Die Automobil- und Industriekunden erwarten von ihren Lieferanten Innovationen am Fließband. Chris Sturgess berichtet in seinem Blog, wie sich MANN+HUMMEL in der Vorentwicklung aufgestellt hat, um auch künftig zu den innovativsten Unternehmen in Deutschland zu gehören.

Unsere Aufgabe in der Vorentwicklung ist es, Innovationen voranzutreiben. Dazu haben wir, um ein Beispiel zu nennen, ein Konzept installiert, das wir „Free Innovation Time“ nennen: Den Kollegen in der Vorentwicklung stehen zehn Prozent der Arbeitszeit frei zur Verfügung, in der keine Projektaufgaben anstehen und die sie ihren Ideen und Recherchen widmen können. Dies ist ein Beispiel für die aktive Innovationskultur, die wir fördern und mit der wir Raum für den Austausch von Ideen schaffen.

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Nicht umsonst ist Innovation ein Teil unserer Unternehmensstrategie. Zum einen haben wir an verschiedenen Standorten spezielle Abteilungen, die für Innovationen zuständig sind. Neben unserem Entwicklungszentrum in Ludwigsburg gehören beispielsweise die USA, Frankreich und China dazu. Darüber hinaus kann und soll aber jeder Mitarbeiter im Unternehmen neue Ideen einbringen. Dazu schaffen wir eine offene Arbeitsatmosphäre und ermutigen unsere Mitarbeiter kreativ zu sein.Ein wichtiger Punkt für einen kontinuierlichen Innovationsfluss ist für uns auch das Thema „Open Innovation“. Wir können nicht alles wissen. Daher sind wir darauf angewiesen, mit innovativen Lieferanten und Partnern zusammenzuarbeiten. Aktuell kooperieren wir unter anderem eng mit der Universität Nantes, Frankreich. Dort haben wir direkten Zugriff auf Motorenprüfstände und können uns mit Experten und Studierenden in der Fahrzeugtechnik austauschen. Nur so können wir erfolgreich sein.

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Auch unsere Kunden spielen eine wichtige Rolle im Innovationsprozess. So entstehen viele Ideen in Kundengesprächen. Hier wird häufig deutlich, wo die Markttrends liegen und wo die Kunden hin wollen. Wir wissen: Die beste Idee nützt nichts, wenn sie nicht zur Strategie unserer Kunden passt. Für uns ist wichtig zu wissen, was in den nächsten 5, 10 oder 15 Jahren am Markt passiert, und was das für unsere Produkte bedeutet. Nur mit einer exzellenten Einbindung unserer Kunden und einem kontinuierlichen Austausch bekommen wir die Rückmeldung, die wir brauchen.

Bei alldem ist es unser Ziel, bei Innovationen immer effizienter und schneller zu werden. Wir reden mit den Kunden am Anfang der Produktentstehung und gleichen unsere erste Ergebnisse in der Entwicklungsphase mit den Erwartungen der Kunden ab – beispielsweise mit ersten Prototypen innerhalb kürzester Zeit. Wir sprechen natürlich auch mit ihnen, wenn es um die Platzierung der Technologie im Markt geht.

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Charakteristisch für unseren Innovationsprozesse ist die strukturierte Herangehensweise. Wir beginnen mit einer Vielzahl an Ideen und kommen zum Schluss, wie durch einen Trichter, zu einer marktreifen Lösung. In diesem Prozess prüfen übergreifende Entscheidungsgremien die Konzepte auf deren technische Machbarkeit, aber auch, ob sie zu unserer Strategie passen und welche Relevanz sie für den Markt haben. Im Übrigen betrachten wir ausgeschiedene Ideen nicht als Fehler, sondern dokumentieren sie als „Lessons Lerned“, um sie bei veränderten Marktbedingungen wieder aufgreifen zu können.

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Eine der größten Herausforderungen unserer Arbeit in der Vorentwicklung sehe ich in der Vernetzung und im Wissensaustausch mit den verschiedenen Bereichen des Unternehmens. Wir brauchen die Unterstützung der Geschäftsbereiche, um Ideen und Produkte erfolgreich auf den Markt zu bringen. Das schaffen wir nur gemeinsam. Unser neues Technologiezentrum in Ludwigsburg bietet dafür beste Bedingungen, denn wir arbeiten von Juli an mit der Serienentwicklung unter einem Dach. Ich bin sehr optimistisch, dass wir die Zusammenarbeit dadurch intensivieren und noch deutlich an Effektivität gewinnen werden.