Anfang Juli fiel für mich der Startschuss zu einem aufregenden Abenteuer: Acht Wochen meiner Ausbildungszeit zur Industriekauffrau durfte ich an unserem Standort in England, genauer gesagt in Wolverhampton, verbringen. Obwohl es während der Ausbildung nicht selbstverständlich ist, eine Zeit im Ausland zu verbringen, habe ich die Eigeninitiative ergriffen und mich gemeinsam mit meiner Ausbilderin Frau Fritz nach einem Projekt an einem internationalen Standort umgesehen. Nachdem wir mit einigen Werken Kontakt aufgenommen hatten, fiel unsere Entscheidung auf den Standort in Wolverhampton. Ich bin sehr glücklich, mich dafür entschieden und diese Erfahrung gemacht zu haben!

Noch vor meiner Abreise mussten Unterkunft und Flüge gebucht werden. Bereits dafür standen mir meine zukünftigen Kolleginnen und Kollegen aus Wolverhampton mit Rat und Tat zur Seite. Somit konnte ich mit einem guten Gefühl ins Abenteuer starten. Bereits am frühen Samstagmorgen startete mein Flug nach Birmingham und nur wenige Stunden später betrat ich mein neues Zuhause für die nächsten Wochen. Ich hatte das Glück ein Zimmer in einem Studentenwohnheim direkt in Wolverhampton beziehen zu können. Da ich die Küche mit Studenten aus aller Welt teilte, konnte ich schnell Kontakte knüpfen. Außerdem hatte ich noch einen weiteren entscheidenden Vorteil – ein Student aus meinem Lehrjahr und ein ehemaliger Dualer Student waren zur selben Zeit vor Ort in Wolverhampton. Zum Einstieg haben wir an meinem ersten Abend gemeinsam das WM-Viertelfinalspiel Deutschland gegen Italien angeschaut. Ein echter Fußballkrimi, der sich nach einem spannenden Elfmeterschießen für Deutschland entschieden hat! Für mich ein ganz besonders schöner Start in meinen Auslandsaufenthalt, da ich selbst Fußball spiele. Doch dazu später mehr …

Vieles gleich und doch anders

Kommen wir nun zum eigentlichen Grund meiner Reise: Ein Projekt in der Personalabteilung. An meinem ersten Arbeitstag in Wolverhampton wurde ich von meinen neuen Kolleginnen und Kollegen herzlichst empfangen. Bevor es mit der eigentlichen Arbeit losging, bekam ich eine kleine Werksführung. Hier konnte ich gleich einige Unterschiede zu unserem Werk in Ludwigsburg feststellen, wie beispielsweise die Social Space, in der die Mitarbeiter ihre Pause verbringen können – eine Kantine gab es hingegen nicht. Nachmittags wurde ich zum ersten Mal mit meinem Projekt näher vertraut gemacht. Meine Aufgabe war es, bereits bestehende Stellenbeschreibungen auf den aktuellen Stand zu bringen und in diesem Zuge die Dokumente an den neuen MANN+HUMMEL Standard anzupassen. Das war besonders interessant für mich, da ich kurze Zeit zuvor in der Personalabteilung in Ludwigsburg eingesetzt war und somit von meinen vorherigen Kenntnissen profitieren konnte.

Mein Ausgleich zum Alltag

Meine Freizeit in England wollte ich natürlich auch so gut wie möglich nutzen. Daher machte ich mich am Wochenende regelmäßig auf den Weg, um neue Städte zu erkunden. Zu meinen Reisezielen gehörten Birmingham, Manchester und Liverpool. Ein Wochenende in der britischen Hauptstadt London durfte natürlich auch nicht fehlen! Um nun nochmal auf das Thema Fußball zurückzukommen: Während meiner Zeit in Wolverhampton besuchte ich nicht nur ein Spiel der Profifußballer in Wolverhampton und Birmingham, sondern trainierte selbst bei den Frauen der „Wolverhampton Wanderers“ mit. Es war sehr spannend für mich in einer höherklassigen Mannschaft zu trainieren und auch hierbei weitere Erfahrungen hinsichtlich der Sprache und der britischen Mentalität zu sammeln.

Rückblickend bin ich sehr froh darüber, die Chance ins Ausland gehen zu können ergriffen zu haben, da ich nicht nur beruflich vieles dazulernen konnte, sondern ich auch für mich persönlich viele Eindrücke und Erfahrungen mitnehmen konnte. Ich empfehle es allen Studenten und Auszubildenden, Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Natürlich möchte ich mich in diesem Zuge auch nochmals, sowohl bei meiner Ausbilderin Frau Fritz, als auch bei meiner Betreuerin Frau Fry aus Wolverhampton für die tolle Unterstützung bedanken!