Seit 2007 organisiert MANN+HUMMEL im Geschäftsbereich „Automobil Ersatzgeschäft“ zwei Mal jährlich ein zweiwöchiges Produktionstraining für Mitarbeiter aus den internationalen Fertigungsstandorten. Neben praxisnahen Hands-on-Schulungen bietet die Veranstaltung den Teilnehmern eine Plattform für den Austausch von Best-Practice-Ansätzen und Innovationsthemen.

Anfang Oktober 2015 fand das „Filterelemente-Training“ zum 16. Mal in Marklkofen statt. Wie in den vergangenen Jahren widmete sich die Veranstaltung dem Know-how-Transfer an die 16 internationalen Produktionsstandorte des Geschäftsbereichs „Automobil Ersatzgeschäft“. Dieses Mal nahmen 16 Mitarbeiter aus den Standorten Argentinien, Brasilien, China, Deutschland, Korea und Tschechien teil.

Der Know-how-Transfer ist für die Koordination einer weltweiten Filterelemente-Produktion wie der von MANN+HUMMEL unerlässlich. Unsere global agierenden Kunden erwarten, dass die Qualität unserer Produkte immer gleich ist, unabhängig davon, wo sie produziert wurden. Um das hohe Niveau weltweit sicherzustellen, müssen wir in allen Produktionsstätten die gleichen Standards etablieren sowie einheitliche Fertigungsprozesse und Technologien schaffen. Das ist nur möglich, wenn unsere Mitarbeiter überall über das gleiche Know-how verfügen.

Praxisnah und strukturiert

Mit dem „Filterelemente-Training“ haben wir 2007 ein strukturiertes, äußert praxisnahes Tool ins Leben gerufen, um den Know-how-Transfer sicherzustellen. Die Teilnehmer werden direkt an den Maschinen und Geräten in der Fertigung, in den Laboren und Prüfräumen geschult und können Gelerntes direkt in die Praxis umsetzen, z.B. Einstellungen an den Maschinen durchführen oder Prüfungen im Labor vornehmen.

Während der zwei Wochen behandeln wir drei Blöcke: In Block 1 dreht sich alles um die Produktion der Öl- und Kraftstofffilterelemente, Block 2 widmet sich dem Thema Qualität, und in Block 3 geht es um Luftfilter, speziell Rund- und Rechteckfilterelemente. Es werden aber auch spezielle Themen wie die Umsetzung von Component Cleanliness Management (CCM), Total Productive Maintenance (TPM), Werkzeug- und Toolmanagement sowie Warehouse Management (WM) besprochen.

Maximal zehn Teilnehmer pro Block

Die Zahl der Anmeldungen ist auf maximal 10 Teilnehmer pro Block begrenzt. Manchmal liegt die Zahl etwas drüber, weil das Interesse an dem Training so hoch ist. Mit ihm sprechen wir konkret die Mitarbeiter an, die in der Fertigung täglich Hand an die Maschinen anlegen. Das Training ist jedoch nichts für ganz neue Mitarbeiter. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Kollegen mindestens ein Jahr in der Firma sind und über das Basis-Know-how verfügen. Immer wieder nehmen aber auch Abteilungsleiter, Regionalverantwortliche oder Entwickler an den Trainings teil, die das nötige Detailwissen für Investmententscheidungen benötigen oder die Verarbeitungsprozesse kennenlernen möchten.

Neben den Schulungen soll das „Filterelemente-Training“ den Teilnehmern eine Plattform bieten, auf der sie sich kennenlernen und vernetzen können. Dabei sollen sie sich untereinander auch über Best Practice-Ansätze und Innovationsthemen austauschen, was wir im Vorfeld der Trainings gezielt anstoßen.

Ein kleines Rahmenprogramm, zu dem zum Beispiel eine BMW-Werkstour oder ein Besuch eines Firmenmuseums gehören, rundet die Veranstaltung ab.

Nach dem Training haben die Schulungsteilnehmer die Möglichkeit uns Feedback zugeben. Dadurch haben wir die Möglichkeit das Training weiterzuentwickeln und den neuen Gegebenheiten und Herausforderungen anzupassen.