Seit 2012 zelebrieren wir in unserer Gruppe „Entwicklung Ölfilter“ den Movember. Der Begriff ist ein Kunstwort aus Moustache (Schnurrbart) und November und bedeutet, dass wir uns – wie Millionen anderer Männer weltweit – einen Monat lang einen Oberlippenbart stehen lassen.

Die Ursprungsidee des Movember kommt aus Australien: Die Initiatoren wollten auf das Thema Männergesundheit aufmerksam machen und gründeten die Bewegung, an der sich weltweit inzwischen mehrere Millionen Männer beteiligen. Ähnlich wie das Tragen der Aids-Schleife an die Gefahren der Immunschwächekrankheit erinnert, soll das zeitweilige Tragen eines Oberlippenbarts Männer daran erinnern, regelmäßig zur Vorsorge zu gehen und offen mit körperlichen oder seelischen Erkrankungen umzugehen. Zusätzlich zur Sensibilisierung für das Thema findet auch jährlich ein Spendenwettbewerb statt.

Als meine Kollegen Marius Panzer, Marco Faißt und ich 2012 von der Movember-Bewegung hörten, fanden wir die Idee klasse – nicht nur, weil wir das Thema wichtig fanden, sondern auch weil die Aktion jede Menge Spaß versprach.

Zu dritt ließen wir uns also in jenem Movember 2012 erstmals einen „Mo“ stehen.

(v. l.: Marco Faißt, Marius Panzer, Thomas Gose)

Wenn man plötzlich mit einem mehr oder weniger zeitgemäßen Schnurrbart daher kommt, sprechen einen die Kolleginnen und Kollegen natürlich darauf an.  Auf diese Weise kann das doch so gerne vernachlässigte Thema der Männergesundheit auf unverkrampfte, selbstironische Art und Weise zur Sprache  gebracht werden.

Über die Jahre haben wir den Spendengedanken etwas geweitet: Wer die Idee gut findet, kann für einen guten Zweck wie z. B. Ärzte ohne Grenzen oder die Kinderkrebshilfe spenden, natürlich auf freiwilliger Basis. Auf diese Weise konnten wir als „Mo Bros“ auch Kolleginnen für den Movember begeistern. Gegen eine Movember-Spende konnten sich diese eine besonders hübsche „Gesichtshecke“ für uns aussuchen.

Den Moustache kann man(n) auf unterschiedliche Weise tragen: nach oben gebogen, nach unten gebogen, lang, kurz, lang und gezwirbelt – in Kombination mit Backenbart oder ohne. Wir haben mittlerweile rund 50 Vorlagen, aus denen man sich für den kommenden Movember einen „Schnurres“ aussuchen kann. Die Möglichkeiten sind zahlreich, und es gehört auch etwas Mut dazu, bei der Aktion mitzumachen. Kollegen, Vorgesetzte, Freunde, die einen das ganze Jahr über rasiert gesehen haben, fragen sich, was plötzlich mit dir los ist – und deine Familie sorgt sich nun erst recht um deine ganzheitliche Gesundheit. 😉

Im Idealfall trägt man den selbst gewählten Schnurrbart, wie jeder Barträger, mit Respekt und Stolz den ganzen Movember über. Wenn in dieser Zeit wichtige Termine wie beispielsweise eine Präsentation beim Management anfallen, muss man sich schon manch’ belustigten Blick gefallen lassen. Das wird dann eben mit Fassung getragen, obwohl man schon gerne wüsste, was im Kopf des Gegenübers so vor sich geht. Über die Jahre konnten wir weitere Mitstreiter aus den Bereichen Entwicklung, Prüffeld, Simulation und Projektleitung für die Aktion gewinnen. Die barttechnischen Errungenschaften halten wir fotografisch fest und bereiten dies als Erinnerung, wie hier für 2014 gezeigt, künstlerisch auf.

(v. l. o.: Marius Panzer, Sergio Gandini, Marco Faißt)

In 2015 nahmen weitere Kollegen sogar aus China und Indien teil.

Gruppenbild Movember

(v. l. o.: Gowtham Vidyasagar , Marco Faißt, Steffen Pfannkuch, Sergio Gandini, Alex Lei, Ulrich Strebel, Sebastian Ebert, Marius Panzer, Thomas Gose)

Zur Freude der Familie hat auch der schönste Movember ein Ende, so wie hier beim Movember-Showdown 2016 erstmals im neuen Technologiezentrum.

(v. l.: Friedemann Hahn, Marius Panzer, Steffen Pfannkuch, Marco Faißt, Thomas Gose, Alexander Traut)

Wir freuen uns natürlich über neue Movember-Mitstreiter. Wer Lust hat, im kommenden Herbst dabei zu sein, kann sich gerne bei uns melden. Ein bewährter Tipp unsererseits für Movember-Interessierte: Melden Sie das Vorhaben frühzeitig zuhause an; Ihre Frau und Ihre Kinder sollten sich rechtzeitig darauf einstellen. 😉

Bis zum nächsten Movember,

Marius Panzer und Thomas Gose