Rebecca Spohn macht ein Praxissemester im ControllingAls DHBW-Studentin habe ich die Möglichkeit, viele verschiedene Bereiche des Unternehmens kennenzulernen. Derzeit bin ich im Controlling von Operations Germany, davor war ich im Konzerneinkauf und in der Logistik in Ludwigsburg. Das passt perfekt zu meinem Studiengang „BWL Industrie: Industrielles Servicemanagement“. Dort lernen wir alles, was man im Industriebetrieb wissen muss, insbesondere auch Material- und Produktionswirtschaft, Logistik und Rechnungswesen.

Die Einkaufs- und die Logistikabteilung haben mich auf Anhieb begeistert. Schon nach wenigen Tagen wusste ich, dass dies meine neue Leidenschaft werden könnte und in der Praxis sogar noch interessanter ist, als es mir in der Theorie schon vorgekommen war.

Beim Controlling hingegen habe ich mich anfangs sehr schwer getan: Zwar wurde mir schnell klar, dass ein Controller mehr macht als den ganzen Tag vor Excel-Sheets rumzusitzen und durchaus interessante und komplexe Fragestellungen bearbeitet. Doch genau darin liegt auch die Krux: Die Themen sind sehr komplex und erst jetzt – zum Ende meiner zwölfwöchigen Praxisphase – beginne ich überhaupt zu verstehen, worum es eigentlich im Controlling geht.

Es kann aber auch Spaß machen

Viele der alltäglichen Begriffe im Controlling kenne ich zwar aus den Vorlesungen. Doch hatten wir die Themen bisher viel oberflächlicher behandelt. Und es ist natürlich auch noch mal ein Unterschied, ob man in einer Klausur eine auswendig gelernte Definition hinschreibt, oder ob man die Wörter im Alltag tatsächlich anwendet.

Schließlich aber – nach vielen Meetings, bei denen ich einfach mal zugehört habe, ein paar Besuchen in der Bibliothek, um das eine oder andere doch noch mal nachzulesen, und natürlich dank der extrem geduldigen und immer lustigen Betreuung durch meinen Ausbildungsbeauftragten – beginne ich, die Zahlen tatsächlich zu verstehen… und dann kann Controlling sogar richtig Spaß machen!

Die Aufgaben im Controlling

Denn im Controlling werden nicht nur Unmengen an Daten und Zahlen aus den unterschiedlichsten Bereichen (Produktion, Qualität, Personal, Finanzen….) zusammengetragen, sondern auch analysiert, interpretiert und aufbereitet. Auf dieser Grundlage kann das Management dann seine Entscheidungen treffen und die richtigen Maßnahmen ableiten, um das Unternehmen in die richtige Richtung zu steuern. Und genau das macht es spannend.

Was mich am meisten überrascht hat: Die Zahlen im Controlling sind keineswegs so eindeutig wie sie wirken. Denn alle Zahlen basieren immer auf Annahmen und Rechenmodellen und je nach Modell können ganz unterschiedliche Ergebnisse rauskommen. Aufgabe des Controllings ist es also auch zu wissen, in welchen Fällen welche Theorie am angebrachtesten und aussagefähigsten ist.

Für mich als DHBW-Studentin war es sehr spannend einen Einblick zu erhalten, wie Unternehmen denn tatsächlich gesteuert werden und wie kompliziert das auch sein kann. …ganz zu schweigen von dem Einblick, den ich in die Region erhalten habe!

Ob ich noch mal zurück ins Controlling will, weiß ich heute noch nicht – aber ich habe ja auch noch 1,5 Jahre Zeit bis zum Abschluss bis ich mich entscheiden muss. Jetzt freue ich mich zunächst einmal, wieder an die Uni zu gehen und im Sommer dann einen weiteren Bereich von MANN+HUMMEL kennenzulernen!