Im Geschäftsbereich Industriefilter erwarten unsere Kunden maßgeschneiderte Produkte. Bei großen Stückzahlen, wie wir sie in unserem Automotive Business kennen, ist das kein Problem: wir entwickeln genau den passenden Filter für den Kunden. Im Industriefilterbereich haben wir es mit kleineren Stückzahlen und meist mit teureren, größeren Filtern zu tun. Wie können wir unter diesen Randbedingungen für unseren Kunden maßgeschneiderte einzigartige Filter anbieten und deren Umsetzung beschleunigen? Hier hat sich unser Produktmanagement seinerzeit Gedanken gemacht. Die Lösung kommt von unserer IT und heißt FilterWizard (kurz: FiWi). Ein Wizard ist übrigens ein Zauberer und das kann man hier richtig wörtlich nehmen.

FilterWizard MANN+HUMMEL

Vom Kundenwunsch zum Produkt

In unserer Software FilterWizard sind unsere Produktbaukästen (zum Beispiel Einzelkomponenten Luftfilter) abgebildet. Aus der Komponentenvielfalt  können wir,  nach dem Lego Prinzip, die Filter im FilterWizard so zusammenstellen, dass wir ein genau für den Kunden passendes Produkt erstellen können. Das  geschieht zunächst alles im Computer. Wir spielen mal ein solches Szenario durch: Unser Vertrieb stimmt zunächst vor Ort genau mit dem Kunden ab, welche Anforderungen der Filter erfüllen soll. Es handelt sich um technische Anforderungen wie Zeichnungen, Datenblätter, Einbaumodelle und so weiter, aber auch die kommerziellen Themen wie Preis und Lieferzeit sind Teil der Gespräche. Danach wird die maßgeschneiderte Lösung für den Kunden erarbeitet.

Curves FilterWizard

Konfiguration eines Filters: ein kleines „how to“

Bei der Erstellung des Angebotes kommt jetzt der FilterWizard zum Einsatz: der Vertrieb überträgt die Kundenanforderungen fast schon spielerisch in logisch aufeinander aufgebauten Eingabemasken in den FilterWizard: der Vertriebskollege wird also durch das Produktportfolio geführt. Er kann auf dem Bildschirm bei jeder Eingabe sehen, wie sein Produkt für seinen Kunden entsteht. Exemplarisch sieht man bei  der Angabe von Gewindebuchsen zur Filterbefestigung diese sofort an der richtigen Stelle;  die Position des Lufteintritts muss natürlich auf die Einbauverhältnisse in der Maschine abgestimmt werden: kein Problem, der Stutzen wird am Bildschirm in die entsprechende Position gedreht.  Auch Zubehörteile, wie zum Beispiel Wartungsschalter, werden mit dem gewünschten Schaltpunkt wie von Geisterhand sofort an die richtige Stelle positioniert. Völlig unsichtbar prüft unser FilterWizard im Hintergrund die Konfiguration des Produktes ständig auf Plausibilität und Herstellbarkeit. Wir wollen ja schließlich aus dem Computer ein echtes Produkt bekommen.

FilterWizard

Arbeit im Hintergrund

Im letzten Schritt wählt der Vertriebskollege über eine Checkliste aus, welche Dokumente der FilterWizard generieren soll. Ab jetzt macht sich der FilterWizard bildlich gesprochen selbständig „auf den Weg“. Er weiß, wo es welche Dokumente gibt, was wie für den Kunden speziell berechnet werden muss, und schließlich –nach getaner Arbeit- wen er informieren muss.. Der Mitarbeiter bekommt schließlich automatisch eine „Fertigmeldung“ und kann dann wieder mit nur einem „Klick“ die gewünschten Dokumente, die genau für seinen Kunden passen herunterladen.

ready_informationDer zeitnahen Angebotsunterbreitung steht jetzt nichts mehr im Wege. Dank unseres Produktkonfigurators FilterWizard können wir interne Abläufe stark beschleunigen und uns selbst auf das Wesentliche konzentrieren. Erste Aufträge mit maßgeschneiderten Produkten aus unserem FiWi sind mittlerweile im Haus. Dank an dieser Stelle auch an Jens Hähn, der den FilterWizard seinerzeit initiiert hat, und dem Team das in der Umsetzung eine hervorragende Arbeit geleistet hat und jetzt den Ausbau forciert.

FilterWizard Team