Ich heiße Alina, bin 13 Jahre alt und komme nach den Sommerferien in die 8. Klasse Gymnasium. Soweit ich weiß bin ich die Einzige aus meiner Klasse, die in den Ferien eine Schnupperwoche in einem Unternehmen absolviert hat. Das Ganze ist nämlich nicht Pflicht. Bei mir kam das so: Meine Mama arbeitet hier in Ludwigsburg bei MANN+HUMMEL. Im Frühjahr wurde sie darauf angesprochen, dass es diese Schnupperwoche in der Lehrwerkstatt gibt und ob ihre Tochter nicht mitmachen wolle. Sie hat mich dann gefragt, und ich hatte Lust, es auszuprobieren. Ich war vor ein paar Jahren auch schon bei einem Familientag bei MANN+HUMMEL und habe da den Arbeitsplatz meiner Mutter kennengelernt. Zwei Wochen, bevor die Schnupperwoche losging, haben wir ein Infoblatt bekommen, wo alles Wichtige drauf stand, d.h. wann und wo ich hinkommen soll, usw.

Am ersten Ferientag haben wir uns um 8.30 Uhr an der Pforte getroffen und wurden in die Lehrwerkstatt geführt. Wir waren insgesamt neun Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren; ich war das einzige Mädchen – das hat mir aber nichts ausgemacht.

Schnupperwoche MANN+HUMMEL

In der Lehrwerkstatt bei MANN+HUMMEL werden vor allem technische Berufe ausgebildet. Man arbeitet an verschiedenen Maschinen, zum Beispiel Dreh- und Fräsmaschinen, einer Biegemaschine, an der man dünne Metalle biegen kann, und einer großen Bohrmaschine. Das ist nicht so eine wie die, die man zuhause hat, sondern ein ziemlich großes Gerät, das man nicht wegtragen kann. Am ersten Tag wurde uns gesagt, worauf wir achten sollen. Wir sollten beispielsweise keinen Schmuck tragen, weil man damit eventuell an den Maschinen hängen bleiben könnte. Wir wurden in drei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe durfte an einer Maschine arbeiten. Im Lauf der Woche haben wir durchgewechselt. Am Anfang war ich sehr vorsichtig, weil ich noch nie mit solchen Maschinen gearbeitet habe. Im Lauf der  Zeit bin ich mutiger geworden, weil mir alles so großen Spaß gemacht hat.

Schnupperwoche MANN+HUMMEL

Während der Schnupperwoche wurden wir von den Auszubildenden bei MANN+HUMMEL betreut. Um 9 Uhr morgens hatten wir immer eine kleine gemeinsame Pause, in der die Ausbildungsleiterin Frau Fritz mit uns ein paar technische Tests, Rätsel oder Spiele gemacht hat. Um 12 Uhr gab es in der Kantine Mittagessen, und ab 14 Uhr war der Tag beendet.

Schnupperwoche MANN+HUMMEL

Mein Highlight aus der Schnupperwoche war der Bau eines mit Solarenergie betriebener Rennwagen. Für diesen haben wir selber die Einzelteile gefertigt und montiert. Am letzten Tag durften wir den Rennwagen mit nach Hause nehmen. Dieser steht nun zu Hause auf meinem Schreibtisch und erinnert mich an meine praktischen Erfahrungen bei MANN+HUMMEL.Durch die Schnupperwoche habe ich einen ersten Eindruck in die Arbeitswelt von MANN+HUMMEL bekommen. Ich fand die Woche toll, deshalb hat es mir auch nichts ausgemacht, in den Ferien so früh aufzustehen. Jetzt machen meine Familie und ich erst mal richtig Urlaub.