Ich schreibe diesen Blogbeitrag, weil mein zweiwöchiges Praktikum bei MANN+HUMMEL demnächst endet. Es begann als Pflichtpraktikum – eine Voraussetzung für den Abschluss der zehnten Klasse. Doch zugleich sah ich die Chance, in meinem jugendlichen Alter ein Praktikum auf meinem Interessengebiet zu absolvieren, auch als Segen an.

Denn in nur zwei Wochen habe ich enorm viel gelernt!

Ich trat mein Praktikum in der Werkstoffentwicklungsabteilung an. Diese Abteilung gehört zum Forschungs- und Entwicklungsbereich in der Zentrale von MANN+HUMMEL in Ludwigsburg. Die Arbeitsatmosphäre war offen und freundlich. Ich fühlte mich immer willkommen. Das Highlight war jedoch meine Betreuerin, Frau Nadine Dietsch. Vom ersten Tag an, als sie mich in den Räumen herumführte und den Kollegen vorstellte, war sie immer für mich da. Dank ihrer hervorragenden Planung konnte ich jeden Tag in einem anderen Laborbereich mit anderen Kollegen arbeiten. So hatte ich Gelegenheit, in kürzester Zeit alle möglichen Themen und Bereiche kennenzulernen: Filtermedien, Rückstandsanalyse, Elastomere, PUR-Tests, Rastermikroskopie und IR-Spektroskopie. Dafür möchte ich Frau Dietsch von Herzen danken. Ich erhielt auch Einblicke in das Luftfilter- und das Kraftstofffilterlabor. Richtig gelesen: all dies in gerade einmal zwei Wochen!

Praktikum bei MANN+HUMMEL

Neue Fähigkeiten entwickelt

Das Praktikum war sehr abwechslungsreich, jeder Tag brachte Neues. Besonders spannend war es, herauszufinden, wie all die Geräte funktionieren. Daher war ich hochmotiviert und übernahm begeistert neue Aufgaben. In der Schule hätte ich in so kurzer Zeit niemals so viel gelernt. Ohne dieses Praktikum wüsste ich nicht, wie cool flüssiger Stickstoff ist, im wörtlichen und übertragenen Sinn. Dank dieser enormen Bandbreite konnte ich mein Wissen anwenden und mich gleichzeitig weiterentwickeln.

Da ich mit vielen Menschen zusammenarbeitete, lernte ich auch, mich anzupassen, taktvoll und tolerant zu sein. Ich möchte allen danken, die sich neben ihrer normalen Arbeit Zeit für mich genommen, ihr Wissen mit mir geteilt und mich mit sinnvollen Aufgaben betraut haben. Sehr dankbar bin ich auch, dass alle mit mir Englisch gesprochen und mich trotzdem ermuntert haben, auch mal mein Deutsch anzuwenden!

Werkstoffentwicklungsabteilung bei MANN+HUMMEL

Hilfe bei der Berufsentscheidung

Mich interessiert alles, was mit Mechanik und Chemie zu tun hat. Genauso sehr liegt mir am Herzen, globale Probleme zu lösen, die mein Land betreffen – am besten in Zusammenarbeit mit anderen in Organisationen wie der UNO. Diese unterschiedlichen Möglichkeiten hatte ich immer im Hinterkopf, und so nutzte ich dieses Praktikum als Chance, meiner Berufswahl auf die Sprünge zu helfen.

Durch meine Arbeit hier habe ich begriffen, dass die Welt voller Probleme ist, die nach Lösungen verlangen. Dieses Praktikum füllte daher die Lücke zwischen schulischem Lernen und praktischer Anwendung. Ich erkannte auch, dass mir eine berufliche Laufbahn in diesem Bereich die gleichen Chancen eröffnen würde, meinen Verstand einzusetzen und Probleme meines Landes zu lösen, wie eine Arbeit für mein Land bei der UNO. In Gesprächen mit vielen Kollegen wurde mir klar, dass all diese Menschen ganz ähnliche Interessen und Erwartungen haben wie ich. Das machte mir Mut und motivierte mich. Das Praktikum verschaffte mir einen klaren und realistischen Einblick in die Arbeit auf diesem Gebiet. Und das hat mir wirklich Freude bereitet.

Werkstoffentwicklungsabteilung bei MANN+HUMMEL

Wenn ihr noch zur Schule geht und eine spannende Abwechslung zum Schulalltag sucht, kann ich euch nur raten, hier ein Praktikum zu absolvieren. Meine Mitschüler meinten erst, ich solle nicht zu viel erwarten. Ich kann euch aber versichern, dass ein Praktikum in der Werkstoffentwicklungsabteilung bei MANN+HUMMEL abwechslungsreich und aufregend wird. Monotonie und Langeweile kommen hier garantiert nicht auf! Ich verlasse MANN+HUMMEL mit dem Gefühl, etwas erreicht und wertvolle Erfahrungen gesammelt zu haben. Darüber bin ich sehr froh.