Die Open Innovation Challenge ging 2018 mit einem spannenden Thema in die vierte Runde: Additive Manufacturing – Disruptive Advantage – ready to print?!

Es drehte sich also alles um den 3D-Druck. Ein brandaktuelles und zukunftsweisendes Thema, das sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt hat und um das es mittlerweile einen regelrechten Hype gibt. Aber die 3D-Druck-Technologie gibt es nicht erst seit gestern. Unser Musterbau beschäftigt sich schon seit 20 Jahren mit dem Thema. So wurde bei MANN+HUMMEL bereits 1999 der erste 3D-Drucker in Betrieb genommen, der noch mit Kartoffelstärke arbeitete.

Open innovation 2018

Mit diesem Erfahrungsschatz stand uns das Team des Musterbaus während der Challenge beratend zur Seite und wir waren natürlich sehr gespannt mit welchen innovativen Ideen die Teilnehmer uns diesmal aus den Socken hauen würden. Besonders hervorgetan haben sich zwei Rohmaterialhersteller, die in unterschiedlichen Kategorien punkten konnten:

  • Den Award für die Kategorie „Best Support“ erhielten DuPont, die mit ihrem außergewöhnlichen Hytrel® eines der ersten Materialien liefern, mit dem ein Bauteil direkt additiv hergestellt und verbaut werden kann und nicht indirekt über den Druck eines Werkzeuges angefertigt werden muss. Zusammen mit unserem Musterbau wird DuPont an der additiven Fertigung von Faltenbälgen tüfteln.
  • In der Kategorie „Best diversity and overall competency“ ging der Innovation Award an ThyssenKrupp, mit denen wir gleich mehrere Themen in Angriff nehmen werden. Zum einen arbeiten wir daran Segmente von Werkzeugeinsätzen zu drucken, sodass einzelne Teile additiv und der Rest des Einsatzes mechanisch gefertigt werden können, was für die Produktion Zeit und Kosten einsparen würde.

Und zum anderen setzen wir uns gemeinsam mit dem Thema „End-of-Life“-Management auseinander. Also der Frage wie man beispielsweise Ersatzteile herstellen kann, wenn das formgebende Werkzeug nicht mehr vorhanden ist, da die Serie eigentlich bereits eingestellt wurde. Auch hier ist der 3D-Druck eine revolutionäre Alternative, die viele Vorteile mit sich bringt.

die Thyssenkrupp Gewinner

Durch diese Ansätze können wir im Herstellungsprozess noch an Geschwindigkeit und Agilität zulegen und gegenseitig von unseren Erfahrungen profitieren.

Die Gewinner des Open Innovation Awards 2018

Auch Jürgen Jenner, der Leiter des Musterbaus, freut sich schon auf die Zusammenarbeit: „Ich bin sehr gespannt wo wir hinkommen werden, wenn wir mal ein halbes oder dreiviertel Jahr zusammen geforscht haben. Das ist das wirklich Interessante und da haben wir sowohl mit ThyssenKrupp als auch mit DuPont die richtigen Partner gefunden.“

Open Innovation Award, ganze Ansicht

Wir sind jedenfalls schon neugierig auf die Ergebnisse, wenn wir gemeinsam neue Wege auf dem Gebiet der 3D-Druck-Technologie beschreiten und sind uns einig: Die Open Innovation Challenge hat sich mal wieder bewährt!