Bereits seit 2011 besteht aufwind e.V. als Projekt zur Förderung der Kinderklinik und als sozialmedizinische Nachsorge. Aufwind e.V. unterstützt beratend und begleitend Familien mit schwer kranken, chronisch kranken sowie frühgeborenen Kindern. Aufwind e.V. ist Mitglied im Bundesverband Bunter Kreis. Erst im Juni diesen Jahres wurde den Mitarbeitern von aufwind eine qualitativ hochwertige Arbeit im Rahmen der Re-Zertifizierung zum wiederholten Male bestätigt. Im Mittelpunkt der Nachsorge stehen neben der medizinischen Versorgung des erkrankten Kindes auch die Familie, das Beziehungssystem und die Lebensumwelt.

Wir sind ein interdisziplinäres Team aus Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen, Sozialarbeitern, Psychologen und Kinderärzten. Wir begleiten Familien bereits in der Klinik auf dem Weg nach Hause. Die Begleitung hilft den Familien, sich zu Hause allein zurecht zu finden und sichert die Lebensqualität der Familien und ihrer Kinder. Gewissermaßen begleitet uns auf diesen Wegen auch immer wieder MANN+HUMMEL. Dank eines Autos, das uns das Unternehmen zur Verfügung stellt, können wir problemlos zu allen Familien im Landkreis Ludwigsburg fahren. Der Flitzer mit dem schicken bunten Outfit ermöglicht es allen Mitarbeitern im Team an 365 Tagen im Jahr, die Familien zu Hause zu besuchen.

Autoübergabe aufwind e.V.
5 Jahre Bestleistung bei aufwind e.V.

Unser 5-jähriges Bestehen wurde gebührend gefeiert. Als Anlass diente der Welt-Frühgeborenen-Tag am 17.11.2016. Das Programm startete mit den Spendern, die aufwind e.V. teilweise bereits seit Jahren oder sogar von Anbeginn unterstützen und auch Mitarbeiter von MANN+HUMMEL begleiteten uns an diesem Abend. An dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Dank an alle Spender!

Den Höhepunkt des Festtages bildete der Laternenumzug im Schlossgarten mit den Familien, die unser Team um aufwind e.V. bereits begleitet und unterstützt hat. Mit Gesang und dem Lichtermeer der Laternen machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum lila beleuchteten Schloss. Warum lila fragen Sie? Es ist die Farbe der Frühgeborenen und jedes Jahr nehmen weltweit einige Städte an dieser Aktion teil, die sich „Light it up purple“ nennt. Das Farbenspektakel erinnert an die Kleinsten, die unsere Hilfe benötigen. In diesem Jahr wurde der Laternenlauf auch von Hummeli unterstützt. Nach anfänglichem Respekt wurde die große Hummel schon bald freudestrahlend begrüßt und sorgte so für ein weiteres Highlight an diesem besonderen Abend. Wieder im Krankenhaus angekommen ließen wir bei Würstchen und Punsch den Abend mit allen gemütlich ausklingen.

Schloss Ludwigsburg lila

Auszug aus dem Erfahrungsbericht eines ehemaligen Frühgeborenen:

„Ich wurde in der 27 Schwangerschaftswoche geboren, also 13 Wochen zu früh! Das war vielleicht eine Aufregung, für meine Eltern vor allem. Schließlich wog ich gerade mal so viel wie 6 Tafeln Schokolade. Eigentlich war meine Unterbringung total in Ordnung. Ich hatte ein „Ein-Zimmer-Apartment“ all inklusive (auch Brutkasten oder Inkubator genannt). Hier war es schön warm und ich wurde rundum versorgt. Gut ich muss gestehen, ich hatte es noch nicht so mit selber atmen oder gar selber essen.

Daher wurde ich mit einem Schlauch über die Nase ernährt (eine Magensonde) und hatte ein Gerät, das mir beim Atmen geholfen hat. Nach vielen, vielen Wochen, ich wog irgendwann so viel wie 12 Tafeln, dann soviel wie 25 Tafeln Schokolade, durften mich meine Eltern mit nach Hause nehmen. Ich habe mich total auf den Umzug nach Hause gefreut. Für meine Eltern war das sicherlich immer noch schwierig. Ich war immer noch ein ziemlich gemütlicher Esser und ich habe manchmal vergessen, dass ich atmen muss. Ich brauchte daher noch den Schlauch zum Essen und einen Monitor, der aufgepasst hat, dass ich atme.

Zum Glück gab es das Team aufwind, das meine Eltern unterstützt hat. Es ist nämlich, glaube ich, ziemlich stressig ein Baby zu haben, das so viele Kabel und Schläuche braucht. Ich musste jeden Tag trinken üben. Schließlich sollte der Schlauch irgendwann raus. Hier wurde meinen Eltern gezeigt, wie man das so macht. Und das war nicht alles. Wie schon gesagt, bin ich ein sehr gemütlicher Typ. Damit ich mich mehr bewege, mussten meine Eltern außerdem regelmäßig mit mir turnen (so genannt Krankengymnastik oder Physiotherapie) gehen. Außerdem ich hatte ich noch mehr Termine – ich kam mir sehr wichtig vor.

Schließlich haben nur Politiker so viele Termine wie ich.- Damit meine Eltern überhaupt noch irgendwie mit den Termine und allem zurechtkamen, haben ihnen die Mitarbeiter von aufwind geholfen. Sie haben sortiert, koordiniert und informiert. Vor allem haben sie jedoch meinen Eltern Mut gemacht, alles zu schaffen. Dafür möchten wir uns bedanken! Ich bin inzwischen drei Jahre alt und hatte sehr viel Spaß beim Laterne laufen. Die Würstchen waren lecker und die Geschenke toll. Danke an alle Spender!“