Betrachtet man die Entwicklung des Standorts Marklkofen von seinen Anfängen im Jahr 1962 bis heute, so kann man von einer echten Erfolgsgeschichte sprechen. Mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mehr als 170 Millionen produzierten Filterelementen pro Jahr ist Marklkofen heute das vermutlich größte Filterwerk der Welt. Den Grundstein für diese Entwicklung legte der erste Werkleiter Friedrich Ebertseder, in dem er das Werk ständig weiterentwickelte und jede sich bietende Wachstumschance konsequent nutzte: Seine Nachfolger haben diese Geschichte fortgesetzt.

Als ich den Beitrag meines Vorvorgängers Friedrich Ebertseder las, fiel mir vor allem eine Zahl ins Auge: „1974 überschritt die Produktion pro Arbeitstag mit 100.915 Filtern erstmals die 100.000er-Marke“. Zur damaligen Zeit war das ein echter Meilenstein in der Erfolgsgeschichte des Standorts Marklkofen. Mittlerweile hat sich unsere Produktionsleistung versiebenfacht: Im Schnitt laufen hier rund 750.000 Filterelemente täglich vom Band.

Trotz seiner Größe und der enormen Leistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnte sich der Standort bestimmte Wesenszüge aus früheren Jahrzehnten erhalten: Der interne Zusammenhalt; der vertrauensvolle Umgang miteinander; die Verbundenheit der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen; die Leidenschaft und Freude hier im Werk zuarbeiten. Schon zu Zeiten von Friedrich Ebertseder waren die Leute stolz, „Marklkofener“ zu sein – und das ist heute noch so. Dieses Bild bekomme ich auch von Kunden zurückgemeldet: „Bei Ihren Mitarbeitern merkt man, dass sie stolz und froh sind, hier zu arbeiten“.  

Produktion Marklkofen

Mehr Eigenverantwortung, verändertes Portfolio

Natürlich hat sich im Vergleich zu den Jahrzehnten des Aufbaus auch viel verändert: Das Werk hat heute deutlich mehr Eigenverantwortung, insbesondere was die Ergebnisverantwortung angeht. Und in den vergangenen Jahren wurden weitere wichtige Funktionen wie z.B. die Entwicklung / Konstruktion der IAM Produkte in Marklkofen angesiedelt. Die Erweiterung der Prüfkompetenz zu Validierungs- und Requalifizierungsprüfungen im 2012 neu erbauten Entwicklungs- und Messzentrum war ein weiterer Meilenstein in Richtung Selbstständigkeit des Werkes.

Verändert hat sich auch das Produktportfolio: Waren zu Zeiten von Friedrich Ebertseder die Wechsel- und Luftfilter dominant, so zählen heute die Innenraumfilter, die metallfreien Filterelemente sowie die infrarotgeschweißten Kraftstofffilterelemente zu unseren stärksten Wachstumsbereichen. Gründe für diese Portfolioverschiebung sind das gestiegene Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein der Kunden. Auffällig ist auch, dass sich der Automatisierungsgrad in der Produktion deutlich erhöht hat: Wir haben heute über 150 Roboter im Einsatz – auch bei Tätigkeiten, von denen man lange glaubte, sie ließen sich nicht automatisieren. Hinzu gekommen sind auch eine Vielzahl an Sensoren und optischen Kontrollsystemen, die manuelle Tätigkeiten wie zum Beispiel Kontrolltätigkeiten ersetzt haben. Dank der IT haben wir heute im Vergleich zu früher eine nahezu papierlose Fertigung. Und über SAP werden heute die Prozesse im gesamten Unternehmen gesteuert.

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Die Globalisierung, der Faktor, der alle Unternehmen weltweit verändert hat, hatte natürlich auch starke Auswirkungen auf unseren Standort. Als Innovationstreiber hat Marklkofen im weltweiten Produktionsverbund verschiedene Funktionen übernommen: Zum Beispiel unterstützen wir die Standorte im Ausland mit technischem Know-how, bei der Planung und Umsetzung von neuen Produktionseinrichtungen sowie der Standardisierung von Produktionsprozessen. Gelenkt wird dies über unsere beiden Lead Teams für die Bereiche Wechselfilter und Luftfilter.

Der Konkurrenz immer ein paar Schritte voraus sein

Für die Zukunft ist Marklkofen gut gerüstet. Darauf dürfen wir uns allerdings nicht ausruhen. Betriebswirtschaftlich ist eines unserer wichtigsten Ziele die ständige Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes, denn der Kostendruck nimmt ständig zu. Allerdings reicht dies alleine nicht aus, um uns als Standort zu behaupten. Wir müssen weiter Innovationstreiber sein. Entsprechend hoch ist unser Investitionsvolumen: In den vergangenen Jahren lag es im Schnitt bei 13 Millionen Euro. Wir versuchen mit neuen innovativen Produkten und Prozessen der Konkurrenz immer ein paar Schritte voraus zu sein, Benchmarks zu setzen und Produkte auf den Markt zu bringen, mit denen wir unsere Kunden überzeugen.

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Als Werkleiter möchte ich unseren Ruf als sehr sozialer Arbeitgeber weiter stärken. Die Aufgabe der Führungskräfte ist es, die Unternehmenswerte und unsere Führungsleitlinien täglich vorzuleben. Nur dann können wir die emotionale Bindung, die hier am Standort gelebt wird, erhalten.