Dass es bei MANN+HUMMEL eine ganz Reihe von Sportgruppen gibt, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Die Meisten denken dabei allerdings ans Laufen oder die klassischen Mannschaftsportarten. Ich dagegen habe Yoga ausprobiert und bin dann zusätzlich noch beim Bergwandern gelandet.

Vom Yoga auf den Berg

Aber der Reihe nach: Yoga hatte mich schon lange interessiert. Als Yoga dann vor kurzem zu den innerbetrieblichen Sportgruppen aufgenommen wurden, habe ich die Chance ergriffen und es einfach mal ausprobiert. Seitdem versuche ich jeden Donnerstag beim Yoga in der Mittagpause teilzunehmen. Es entspannt und lässt die Herausforderungen des Tages für kurze Zeit in den Hintergrund rücken.

Vom Yoga auf den Berg

In einer unserer letzten Yoga Stunde hat mir dann eine Kollegin mit Begeisterung von den Touren erzählt, die von der Sportgruppe „Wandern alpin“ organisiert werden. Bergwandern war früher ein Hobby von mir, aber in den letzten acht Jahren hatte sich einfach keine Gelegenheit dazu ergeben. Das ist ein Zeichen, sagte ich mir, und meldete mich für die Juli Tour auf den Hohen Ifen an, einem 2229 m hohen Berg, den vom Kleinwalsertal aus „erwandert“ werden kann. Dass die Tour auch laut der im Internet verfügbaren Tourenbeschreibung nicht ganz einfach sein sollte, schreckte mich nicht ab. Ich hatte ja Übung, zumindest hatte ich sie früher einmal. Als der Tag der Tour näher rückte, verließ mich jedoch meine Zuversicht, und Bedenken kamen auf: Werde ich mit den anderen mithalten können? Was ist, wenn ich mich blamiere, weil mein Mut und meine Ausdauer für die schwere Tour nicht ausreichen? Wie wird die Gruppe überhaupt funktionieren? Aber was soll‘s, dachte ich mir, zugesagt ist nun einmal zugesagt…

Gemeinschaftsgefühl mit Händen greifbar

Am Tag der Tour hatten meine Bedenken dann keine lange Lebensdauer: Schon um 5.30 Uhr bei der Begrüßung am Treffpunkt in Ludwigsburg und der Aufteilung der sieben Wanderer auf zwei Autos wich das kollegial-distanzierte „Sie“ einem freundschaftlichen „Du“. Von da ab beherrschte ein besonderer, sehr positiver „Spirit“ den gesamten Tag: Das Gemeinschaftsgefühl, die Rücksicht aufeinander und der Wille, es gemeinsam zu schaffen, waren geradezu mit Händen zu greifen. Ich weiß, wovon ich rede, habe ich doch besonders davon profitiert. Denn meine an sich guten, aber zehn Jahre alten Wanderstiefel passten nicht mehr richtig: Offenbar haben sich meine Füße in vergangenen Jahren doch spürbar verändert und taten deshalb recht bald weh. Ein Großteil des Weges war zudem steinig oder grob schotterig, was die Fußgelenke besonders belastete. Dass ich keine Stöcke dabei hatte, machte die Sache noch schlimmer. Ich fing buchstäblich an, die Steine zu hassen, und hätte ein paarmal am liebsten aufgegeben. Genau dann haben mich meine Mitwanderer wieder aufgebaut und motiviert. Mit Erfolg: denn nach rund sieben Stunden reiner Gehzeit und gut 1200 Höhenmetern im Aufstieg sind wir schließlich alle gemeinsam zu unseren Autos zurückgekommen, haben etwas gegessen und getrunken und fuhren müde aber zufrieden wieder nach Hause.

Als Team unterwegs

Am nächsten Tag musste ich mich schonen – die meiste Zeit verbrachte ich auf dem Sofa oder der Gartenliege. Besonders die geschundenen Füße brauchten eine Weile, um sich zu erholen. Was schneller wieder da war, war meine Unternehmungslust: Bei einer der nächsten Touren werde ich wieder dabei sein – dann mit neuen, aber bis dahin sorgfältig eingelaufenen Stiefeln und natürlich mit Bergstöcken.