Die Arbeit des Landwirtes hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert: Bodenbearbeitung mit GPS Unterstützung und Auswertung von Wetterdaten ist mittlerweile Standard, Automatisierung ersetzt weitestgehend menschliche Arbeit, und der ehemalige Bauernhof ist zu einem rationell arbeitenden Agrarunternehmen geworden. Wir, die Endverbraucher, nehmen diese Veränderungen indirekt wahr: wir freuen uns über die breite Auswahl landwirtschaftlicher Produkte, die wir auf hohem Qualitätsniveau und zu erschwinglichen Preisen kaufen können.

Unsere Muskelpakete auf dem Feld

Ob Traktor, Mähdrescher oder Feldhäcksler: Filter für Landmaschinen arbeiten unter schwierigsten Bedingungen und – besonders in der Erntesaison – im Dauereinsatz. Herausforderungen stellen dabei die großen Mengen an Staub und organischen Partikeln sowie die enormen mechanischen Belastungen dar. Filter in Erstausrüsterqualität schützen zuverlässig die Investitionsgüter und tragen zu reibungslosem Betrieb und langfristiger Werterhaltung bei. Ein wesentlicher Punkt ist hierbei die fachkundig durchgeführte Wartung.

Wartung ohne zu warten

In der Praxis heißt das, benötigte Ersatzteile in Erstausrüsterqualität müssen in einer reibungslosen Logistikkette zeitnah verfügbar gemacht werden; weiterhin ist es zwingend erforderlich, dass der Maschinenbetreiber über erstklassige und tiefgehende Maschinenkenntnisse verfügt. Er selbst führt die Arbeiten aus, die im Automobilbereich in einer Fachwerkstatt erledigt werden; hier ist der landwirtschaftliche Betrieb gleichzeitig Reparaturwerkstatt. Bei einer erforderlichen Wartung spielt alles Hand in Hand zusammen: die Ersatzteile sind beim spezialisierten Fachhändler vorrätig oder können durch sein Logistikkonzept kurzfristig europaweit beschafft werden; nach Erhalt der Ersatzteile muss der Maschinenbetreiber selbständig in der Lage sein, den Service fachgerecht auszuführen.

Spezialisten auf ihrem Gebiet

Unser Kunde, die Firma Kramp ist solch ein auf den Agrarsektor spezialisierter Fachhändler, der in seiner hausinternen Akademie regelmäßig das entsprechende Fachwissen vermittelt. In diesem Jahr fanden mehrtägig Ausbildertage in Kooperation mit der Handwerkskammer statt. Stichwort Kooperation: das ist einer der vier Kernwerte unseres Kunden was wir aus eigener Erfahrung bestätigen können. Für uns bedeutet Kooperation, unserem Kunden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und so haben wir uns aktiv an diesen Ausbildertagen beteiligt. Es wurden Vorträge gehalten und Workshops durchgeführt: zu den Themen gehörten unter andrem Motortechnik, Pneumatik, Beleuchtungstechnik und Gelenkwellen.

MANN-FILTER der Schutz des Investitionsgutes

Wir berichteten unter der Überschrift „Filtration in der AGRI Branche“, auf was es bei der Filtration ankommt und wie wir mit unserer Marke MANN-FILTER zum sicheren und kostengünstigen Betrieb der Landmaschinen beitragen. Durch aktive Beteiligung der Teilnehmer bei unserem Vortrag trafen wir den „Nerv des Publikums“: spielerisch beim Filterservice diskutierten wir den Aufbau und die Funktionsweise von Zyklonzellen die zur Vorabscheidung eingesetzt werden. Aufgrund der vorhandenen organischen Stäube kann in der Landwirtschaft nicht jeder Zellentyp eingesetzt werden! Schnell wurde klar, dass Vorabscheidung was mit Druckverlust zu tun hat.

Das Thema und dessen Bedeutung begleitete uns während des gesamten Seminars: wir konnten beim Luftfilter ein Brücke schlagen zu anderen Motorkomponenten und wie diese sich im Wechselspiel beeinflussen. So waren wir sehr schnell beim Funktionsprinzip des Turboladers und der Arbeitsweise einer geschlossenen Kurbelgehäuseentlüftung. Ja, es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen diesen Komponenten und dem Luftfilter! Auch die anderen Filterarten betrachteten wir im Zusammenhang mit angrenzenden Motorkomponenten: es ergab sich  ein rundes und spannendes Bild des Zusammenspiels.

Es ist sicher nicht möglich im Rahmen eines Vormittags aus allen Teilnehmern Spezialisten der Filtration zu machen. Es ist uns aber gelungen, den Blick der Teilnehmer für Filterqualität zu schärfen und diese von anderen Filtereigenschaften wie zum Beispiel der häufig zitierten Filterfeinheit klar abzugrenzen. Spannend war die Diskussion warum manche Filter „ziemlich offen“ sein müssen und „gar nicht fein sein dürfen“. Was sich im ersten Augenblick unlogisch anhört konnte praxisnah an Hydraulikkreisläufen und Kraftstoffsystemen vermittelt werden.

Säen und ernten

Besonders gefreut hat uns das „Nachspiel“ der Ausbildertage: wir fanden unsere Ausführungen in einschlägigen Magazinen und Landtechnikportalen wieder.

Wir wurden gebeten, in größerem Umfang eine weitere Schulung beim Kooperationspartner anzubieten. Wir kommen diesem Wunsch sehr gerne nach und fühlen uns ein bisschen wie ein Landwirt. Wir säen Hintergrundwissen und ernten Kundenvertrauen.