Geräuschdämpfer für das AkustikdesignWer seinen Job mag, findet ihn interessant und wahrscheinlich auch wichtig fürs eigene Unternehmen. Ungewöhnlich wird es, wenn sich plötzlich ein Fernsehteam für den eigenen Tätigkeitsbereich interessiert. Erlebt hat das kürzlich Matthias Alex, der hier von seinen Erfahrungen bei Dreharbeiten für das Vox Automagazin „auto mobil“ berichtet.

„Das, was zwei Mechaniker und sechs Ingenieure gemeinsam mit mir machen, steht normalerweise nicht gerade im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Als Entwickler und Techniker im Bereich Akustikdesign kümmern wir uns vorrangig um die Dämpfung der Geräusche, die im Ansaugtrakt eines Verbrennungsmotors entstehen. Schließlich sorgen immer strengere Grenzwerte hinsichtlich der Geräuschemissionen dafür, dass auch die Ansaugsysteme, die MANN+HUMMEL entwickelt, ihren Beitrag zur Geräuschreduktion von Kraftfahrzeugen leisten müssen.

Klang transportiert Emotionen

Weil der Klang eines Motors aber auch Emotionen transportiert, ist immer öfter Sounddesign statt bloßer Geräuschdämpfung gefragt: Ohne Geräuschgrenzwerte zu verletzen, soll ein Motor für die Insassen eines sportlichen Autos auch sportlich klingen. Auch das ist Aufgabe meines Teams – und die Aufgabe des sogenannten Symposers. Dabei handelt es  sich um ein System, das die vom Motor erzeugte Ansaugpulsation in den Innenraum überträgt und so das Motorgeräusch bewusst gestaltet.

Vom Akustiklabor ins Fernsehen

Matthias AlexAls sich die Redaktion des Vox Automagazins „auto mobil“ im letzten Herbst mit dem Thema Sounddesign beschäftigte, stieß sie auf MANN+HUMMEL. Mann könnte auch sagen, sie musste auf MANN+HUMMEL stoßen. Mir verschaffte das eine inter­essante Abwechslung zu meinen üblichen Tätigkeiten. Statt am Computer an Simulationen zu arbeiten oder in Meetings mit meinem Team oder Kunden zu sitzen, habe ich das Fernsehteam einen Tag lang betreut. Ich musste für die Aufnahmen ein mit unserem Symposer ausgerüstetes Auto fahren, das System erklären und über den Sinn und die Möglichkeiten von Sounddesign sprechen. Ansehen können Sie sich das alles auf der Website von Vox.

Ungewohnte Öffentlichkeit

Vorstellung des Akustikdesigns bei auto mobilErstaunlich ist, wie das Fernsehen einen Tag Arbeit auf fünfeinhalb Minuten verdichtet – Minuten, in denen man auf völlig ungewohnte Weise im Rampenlicht steht. Und auch wenn man damit – Gott sei Dank! – nicht zum Promi wird, so ist ein Auftritt im TV doch eine sehr öffentliche Angelegenheit: Ich war überrascht, wie oft und von welcher Seite ich darauf angesprochen wurde und werde. Und obwohl ich regelmäßig Vorträge halte, ist es ungewohnt und aufregend, vor laufender Kamera zu sprechen und zu agieren. Spaß hat es auch gemacht, auch wenn mir im Bericht zwei Dinge zu kurz kommen: der Hinweis darauf, dass das Akustikdesign  in Ludwigsburg von einem achtköpfigen Team geleistet und bei MANN+HUMMEL an verschiedenen Stellen rund um die Welt betrieben wird. Aber dazu war in den gut fünf Minuten wahrscheinlich nicht genug Zeit.“