Bereits zum dreizehnten Mal fand am 24. Juni 2017 die Oldtimer Rallye „Hasten Historic“ statt. Bei dieser, nicht nur im Bergischen Land beliebten Veranstaltung, fungierte ich in diesem Jahr als Fahrtleiter. Zu meinen Aufgaben zählte unter anderem die Ausarbeitung einer geeigneten Strecke und eines Bordbuchs– das übrigens auch sogenannte Chinesenzeichen und verschiedene Karten zur Streckenfindung enthielt. Ich entschied mich, eine Stempelkontrolle direkt vor dem Haupteingang „meiner“ Firma, MANN+HUMMEL Vokes Air in Sprockhövel, einzurichten.

Unter anderem mussten die Teilnehmer der Rallye im Industriegebiet Stefansbecke einige Punkte, Striche und Pfeile in der richtigen Reihenfolge anfahren, dabei unterstützten wir sie mit einem Luftbild, auf dem die entsprechende Reihenfolge aufgezeichnet war. Wer die Aufgabe richtig erledigte, erhielt einen Stempel in seine Bordkarte. Alle, die nicht den korrekten Weg gefahren waren, bzw. die Kontrolle aus der falschen Richtung angesteuert hatten, bekamen einen anderen Stempel – in Form eines Kamels. Der Kontrollposten hatte seinen regen Spaß, an den zum Teil sehr verdutzten Gesichtern der Teilnehmer.

Mit Geschick ans Ziel

Bereits am Morgen hatten sich die annähernd 100 Fahrzeuge, samt Besatzung am Start versammelt. Nach der Papierabnahme freuten sich alle zuerst einmal über ein gemeinsames Frühstück. Nach dem Start waren die Teilnehmer zum ersten Mal gefordert, als sie eine Sollzeit-Prüfung absolvieren mussten. „Fahren Sie ca. 120 Meter in 30 Sekunden“, lautete die Aufgabe.

Anschließend ging es auf die in diesem Jahr etwas längere Strecke. Gut 170 Kilometer waren zu absolvieren, da es unter anderem bis nach Hattingen und Sprockhövel ging. Auch die Straßen und Ampelphasen der Städte Solingen und Gevelsberg mussten dieses Jahr in Kauf genommen werden. Doch ich bin sicher, dass zahlreiche, herrliche Ausblicke in die niederbergische Landschaft (u.a. der Kalksteinbruch in Wülfrath) dafür entschädigt haben. Darüber hinaus kann auch die Durchfahrt des historischen Ortskerns der „Bücherstadt“ Langenberg als Highlight genannt werden.

Nach der Runde über Solingen, Wülfrath, Velbert und das Wodantal trafen alle Teams mehr oder weniger pünktlich zur Mittagspause ein, die das Porsche Zentrum in Wuppertal perfekt ausgerichtet hatte. Nachmittags ging es dann durch die Elfringhauser Schweiz bis zum Gelände des ehemaligen Stahlwerkes und heutigen Industriemuseums Henrichshütte. Hier hatten die Teilnehmer nicht nur eine verzwickte Orientierungsaufgabe zu lösen, sondern mussten gleichzeitig auch eine 0-Zeit Prüfung mit unbekanntem Ziel absolvieren. Während die Aufgabenstellung Sportlich und Tourensportlich ausschließlich auf Chinesenzeichen und Kartenaufgaben beruhte, mussten die Teilnehmer der „Touristischen“ Wertung, die ihre Strecke anhand einer detailliert geschriebenen Wegbeschreibung ziemlich leicht finden konnten, zusätzlich noch einige Aufgaben lösen. So z.B. die Profiltiefe ihres rechten Hinterreifens benennen, ihren Kilometertand kennen oder Buchstabenkombinationen von Kfz- Kennzeichen den jeweiligen Städten zuordnen. Eine bunte Mischung an Aufgaben, die alle Teilnehmer vor kleinere und größere Herausforderungen stellte!

Im Ziel auf dem Rathausplatz in Remscheid war manches Team noch recht locker drauf, andere Teams ziemlich geschafft. Spätestens beim gemeinsamen Abendessen im Remscheider Bräu, war dann aber alle Anstrengung verflogen und die Sieger freuten sich bei der Pokalverteilung über ihre Preise.

Im nächsten Jahr wird es wieder eine Hasten Historic geben und so viel sei gesagt: Die Vorbereitungen dafür haben bereits begonnen!