Innovationen sind der Schlüssel zum Erfolg von MANN+HUMMEL. Das gilt nicht nur für die Produktentwicklung, sondern auch bei der Erschließung von Märkten. Um zu verstehen, welche Anforderungen unsere Kunden an die nächste Produktgeneration stellen und vor allem, wie sie ihr Geschäft ausbauen und stärken wollen, setzen wir auf regelmäßigen Austausch mit unseren Kunden und ihr Feedback zu unseren Produkten. Wir können nicht erwarten, dass die Kunden unsere Produkte für uns entwickeln – denn sie wissen meist nicht, was technisch machbar ist und wie unsere Filter ihre Arbeit effizienter oder ihr Leben einfacher machen könnten. Aber wenn wir wissen, wo unsere Kunden in drei oder fünf Jahren sein wollen, können wir entscheidend zu ihrem Erfolg beitragen. Unsere Kunden leben in einer Welt des Unbekannten. Wir sind dafür verantwortlich Möglichkeiten zur Weiterentwicklung aufzudecken und diese am Ende auch umzusetzen.

Workshop mit zwei Personen

Nehmen wir zum Beispiel einen Flottenmanager: Sein primäres Interesse liegt darin, die Betriebszeit und Verfügbarkeit seiner Maschinen zu erhöhen. Die Partikelbelastung eines bestimmten Filters ist zwar wichtig für ihn, aber nicht unbedingt seine größte Sorge. Viel bedeutender ist es für ihn, dass seine Maschine für den nächsten Job verfügbar ist. Da ist es dann elementar, die genaue Lebensdauer eines Filters vorhersagen zu können. Wenn wir dem Flottenmanager sagen können, dass die Lebensdauer des Filters in seinem Bagger bald vorüber ist, kann er ihn rechtzeitig austauschen. Damit reduzieren wir die Wahrscheinlichkeit, dass die Maschine während der Arbeit draußen im Einsatz ausfällt. Und genau das  macht unser Produkte für ihn auf einmal SEHR interessant.

Senzit ist digitale Technologie

Ein neues Produkt mit einem neuen Ansatz

Wir wollten unserem Produktportfolio also etwas Neues hinzufügen – eine Reihe von Sensoren, die unsere Produkte effizienter machen und ihre Wartung optimieren würden. Dieser Abschnitt der Wertschöpfungskette ist für MANN+HUMMEL nicht neu, aber die Herangehensweise ist es. Unsere Personalabteilung bekam das als erste zu spüren – wir müssen Mitarbeiter mit ganz neuen Fähigkeiten einstellen. Darunter sind Service Designer, UX-Programmierer, Data Scientists und Mitarbeiter aus dem Bereich Geschäftsentwicklung mit Erfahrung in Abonnement-Services. Um abonnementbasierte Dienste und zukünftige digitale Produkte zu ermöglichen, erforderte dieses neue Modell auch Aspekte wie eine Infrastruktur, die große Datenmengen unterstützt, strenge Datenschutzpraktiken und die Einführung cloud-basierter Dienste.

agiles Arbeiten ist die Zukunft

Unsere Arbeitsweise ist agil, ein Ansatz, den MANN+HUMMEL, wie viele andere Unternehmen auch, bereits übernimmt. Agile Ansätze liefern schnell ein funktionierendes Softwareprodukt. Dazu tragen kurze Iterationsprozesse – eine Ansammlung von Zwischenschritten auf dem Weg zu einem bestimmten Ziel – maßgeblich bei. Diese Herangehensweise brachte uns somit in kürzester Zeit ein sogenanntes „MVP“ („minimal viable product“), das wir auf den Markt bringen konnten: Senzit. Noch wichtiger ist allerdings, dass es damit nicht getan ist. Viel entscheidender ist, dass wir dieses MVP jetzt mit der stetigen Einbindung der Kunden in ein Serviceprodukt mit größtmöglichen Mehrwert für den Kunden weiterentwickeln.

Die Entstehung von Senzit

Die Entstehung von Senzit

Senzit richtet sich an Flottenmanager und Mechaniker, die sich über die Senzit App und das Webportal in Echtzeit über die aktuellen Zustand ihrer Maschinen sowie deren Laufzeit und Standort informieren möchten. Dies verhilft unseren Kunden zu höherer Produktivität, Rentabilität, Transparenz und einer besseren Verfügbarkeit ihrer Maschinen.

Senzit in der Verpackung

Senzit wurde im Frühjahr dieses Jahres als Pilotprojekt auf dem US-amerikanischen und kanadischen Markt eingeführt. Dank der kurzen Iterationsprozesse konnten wir das Produkt im Laufe der Monate schnell weiterentwickeln und so die Qualität der Leistung und das Nutzererlebnis verbessern. Die Entwicklung des Produkts hat MANN+HUMMEL unseren Kunden noch näher gebracht. Der Schlüssel dazu ist der offene, transparente Ansatz. Wir zeigen unseren Kunden stets erste Ideen, Prototypen und Vorschläge. Dann beobachten wir genau ihre Reaktionen, um den Service schließlich passgenau auf ihre Bedürfnisse zuschneiden zu können.

Nach einem solchen Iterationsprozess haben wir beispielsweise auch die GPS-Ortung eingeführt. Wir haben bereits den Standort des Geräts überwacht und festgestellt, dass diese Funktion zur Nachverfolgung des Fahrzeugs selbst verwendet werden kann – eine Option, die unsere Kunden gerne nutzen wollten, obwohl es mit Filtertechnik an sich nichts zu tun hatte.

Daniel Foreman und der Senzit

Dank des kontinuierlichen Feedbacks können wir ein Produkt entwickeln, das den Bedürfnissen unserer Kunden entspricht. Und die Kunden sind zufrieden, da kein großes technologisches Anfangsrisiko besteht. Erinnern Sie sich, als Sie sich zwischen VHS und Beta oder Blu-Ray und HDVD entscheiden mussten? Wenn Sie die falsche Technologie gewälht haben, sind Sie auf einem Flop sitzen geblieben. Das wird bei Senzit nicht passieren, da das Produkt durch den kontinuierlichen Austausch mit den Kunden ständig verbessert  und weiterentwickelt wird.

MANN+HUMMEL Marken an einer Wand

Mit der Aufnahme von Pilotprojekten auf dem europäischen, südamerikanischen und australischen Markt wollen wir das Gespräch mit unseren Kunden fortsetzen und Senzit in den Märkten einführen, in denen wir das größte Potential sehen.

Sich an die Zukunft anpassen

Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie MANN+HUMMEL sich weiterentwickelt. Diese Art der Produktentwicklung und -einführung unterscheidet sich stark von der traditioneller Produkte. Dank des agilen Ansatzes und unserer kurzen Iterationsprozesse können wir unsere Produkte stark verfeinern, um die Bedürfnisse unserer Kunden passgenau zu bedienen und schneller als je zuvor auf den Markt zu kommen.