Unter einer Kettenreaktion versteht man gemeinhin eine Folge von Ereignissen, die auf einen gemeinsamen Auslöser zurückzuführen sind. Das einfachste Beispiel ist sicherlich das Umfallen von hintereinander aufgestellten Dominosteinen, nachdem der erste angestoßen wurde. Eine Kettenreaktion kann jedoch auch um einiges komplexer werden – so spricht man etwa auch in der Kernphysik von einer Kettenreaktion bei Kernspaltungen. Doch ganz so abstrakt wollen wir hier nicht werden. Die Bestandteile, um die es hier geht, sind nämlich um ein vielfaches größer als Atomkerne: es handelt sich um Spielsachen.

Sie haben richtig gelesen. Tische, Werkzeuge, ein paar einfache Baumaterialien wie Holz, Papier oder Gewichte, und eine ganze Menge Spielsachen – daraus sollten wir, die hundert Senior Executives von MANN+HUMMEL, beim diesjährigen Leadership Summit in Bad Nauheim eine Kettenreaktion aufbauen.

In Teams waren wir jeweils für einen Abschnitt zuständig. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass dies keine einfache Aufgabe war. Daher wurden wir auch nicht ganz ohne Hilfe auf die Materialien losgelassen, sondern bekamen ein paar Skizzen und Tipps an die Hand. Bei einem Quiz, das vorab stattfand, hatten wir uns einige Bonusmaterialien erspielen können.

Je mehr Spielsachen, desto mehr Spenden

Die Aktion war zudem an eine gewisse Erwartungshaltung gekoppelt, denn vorher wurde Folgendes verkündet: Alle Spielsachen, die wir in die Kettenreaktion verbauen, würden nach der Tagung an die Kinderklinik Ludwigsburg gespendet. Das war natürlich eine riesige Motivation für uns, denn wir wollten am liebsten alle einbauen! Doch funktionieren sollte das Konstrukt selbstverständlich auch, denn obendrein wollte MANN+HUMMEL 10.000 € spenden, wenn alle Stationen innerhalb der vorgegebenen Zeit aufgebaut und die Kettenreaktion am Ende einwandfrei durchlaufen würde.

Sofort machten wir uns ans Planen und Tüfteln, ans Zusammen- und immer wieder Umbauen, ans Testen und Optimieren. Ein riesen Spaß, aber auch eine wirklich knifflige Aufgabe. Vor allem, weil wir nicht nur innerhalb des Teams eng zusammenarbeiten mussten, sondern unsere jeweiligen Abschnitte natürlich auch mit dem vorhergehenden und dem nachfolgenden verbinden mussten – ohne Skizze! Die Zeit verging wie im Flug, bis der finale Durchlauf anstand. Es war eine große Zitterpartie, doch am Ende lief die Kettenreaktion (ganz von selbst ;-)) bis zum Ende durch.

Wertvolle Lektionen für einen guten Zweck

Meiner Meinung nach war es eine wirklich gelungene Aktion, die letzten Endes auch einem guten Zweck dient. So hat sich die Kinderklinik Ludwigsburg natürlich über die Geldspende mindestens genauso sehr gefreut, wie die Kinder über die Spielsachen. Es ist eine tolle Sache, auf diese Weise Teambuilding und Zusammenarbeit zu fördern, unentbehrliche Fähigkeiten wie Kommunikation, Projektmanagement, Kreativität und Zeitmanagement in einem „Extremfall“ zu trainieren und dies damit zu verbinden, etwas Gutes für die Gesellschaft zu tun.

Und eine ganz besonderes wertvolle Lektion haben wir alle mitgenommen: Wie bei einer Kettenreaktion, die nur funktionieren kann, wenn jedes Teil zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, kommt es auch in einem Team auf jedes einzelne Mitglied an, da jeder seinen entscheidenden Teil zum Gesamterfolg beiträgt.