Was haben das World Wide Web und die kleinen gelben Post-Its gemeinsam? Richtig: Das waren tolle Ideen, die die Welt irgendwie verändert haben. Sie sind aber nicht – wie das Heureka! von Griechenlands Archimedes vermuten lässt – in einem genialen Moment entstanden, sondern das Ergebnis eines langen Ideenfindungs- und Entwicklungsprozesses. Also nur Mut! Wenn Sie eine gute Idee haben, treiben Sie sie im Unternehmen voran.

Tipp 1: Beantworten Sie das WARUM so gut wie möglich

Als erstes sollten Sie darüber Bescheid wissen, ob es so etwas wie ein Ideenmanagement in Ihrem Unternehmen gibt. Wenn Sie dort Ihre Ideen einbringen, sollten Sie das WARUM so gut wie möglich beantworten können: WARUM ist Ihre Idee gut? Dafür müssen Sie prüfen ob, Ihre Idee für Ihr Unternehmen interessant ist, ob es einen Markt für Ihre Idee gibt und welche Kompetenzen es in Ihrem Haus gibt, um den Lösungsvorschlag angehen zu können. Je besser Sie dieses WARUM beantworten können, desto eher wird Ihre Idee Gehör finden.

Tipp 2: Nutzen Sie die schlauen Köpfe von anderen

Es gibt Ideen, die entstehen allein im stillen Kämmerlein. Das sind offen gestanden aber die wenigsten. Gute Ideen entwickeln sich da, wo Menschen gemeinsam über ihre Ideen diskutieren und sich gedanklich gegenseitig befruchten. Gehen Sie offen mit Anregungen um, selbst wenn diese mal kritisch ausfallen. Nutzen Sie die schlauen Köpfe Anderer – Ihrer Kollegen, Freunde, Querdenker und Freigeister. Erzählen Sie von Ihrer Idee beim Mittagessen, in der Kaffeepause oder, wenn Ihr Unternehmen so etwas bietet, in der „freien Innovationszeit“. So können aus guten Ideen auch noch bessere Ideen entstehen. Es gibt hierzu auch ein gutes Buch des US-amerikanischen Sachbuchautor Steven Johnson: Wo gute Ideen herkommen. Auf Youtube ist auch ein entsprechendes Video  zu finden.

Tipp 3: Nicht gleich die Flinte ins Korn werfen!

Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Ihre Ideen nicht weiterkommen! Wenn Sie ein paar Mal nicht geschafft haben, heißt das nicht, dass Ihre Ideen nicht gut sind. In den meisten Unternehmen ist der Innovationsprozess wie ein Trichter angelegt: Man möchte oben sehr viele Ideen hineinwerfen, um dann gezielt aussieben und die besten Vorschläge zur Marktreife bringen zu können. Lassen Sie sich also nicht entmutigen. Auch im Innovationsprozess sind die Ressourcen limitiert.

Tipp 4: Finden Sie eine Sponsor

Sie können versuchen, einen sogenannten „Sponsor“ oder Fürsprecher für sich auf einer höheren Ebene zu finden. Bei MANN+HUMMEL sind das zum Beispiel die Product Champions. Wenn Sie einen Product Champion von Ihrer Idee überzeugen, dann wir er sich für Sie einsetzen und zwischen Ihnen und der Entscheidungsebene vermitteln. Das ist unter Umständen schon mal die halbe Miete.

Tipp 5: Wenn alles nichts hilft: Ärmel hochkrempeln!

Natürlich kann es auch sein, dass Ihre Idee nicht ankommt und Sie keinen Sponsor finden. Wenn Sie aber dennoch von Ihrem Vorschlag überzeugt sind, dann gibt es nur einen Weg: Krempeln Sie die Ärmel hoch und treiben Sie Ihre Idee voran. Das wird niemand anders für Sie tun. Denken Sie an die kleinen gelben Post-Its. Ihr Erfinder, Dr. Spencer Silver, brauchte sechs Jahre, bis sich seine Idee durchsetzte. Heute gelten die Post-Its als eine der wichtigsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts. Vielleicht ist Ihre Idee ja ähnlich gut!

Dieser Beitrag und der von Frau Mirja Vogt erscheint im Rahmen der Blogparade #Ideenkommunizieren von Henryk Lüderitz!