Der Girls' Day bei MANN+HUMMEL

Der Girls‘ Day bei MANN+HUMMEL.

Am Donnerstag, 27. März 2014, fand in der Ausbildungsabteilung wieder ein Girls‘ Day statt. Dabei laden verschiedene Betriebe in ganz Deutschland Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren ein, welche die Berufsfelder Technik, Naturwissenschaften, Handwerk und Informatik kennenlernen wollen. Der Girls‘ Day soll die Mädchen motivieren, später einen Beruf in diesen Feldern zu ergreifen.

Unsere Ausbildungsleiterin Frau Fritz begrüßte um 9 Uhr morgens 15 Mädchen bei MANN+HUMMEL. In verschiedenen Abteilungen durften sie, immer zu zweit, bis zum Mittag mitarbeiten.  Nach der Mittagspause ging es dann in der Ausbildungsabteilung weiter. Um auf Nummer sicher zu gehen, bekamen erst einmal alle Sicherheitsschuhe. Danach erklärte ich ihnen mithilfe einer Komplettzeichnung das Bauteil, das die Mädchen herstellen sollten. Dabei handelte es sich um eine Taschenlampe, von der die Teilnehmerinnen zwei Bauteile selber fertigen sollten.

Von den drei Gruppen, in welche die Mädchen aufgeteilt wurden, fing die erste Gruppe damit an den Lampenschirm zu drehen. Diesen haben wir vorher bereits auf der CNC-Drehmaschine vorbereitet. An der Drehmaschine durften die Mädchen nun unter Anweisung und Aufsicht eines Auszubildenden ein Loch bohren. Dabei musste die richtige Reihenfolge eingehalten werden: Zentrieren, bohren, senken.

Der Girls' Day bei MANN+HUMMEL

Die Mädchen sollten eine Taschenlampe bauen.

Mut zur Drehmaschine

Die zweite Gruppe drehte an der Drehmaschine, die ich betreute, die Hülsen. Diese haben wir ebenfalls an der CNC-Drehmaschine vorbereitet, deshalb war das Teil von einer Seite schon plangedreht und durchgebohrt. Außerdem war auch schon das Gewinde dran. Jedes Mädchen durfte nun alleine drehen. Bei meiner Ankündigung, dass sie das Teil selber drehen, sahen viele erst nicht begeistert aus. „Da mach ich bestimmt was kaputt“ befürchtete die Eine oder Andere. Meine Behauptung, die Maschinen wären unkaputtbar, glaubte mir erst niemand. Irgendwann traute sich eine Mutige. Der erste Arbeitsschritt war das Plandrehen der Teile auf einer Seite, damit die Fläche ganz eben wird. Ich erklärte jeweils, wo was betätigt, gedrückt oder gedreht werden muss, damit auch alles klappt.

Das Interesse wuchs

Als Nächstes musste noch ein M5-Gewinde geschnitten werden. Auch das erklärte ich Schritt für Schritt: Erst einmal die Drehzahl heruntersetzen um mit dem Senker zu senken, dann mit dem Gewindebohrer einfahren. Zum Schluss wurde dann natürlich noch entgratet. Nachdem die erste Teilnehmerin mit drehen fertig war und der Rest gesehen hatte, das nichts schief geht, trauten sich dann auch die anderen Mädchen an die Drehmaschine. Einige waren sogar ganz interessiert und fragten bei jedem Schritt nach dem „Warum“. Manche wollten auch wissen, was ich hier in meinem Alltag als Auszubildender oder später als Industriemechaniker mache, oder was man hier in der Ausbildung sonst noch machen kann.

Die dritte Gruppe arbeitete an der Station „Zusammenbau“. Hier konnten die Mädchen noch zwei weitere Löcher bohren, die Anschlüsse verlöten und eben alles zusammenbauen.

Nach 15 Uhr waren dann alle mit ihren Stationen durch und trafen sich noch einmal gemeinsam. Ich glaube, der Tag in unserer Firma hat ihnen Spaß gemacht – auf jeden Fall mehr Spaß als ein normaler Schultag.