich denke ein Stückchen Schweden, wie beispielsweise die Gelassenheit, habe ich auch mit nach Hause genommen und ich kann mir sehr gut vorstellen nach dem Abitur noch einmal für längere Zeit dort zu leben.