Eine Ausbildung bei MANN+HUMMEL ist ein guter Start ins Berufsleben. Welche Möglichkeiten gibt es, und was gefällt jungen Menschen bei uns im Unternehmen besonders gut? In diesem Blogbeitrag spreche ich mit Matthias Pauker, der gerade eine Ausbildung zum Physiklaboranten bei MANN+HUMMEL in Himmelkron absolviert.

Herr Pauker, Sie absolvieren derzeit eine Ausbildung zum Physiklaboranten bei MANN+HUMMEL in Himmelkron. Wie sind die Mindestvoraussetzungen für diesen Ausbildungsberuf, und welchen Abschluss haben Sie?

Pauker: Ich habe auf der Realschule in Marktredwitz die Mittlere Reife gemacht; das ist auch die schulische Mindestanforderung. Ansonsten sollte man Spaß an Physik und Chemie sowie gute Mathematikkenntnisse haben.

Warum haben Sie sich für eine Ausbildung entschieden?`

Pauker: Mir war es nach meinem Abschluss erst einmal wichtig, einen Beruf zu erlernen, und dann vielleicht später wieder die „Schulbank zu drücken“. In die Berufsschule muss ich natürlich immer noch, aber eben nicht ausschließlich.

Warum haben Sie sich gerade für die Ausbildung zum Physiklaboranten entschieden?

Pauker: Ich habe in der Realschule gemerkt, dass mir die Fächer Physik und Chemie richtig Spaß machen. Bei einer Informationsveranstaltung des Arbeitsamtes an unserer Schule habe ich mit der Beraterin über meine Interessen gesprochen, und die Frau hat mir mögliche Ausbildungsberufe wie den Physiklaboranten und den Chemielaboranten vorgeschlagen. Ich habe mich dann auch noch im Internet über die Ausbildungsberufe informiert. Da mir Physik doch noch etwas besser gefällt als Chemie, habe ich mich vor allem auf diese Fachrichtung konzentriert.

Wie haben Sie sich vorab über mögliche Ausbildungsbetriebe informiert? Warum haben Sie sich schließlich dazu entschieden, Ihre Ausbildung bei MANN+HUMMEL in Himmelkron zu machen?

Pauker: Vom Arbeitsamt habe ich mehrere Adressen von Ausbildungsbetrieben erhalten und mich dort beworben. MANN+HUMMEL hat mich einen Nachmittag lang zum Probearbeiten eingeladen. Wir haben Stanzlinge aus Filtermaterial hergestellt und Messungen durchgeführt. Als mich mein zukünftiger Ausbilder später durchs Unternehmen geführt hat, war ich begeistert: Überall, wo ich hingekommen bin, haben die Leute gelacht und gescherzt; alle waren freundlich, und ich hatte einfach das Gefühl, dass es passt. Als ich abends nach Hause gekommen bin, habe ich zu meiner Mutter gesagt, wenn ich hier einen Ausbildungsplatz bekäme, wäre das richtig gut.

Das hat ja dann erfreulicherweise geklappt. Hatten Sie noch ein extra Vorstellungsgespräch?

Pauker: Das Vorstellungsgespräch fand gleich im Anschluss an das Probearbeiten statt, was ich vorher gar nicht wusste. Das Gute daran war, dass ich auf diese Weise nicht nervös werden konnte.

Könnten Sie uns kurz ein paar Eckdaten zu Ihrer Ausbildung nennen?

Pauker: Mit Mittlerer Reife dauert die Ausbildung zum Physiklaboranten 3,5 Jahre. Die Berufsschule findet blockweise statt: Ich bin immer vier bis fünf Wochen hier in der Firma, dann ein bis zwei Wochen in der Berufsschule in Selb. Die Zwischenprüfung findet im zweiten Lehrjahr im Frühjahr statt. Sie dient der Leistungsüberprüfung, zählt für den Abschluss aber nicht. Die Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung ist schriftlich und praktisch.

Welche Abteilungen haben Sie bisher durchlaufen? Welche sind noch geplant?

Pauker: Ich war bisher im Prüfzentrum, Musterbau, Engineering Support und der Qualitätssicherung. Außerdem war ich zwei Monate in der Instandhaltung, wo ich mich auf meine Zwischenprüfung vorbereiten konnte. Dort übte ich das Bearbeiten von Metallstücken und das Erstellen elektrischer Schaltungen auf Platinen.

Wie flexibel sind Sie bei der Gestaltung Ihrer Ausbildung? Werden Ihre Interessen berücksichtigt – und was interessiert Sie besonders?

Pauker: Meine Interessen werden auf jeden Fall berücksichtigt. Ich mag vor allem die Arbeit im Labor – und dort war ich bisher auch am meisten. Mir macht die Arbeit dort richtig Spaß.

Welche konkreten Tätigkeiten übernehmen Sie?

Pauker: Im Labor führe ich physikalische Messungen durch, zum Beispiel was die Brennbarkeit oder die Abscheideleistung von Filtermaterialien angeht. Im Musterbau und Engineering Support habe ich Musterfilter hergestellt und Produktionsversuche mit neuen Entwicklungsfiltermedien durchgeführt. In der Qualitätssicherung habe ich hauptsächlich bei der Produktionskontrolle mitgearbeitet, d.h. Stichproben genommen, geprüft und protokoliert.

Was zeichnet die Ausbildung bei MANN+HUMMEL aus? Was gefällt Ihnen besonders gut?

Pauker: Im Vergleich zu dem, was meine Kollegen in der Berufsschule erzählen, habe ich als Auszubildender bei MANN+HUMMEL schon viel Verantwortung und darf viel alleine machen. Ich führe mittlerweile die Messungen an fast allen Geräten selbständig durch. Nach Absprache mit den Kollegen werden die Messwerte dann an die Entwickler weitergegeben. Bei MANN+HUMMEL bekommt man als Azubi viel Vertrauen zugesprochen.

Welche Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach für diese Ausbildung mitbringen?

Pauker: Gut ist auch, wenn man sich auf mehrere Sachen gleichzeitig konzentrieren kann, weil man im Labor oft vier oder fünf Messungen parallel laufen hat. Man sollte daher auf jeden Fall stressresistent sein, gut mit den Kollegen auskommen und teamfähig sein. Fremdsprachenkenntnisse, in jedem Fall Englisch, sind auch wichtig, weil man immer wieder mit Mitarbeitern aus den internationalen Standorten zu tun hat.

Welche beruflichen Möglichkeiten stehen Ihnen nach der Ausbildung offen?

Pauker: Ich könnte nach der Ausbildung auf die FOS oder BOS gehen, den Techniker machen oder studieren. Sollte ich übernommen werden, könnte ich am Standort Himmelkron im Prüfzentrum, der Qualitätssicherung oder Musterbau/Engineering Support anfangen. Auch eine Übernahme an einem anderen Standort wäre denkbar.

Wie sieht denn Ihre persönliche Zukunftsplanung aus?

Pauker: Mir gefällt es bei MANN+HUMMEL sehr gut und ich würde zunächst gerne hier im Unternehmen bleiben. Falls das nicht klappt, werde ich mich nach einer anderen Stelle umschauen. Physiklaboranten sind in der Wirtschaft sehr gefragt.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Ausbildungssteckbrief

Physiklaboranten sind in Laboratorien, in Bereichen der Entwicklung und in der Qualitätssicherung tätig und ermitteln Eigenschaften verschiedener Werkstoffe. Sie führen physikalische Messungen und Versuchsreihen durch. Bevor sie mit einer physikalischen Untersuchung beginnen, wählen Physiklaboranten die geeigneten Mess- und Prüfgeräte wie Ampèremeter, Destillen und Spektralfotometer, Mikroskope oder Lupen aus. In Kooperation mit Naturwissenschaftlern und Naturwissenschaftlerinnen planen sie Versuchsanordnungen und bauen diese auf. Mitunter entwerfen sie für den Versuchsablauf benötigte technische Zeichnungen oder Detailpläne.