Ich hätte ja eine Idee, aber …

Immer wieder treffe ich Kolleginnen und Kollegen, die gerne Ideen beisteuern würden, doch sich im Prinzip nicht sicher sind, ob ihre Vorschläge gut genug sind oder überhaupt gebraucht werden. Man will schließlich nicht in die falsche Richtung denken oder sich unter Umständen sogar blamieren. Dazu sei nur gesagt: Alle Ideen sind richtig und wichtig – und sei es nur als Denkanstoß und Ermutigung für Andere. Die Erfahrung zeigt: Für eine echte Innovation bedarf es hunderte von Ideen.

Nachfolgend also ein paar Tipps, und zwar am Beispiel einer Idee für ein neues Produkt…

Passend zur Produktstrategie

Die Idee für ein neues Produkt muss natürlich zur Produktstrategie des Unternehmens passen, für das man arbeitet. Sonst hat auch der beste Vorschlag keine Chance. Die Produktstrategien sind in der Regel geschäftsbereichsübergreifend angelegt, also für die verschiedenen Organisationseinheiten maßgeblich, und werden von einer Person oder einem Team verantwortet. Bei MANN+HUMMEL sind das die Product Champions. Dabei handelt es sich um erfahrene Senior Manager, die im Unternehmen sehr gut vernetzt sind und das Produktportfolio sehr genau kennen. Die Product Champions sind der ideale Ansprechpartner, um mehr über Produktstrategien zu erfahren und darüber, wo eigentlich Ideen benötigt werden. Schließlich müssen die Product Champions strategische Projekte in ihrer Innovation-Pipeline haben und sind immer auf der Suche nach guten Ideen, die in ihre Strategie passen. Wenn ein Product Champion dann von einem Vorschlag begeistert ist, wird er sich dafür stark machen. 

Innovationsportfolio von 70:20:10

Gute Ideen für neue Produkte haben unter Umständen eine höhere Chance, wenn sie das Kerngeschäft des Unternehmens betreffen. Denn hier stehen in der Regel mehr Ressourcen für Studien- oder Innovationsprojekte zur Verfügung. Das hat mit der Struktur des Innovationsportfolios in Unternehmen zu tun: 70 Prozent der Innovationsprojekte finden im Idealfall im Kerngeschäft statt. Nur die verbleibenden 30 Prozent der Innovationsprojekte haben mit der Entwicklung völlig neuer Produkte und Technologien (10%) sowie mit der Erweiterung bestehender Geschäftsfelder (20%) zu tun. Mit dieser 70:20:10-Struktur des Innovationsportfolios sorgen Unternehmen für Neuerungen, schützen sich aber vor unkalkulierbaren Risiken.

Gezielte Ideensuche

Eine gute Plattform, um mehr über gefragte Ideen und Vorschläge zu erfahren, ist das Ideenmanagement in Unternehmen. Über die HYPE!-Plattform bei MANN+HUMMEL können Mitarbeiter ihre Vorschläge eingeben. Andere Mitarbeiter können die eingereichten Ideen bewerten und auch kommentieren. So werden die Ideen durch die HYPE!-Community weiterentwickelt. Letztlich erfolgt eine Entscheidung über die Ideen durch das sogenannte HYPE! Review Board, in welchem die Product Champions ein fester Bestandteil sind.

Zudem werden über diese Ideenmanagementplattformen in Abständen gezielte Ideenkampagnen durchgeführt: Die Fragestellung, für die eine Lösung gesucht wird, läuft dann beispielsweise als Bannerwerbung auf der Plattform. Parallel werden solche Ideengesuche durch Poster, Flyer und einem Aufruf im Intranet beworben.

Es lohnt sich also, Augen und Ohren aufzuhalten!

Dieser Beitrag und der von Frau Dr. Patricie Merkert erscheint im Rahmen der Blogparade #Ideenkommunizieren von Henryk Lüderitz!