Immer wieder gibt es bei MANN+HUMMEL Mitarbeiterumfragen, bei denen auch der Gesundheitsschutz eine Rolle spielt. In der Produktion ist insbesondere das Thema Lärmschutz wichtig – die Maschinen sind laut, es stoßen Metallteile zusammen und Fahrzeuge fahren piepsend durch die Gänge. Hörprobe gefällig? So klingt es an einem unserer Messpunkte in der Elementefertigung in Marklkofen:

 

Wir stellten unsere Mitarbeiter in einer Umfrage vor die Entscheidung, ob sie für den Lärm eine Belastungszulage erhalten möchten, oder lieber Maßnahmen zur Senkung des Geräuschpegels. Das Votum war eindeutig: 100 Prozent sprachen sich für Maßnahmen aus.

Wir gingen das Thema also systematisch an und analysierten, wo sich die Mitarbeiter an den Montagelinien meistens aufhalten. An diesen Standorten haben wir dann Messpunkte festgelegt und deutlich gekennzeichnet. Anschließend haben wir Workshops organisiert und die Ideen der Mitarbeiter zur Lärmsenkung aufgenommen. Oftmals sind das kleine und kostengünstige Veränderungen, die aber eine hörbare Verbesserung bringen. Ab 85 Dezibel sind Hörschäden möglich, das entspricht in etwa dem Geräusch eines Kompressor. Deshalb wird Gehörschutz ab 80 Dezibel empfohlen, ab 85 Dezibel herrscht Tragepflicht. Wir haben es mit Hilfe der Maßnahmen der Mitarbeiter geschafft, die Tragepflicht an allen Messpunkten abzuschaffen.

Dementsprechend hat sich bei den Mitarbeitern Zufriedenheit eingestellt. Nicht nur, weil die Lärmbelastung gesunken ist, sondern auch, weil die Maßnahmen von ihnen selbst kamen und von uns ernst genommen und umgesetzt wurden. Das motiviert die Mitarbeiter natürlich. Ein ehrenamtlicher Lärmschutzbeauftragter misst die rund 40 Messpunkte einmal im Jahr. Unser Ziel ist es natürlich, nicht nur unter den 85 Dezibel zu bleiben, sondern immer weiter zu reduzieren. Lärm ist eine Belastung und spielt für die Psyche und somit auch die Qualität der Arbeit eine Rolle.