Jörg Engels beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring„Er hat Benzin im Blut.“ So lautet eine gängige Beschreibung für einen eingefleischten Auto- und Rennsportfan. Sie trifft auch auf Jörg Engels, Leitung Markenkommunikation Automobil
Ersatzgeschäft, zu. Für das MANN+HUMMEL Blog schildert er hier seine Erlebnisse beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring am 17. bis 20. Mai 2013. Dort trat ein Mercedes-Benz AMG SLS GT3 in den MANN-FILTER Farben an.

„Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring hat für mich seit Kindertagen eine ganz besondere Bedeutung. Ich bin in der Eifel und damit in der Nachbarschaft des Nürburgrings aufgewachsen und habe schon als Junge regelmäßig direkt an der Strecke gezeltet um hautnah beim Renngeschehen dabei zu sein; zuerst beim legendären 1000-km-Rennen und dann später beim 24-Stunden-Rennen. Die Helden der Nürburgring-Nordschleife – Piloten wie Hans Heyer, Hans-Joachim Stuck, Klaus Ludwig oder auch Bernd Schneider – waren auch meine Helden. Das muss man wissen, um nachempfinden zu können, was es für mich bedeutet, wenn ein Rennwagen im grün-gelben MANN-FILTER Design durch die „grüne Hölle“ donnert.

GT-Rennwagen im MANN-FILTER Branding

Ein Rennwagen im grün-gelben MANN-FILTER Design beim 24-Stunden-Rennen.

Vom 17. bis zum 20. Mai war das der Fall: Einer von vier Mercedes-Benz AMG GT3 des ROWE Racing Teams ging in grün-gelbem MANN-FILTER Branding ins wahrscheinlich größte Autorennen der Welt: Nirgendwo sonst gibt es über 180 Fahrzeuge und rund 650 teilnehmende Rennfahrer. Zudem sind auch die über 25 km lange Nürburgring-Nordschleife, die über 200.000 Zuschauer und das Organisationsteam mit rund 2.000 Personen Superlative.

Die Chancen „unseres“ Autos wären dabei nicht schlecht gewesen – das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass zwei andere Autos aus dem ROWE-Team den dritten und vierten Rang im Gesamtklassement belegten. Leider war dem grün-gelben Renner jedoch nicht das nötige Glück beschieden: Eine Runde, bevor das Rennen wegen sintflutartiger Regenfälle für neun Stunden unterbrochen werden musste, wurde starkes Aquaplaning unserem Auto zum Verhängnis. Es wurde beim Unfall so stark beschädigt, dass eine Reparatur nicht mehr möglich war.

Wetterkapriolen bestimmten das Geschehen

Überhaupt bestimmte das berühmt-berüchtigte Eifelwetter die diesjährige Auflage des 24-Stunden-Rennens. Während die Läufe zum Abschlusstraining bei Trockenheit und Starkregen ausgetragen wurden, strahlte am Sonntagmorgen sogar die Sonne am Ring. Nach leichtem Regen in der Einführungsrunde erfolgte der Start um 17 Uhr bei trockenen Bedingungen.

Kurz vor neun Uhr abends setzte starker Regen ein und zwang die Teams zum Wechsel auf Regenreifen. Zu diesem Zeitpunkt wurde es mehr als ungemütlich, denn der Regen verwandelte die riesigen Zeltstädte rund um die 25 km lange Rennstrecke in eine einzige Wasserlandschaft. Kalte Temperaturen von kaum über null Grad, Regen, Nebel und Gewitter hatte es auch in den Jahren zuvor immer wieder gegeben. Auch eine nächtliche Unterbrechung sorgte vor Jahren schon einmal für Unmut bei den Fans. Doch so extrem wie in diesem Jahr waren die Verhältnisse noch nie. Sintflutartige Regenfälle und dichter Nebel machten eine Durchführung des Rennens bei Dunkelheit unmöglich.

Unterbrechung eine Runde zu spät

24-Stunden-Rennen bei Nacht und NebelFolglich entschloss sich die Rennleitung dazu, das Rennen bis zum nächsten Morgen zu unterbrechen. Leider einige Minuten zu spät für den Mercedes-Benz AMG GT3 mit der Startnummer 21. Fahrer Kenneth Heyer, seines Zeichens Sohn der Tourenwagenlegende Hans Heyer, und seine Fahrerkollegen hatten sich bis zum Abend in die Top Ten vorgearbeitet. Sogar das Spitzentrio lag in Schlagreichweite, als der Unfall passierte. Und so endete ein erlebnisreiches und spannendes Pfingstwochenende mit der Erkenntnis, dass Ausfälle ebenso zu einem 24-Stunden-Rennen gehören wie Podiumsplätze und Siege. Jetzt heißt es Daumen drücken für unseren nächsten Einsatz beim traditionsreichen 24-Stunden-Rennen Ende Juli in Spa-Francorchamps, Belgien.