Die legendäre Nordschleife, spektakuläre Rennfahrzeuge und vier Tage Party: Kollegen, Rennsportbegeisterte, es war ein heißes Wochenende am Nürburgring. MANN-FILTER war vom 14. bis 17. Mai 2015 ja zum ersten Mal mit einem komplett in Grün-Gelb gebrandeten Rennfahrzeug, einem Mercedes-Benz SLS AMG GT3, beim ADAC Zurich 24h-Rennen am Start. Mit dieser Aktion haben wir eine Riesenwelle erzeugt. Unser Rennbolide mit der Startnummer 31 war das aufmerksamkeitsstärkste Fahrzeug in der Mercedes-AMG-SLS-Familie. Wir wurden von allen Seiten zum gelungenen Design beglückwünscht. Die Fans haben unseren Piloten die Autogrammkarten nur so aus der Hand gerissen. Somit haben wir sehr erfolgreich in das Markenimage investiert und konnten die Dynamik des Motorsports auf unsere starke Marke MANN-FILTER übertragen.

Als einziges Fahrzeug, das in der Top-Klasse SP9 GT3 mit einem Team aus rein privaten Fahrern unterwegs war, haben sich unsere Piloten Peter Schmidt, Alexander Mattschull, Pierre Ehret und Vic Rice vom Car Collection Team über weite Strecken sehr gut behauptet. Am Freitagvormittag haben wir den Einzug in das Top30-Qualifying sogar nur knapp verpasst. Es waren allerdings auch nur noch zwölf freie Plätze zu vergeben. Die anderen 18 Startplätze waren bereits im Vorfeld ausgefahren worden. Am Freitagnachmittag haben die 30 Schnellsten dann den Kampf um die beste Startposition für das 24h-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings ausgefochten. Hier erzielte der BMW Z4 GT3 mit der Nummer 26 vom Team Marc VDS beim Top-30-Qualifying die beste Zeit.

Die 25 km lange Strecke und das flexible Reglement machen das 24h-Rennen zu etwas ganz Besonderem. Einzigartig sind auch sein Breitensportcharakter und die unvergleichliche Publikumsnähe: Alle paar Meter trifft man diesen oder jenen Profirennfahrer. Keiner ist sich zu schade, Autogramme zu verteilen oder mit den Fans einen kurzen Schwatz zu halten. Meiner Ansicht nach ist es die letzte große Veranstaltung, die noch Motorsport zum Anfassen bietet. Über 200.000 Fans haben das gesamte Wochenende rund um die Nordschleife mitgefiebert. Viele haben mit Zelt oder Wohnmobil auf dem Gelände campiert.

24 Stunden Nürburgring 2015, Nürburgring-Nordschleife Foto: Gruppe C GmbH

Aufregend für mich war auch das Treiben in der Boxengasse. Beim 24h-Rennen teilen sich acht Fahrzeuge eine Box. Bei 32 Fahrern und Dutzenden von Mechanikern wird es dort ganz schön eng. Die insgesamt rund 600 Fahrer wechseln sich während des Rennens etwa alle eineinhalb Stunden am Steuer der Fahrzeuge ab. Manchmal gibt es auch Doppelstints, bei denen der Fahrer bis zu 2,5 Stunden am Steuer bleibt und beim Boxenstopp nur die Reifen wechseln und Kraftstoff nachtanken lässt.

Am Samstag um 16 Uhr fiel der Startschuss für das eigentliche Rennen. In drei Gruppen à 60 Fahrzeuge ging es auf die Kombination aus Grand-Prix-Strecke und legendärer Nordschleife. Spätestens nach der dritten Runde, wenn über 160 Fahrzeuge auf der Strecke sind, vermischen sich die Rennwagen aus den unterschiedlichen Klassen. Das Interessante für die Zuschauer ist ja, dass beim 24h-Rennen auch fast ganz normale Serienfahrzeuge starten. Vom Mini über den 2er-BMW bis zum Opel Astra – in den VLN-Serienklassen ist alles dabei. Die Mischung macht dieses Rennen nicht nur interessant, sondern auch herausfordernd und gefährlich, wenn die 550 PS-GT3-Boliden an den Fahrzeugen der kleineren Klassen vorbeiziehen.

Am Ende war es der knappste Zieleinlauf in der Geschichte des Rennens: Der Abstand zwischen dem Audi R8 LMS (#28) des Audi Sport Team WRT und dem zweitplatzierten BMW Z4 vom BMW Sports Trophy Team Marc VDS betrug lediglich 40,729 Sekunden.

Unser grün-gelber Mercedes AMG SLS GT3 war leider nach Mitternacht auf regennasser Straße in einen Unfall verwickelt und musste das Rennen vorzeitig aufgeben. Der Pilot blieb zum Glück unverletzt. Trotzdem ist das vorzeitige Ausscheiden sehr schade, es betraf aber nicht nur unser Team. Viele vermeintliche Sieganwärter unterschiedlicher Kundensportteams und Marken mussten während des Rennens ihre Sieg- oder Podiumsträume begraben.

Zum Glück hatten wir ein zweites Eisen im Feuer: MANN-FILTER Motorsportprofi Kenneth Heyer steuerte einen weiteren Mercedes-Benz SLS AMG GT3. Sein Team Premio hatte sich Rang 10 erkämpft. Herzlichen Glückwunsch dafür!

Es war ein spannendes und aufregendes Wochenende mit faszinierendem Motorsport. Persönlich nehme ich viele tolle Momente, aufregende Eindrücke und unzählige positive Resonanzen aus der „Grünen Hölle“ am Nürburgring mit zurück nach Ludwigsburg.

Auf jeden Fall vormerken: Das 44. ADAC Zurich 24h-Rennen findet 2016 vom 26. bis 29. Mai auf dem Nürburgring statt.

Weitere spannende Informationen, Bilder und Videos zum 24h-Rennen 2015 und über MANN-FILTER finden Sie übrigens auch auf unserer MANN-FILTER Facebookseite.